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05.02.2017

Marc mag gewonnen haben...



...aber der wahre Sieger war, wie auch schon im letzten Jahr, wieder der Musik-affine Zuschauer mit den entsprechenden Möglichkeiten, kurz in den Hintergrund geworfene Liedkunst schnell zu erkennen bzw. erkennen zu lassen.

Eigentlich wollte ich gern einen Blogpost schreiben über Hanka Rackwitz und über den Mut, der dazu gehört, mit einer einerseits vernünftig therapierten aber andererseits heftig zementierten psychischen Störung in so ein Format zu gehen, nur um anhand diverser Kommentare seiner Mitmenschen aufzeigen zu können, womit jeder, der einen an der Klatsche hat, tagtäglich zu kämpfen hat (Stern TV Beitrag). Aber eigentlich wollte ich letzte Woche auch schon einen Blogpost schreiben über den großartigen Tatort "Schock" und darüber, wie unerwartet stark mich in letzter Zeit unsere kaputte und von falschen Idealen zerfressene Gesellschaft sowie mein persönliches Unvermögen, richtungsweisende Veränderungen in irgendeiner Form mit zu tragen, mitnimmt. Doch der innere Anspruch ließ weder den einen noch den anderen Post zu.

Stattdessen: Musik!
Und zwar ausschließlich aus Dschungelcamp raus-shazam'te Musik. Als kleine Hommage an jene lieben Menschen beim RTL, die intellektuelle Schöngeister, die das Dschungel-Format in erster Linie als Flucht aus der Realität nutzen, für's Einschalten mit großartiger Musik belohnen.

Aus der Kategorie "Nicht brandneu aber noch relativ frisch":



Bishop Briggs - "Wild Horses"
London Grammar - "Rooting for You"
Black Coast featuring M. Maggie - "Trndsttr" (Lucian Remix)
SOHN - "Conrad" (2017, Album "Rennen")
Mai Lan - "Haze"
The XX - "On Hold" (2017, Album "I See You")

...wobei mir "Performance" von The XX, das auch verwendet wurde, noch wesentlich besser gefällt, bei YouTube aber leider nicht zu hören ist. Bei Spotify schon.

Nicht in der Auswahl, weil kein Platz mehr war:
Nick Cave & The Bad Seeds - "Girl in Amber"

Aus der Kategorie "Songs, die schon das ein oder andere Jahr auf dem Buckel haben, die ich aber irgendwie verpasst habe":



Bedouin Soundclash - "Brutal Hearts" (Flic Flac Remix)
Ornette - "Crazy" (Nôze Remix)
Camille - "Home is where it hurts"
Pearl Jam - "Wasted (Reprise)"
Leonard Cohen - "You want it darker"
Sleeping at Last - "Every little thing she does is magic"
William Fitzsimmons - "Beacon"
The Slow Show - "Breaks today" (hier live auf dem Haldern Festival 2015)

Honorary Mentions:
Claire Denamur - "Scène finale" (2015, 'L'Hermine' OST)
She Will Have Her Way - "Four seasons in one day"
The White Birch - "Breathe"

...und dann gibt es natürlich auch immer wieder die Songs, die man zwar schon so und so oft gehört hat, an die man aber trotzdem immer wieder gern erinnert wird. Besonders angenehm direkt zu Beginn der aktuellen Dschungel-Staffel "Lost in Paradise" von Rihanna, das ich damals geliebt aber inzwischen schon wieder komplett vergessen hatte, und des weiteren auch noch:



Moderat - "Bad Kingdom"
Daughter - "Youth"
Bat For Lashes - "Sad Eyes"
Beyoncé featuring Andre 3000 - "Back to black" (2013, 'The Great Gatsby' OST, von dem auch "Love is Blindness" von Jack Black gespielt wurde)
Macy Gray - "Help me"
The National - "Fake Empire"
Tom Rosenthal - "Go Solo"
Zola Jesus - "Avalanche"

Außerdem dabei:
Santigold - "L.E.S. Artistes"
Annie Lennox - "I put a spell on you"
Skrillex featuring Sirah - "Bangarang"



Und das war sie auch schon wieder, meine kleine Musikauswahl. Also, eigentlich die vom RTL. Durch mich nur aufbereitet. Falls jemand bis hier hinten gekommen ist, zur Belohnung noch die guten Nachrichten: Nächsten Donnerstag beginnt ganz offiziell, was ich beim letzten Mal noch ohne Termin oder schriftliche Bestätigung verkündet hatte: Meine kleine aber feine, stationäre Psychotherapie. Und voller Stolz darf ich verkünden, dass ich alles, was bis zum Ende des aktuellen Semesters fertig sein musste, auch tatsächlich fertig bekommen habe, einen Monat vor Ende des Semesters. Ich darf mich bloß nicht zu sehr freuen, sonst schicken die mich am Donnerstag vielleicht wieder weg.

Gehabt's euch wohl, turn up the volume, bis bald &
*plöpp*

31.10.2016

Du brauchst nur ein bisschen Leichtsinn...


Ich habe da ja so ein bisschen einen Sprung in der Schüssel, und bevor der so lange größer wird, bis die Schüssel irgendwann komplett zerspringt, lasse ich mir ab Februar von einem multiprofessionellen Team qualifizierter Schüsselexperten mal etwas intensiver helfen - aber davon erzähle ich dann mehr, wenn es so weit ist. In der Zwischenzeit wird mich das Schüsselthema aber wahrscheinlich noch ein bisschen stärker verfolgen, denn zum einen sind einige der schonmal geklebten Scherben durch die Geschehnisse der letzten Wochen wieder aus der Schüssel gebrochen, und zum anderen macht man sich natürlich auch viele Gedanken, wenn man sich einmal dazu durchgerungen hat, sich doch mal in die Klinik für kaputte Schüsseln einweisen zu lassen. Und dann freut man sich, wenn man dem Thema auch in der Populärkultur begegnet und feststellt, dass hier und da am Stigma gerüttelt wird. Mein allerliebstes Beispiel ist zwar aktuell die Netflix-Serie "Lady Dynamite", die es schon seit Mai gibt, die ich aber jetzt erst begonnen habe, zu schauen, nachdem ich mich erinnerte, dass Jochen Schropp die mal empfohlen hatte, aber zu dieser Serie muss ich mal einen eigenen Post machen. Wahrscheinlich werden das meine 826 liebsten Screenshots, wenn ich alle Folgen durch habe. Damit ihnen bis dahin aber nicht langweilig wird, an dieser Stelle erstmal das, was bei Facebook immer keine Sau interessiert: Musik! Yay!



Da hätten wir zum einen Tim Bendzko (YouTube Channel), der in den gut sortierten Musikbibliotheken des Landes aktuell mit seinem neuen Album "Immer Noch Mensch" vertreten ist. Das ich mir angehört habe, und bei dem ich mich wieder sehr darüber geärgert habe, dass ein so unfassbar schöner Mann so schöne Texte schreibt, nur um die dann alle in diesen elenden Vier-Viertel-Takt zu pressen und damit kaputt zu machen. Oder vielleicht ist es auch kein Vier-Viertel-Takt, ich weiß leider immernoch nicht, wie das heißt, was für mich jeden Song kaputt macht, aber wissen sie, was ich meine? Diesen Rhythmus, bei dem man vor seinem geistigen Auge alte Leute im Fernsehgarten munter auf 1, 2, 3 und 4 mitklatschen sieht? Naja, egal, auf jeden Fall haben wir bei Dreamboat Bendzko das große Glück, dass er seine Songs auch gern mal ohne alles außer mit Piano-Begleitung einsingt, und dann sind die nämlich grandios. So wie im hier zur Verfügung gestellten Beispiel "Leichtsinn" vom bereits erwähnten, aktuellen Album.

Tim singt:

"Du stellst alles in Frage
obwohl du so für deine Sache brennst,
hast schon so vieles geleistet,
auch wenn es niemand richtig anerkennt.

Auf deinem Weg liegen Steine
die dich und deine Zukunft trennen.
Wem willst du was beweisen?
Spring einfach drüber hinweg.

Du kannst das Leben leicht nehmen,
auch wenn es das nicht ist
-
brauchst nur ein bisschen Leichtsinn
und du kannst sein, wer du willst.

Lass dich nicht täuschen,
denn nichts ist das, wofür du es hältst.
Was du jetzt bräuchtest
ist 'n bisschen Fantasie und der Schleier fällt.

Die Last auf deinen Schultern
ist Gepäck, das du hier nicht brauchst.
Wenn niemand dir beim Tragen hilft
pack die Steine einfach wieder aus.

Du kannst das Leben leicht nehmen,
auch wenn es das nicht ist -
brauchst nur ein bisschen Leichtsinn
und du kannst sein, wer du willst.

Egal, ob du dich klein fühlst,
wenn du allein bist,
wenn dir irgendwas fehlt,
wenn nichts die Lücke füllt -
brauchst 'n bisschen Leichtsinn
und du kannst sein, wer du willst.

[...]"

...und wie der wache Leser vielleicht schon bemerkt hat: Ein paar Zeilen habe ich hervorgehoben. Denn neben der Tatsache, dass Tim Bendzko von einer Person singt, die in ihrem Leben an Zweifeln strauchelt, was für die Öffentlichkeit des Themas schön ist (und ja, ich habe geweint beim ersten Hören), zeigen die hervorgehobenen Zeilen, was so ein bisschen symptomatisch für all diese Songs ist: Man erkennt das Problem, aber man versteht es nicht. Spring einfach über die Hürden, nimm das Leben leicht, pack' die Steine einfach wieder aus - das sind die Floskeln, aus denen die Albträume eines jeden Betroffenen sind, der endlich mal ernst genommen werden möchte.



Noch anmaßender finde ich allerdings Mark Forster in seiner aktuellen Single "Chöre", die gleichzeitig auch Titelsong des Kinofilms "Willkommen bei den Hartmanns" ist, wenn er singt:

"Warum machst du dir 'nen Kopf,
wovor hast du Schiss,
was gibt's da zu grübeln,
was hast du gegen dich?
Ich versteh' dich nicht.

Immer siehst du schwarz
und bremst dich damit aus,
nichts ist gut genug,
du haust dich selber raus.
Wann hörst du damit auf?

[...]

Hör auf dich zu wehren,
das macht doch keinen Sinn,
du hast da noch Konfetti
in der Falte auf der Stirn.
Warum willst du nicht kapieren.

[...]"

I mean...
Jemandem seine eigene Gefühlswelt noch zum Vorwurf zu machen und als Lösung vorzuschlagen, sich einfach mal zusammenzureißen, das ist als Kardinalfehler im Umgang mit gesprungenen Schüsseln eigentlich so weitläufig bekannt, dass inzwischen sogar meine Großeltern wissen, dass sie damit nicht weiter kommen.

Der Weg zu einem echten Verständnis für tiefgreifende, psychische Beeinträchtigungen, mit denen man nicht "einfach mal aufhören" kann, ist also noch ein langer, und ich fürchte auch, dass die Lieder, die das dann begriffen haben, noch ein bisschen auf sich warten lassen.

Aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich wollte diese zwei Songs gern mit ihnen teilen, weil ich sie toll finde. Denn auch wenn die Texte an manchen Stellen vielleicht nicht meine ungeteilte Zustimmung finden: Die Musik in diesen schön gemachten Songs hat einen großen Anteil daran, dass ich auch nach wie vor von einem Tag zum nächsten komme. Und um keinen Preis möchte ich diese Wirkung auf mein Seelenheil missen.

Und weil wir uns gerade daran erinnert haben, wie wunderschön Tim Bendzko ist und wie sehr wir seine Lieder mögen, wenn sie nur am Piano begleitet werden, hier als Bonustrack zum Blogpost nochmal "Ich laufe" in der Pianoversion, einfach so, weil es schön ist, und weil man es so hervorragend laut mitsingen kann:



*plöpp*

18.10.2016

Open your mouth. I can't read your mind.


Kennen sie das? Gehste bester Dinge auf'n Schwulenschwoof, triffste nach fünf Minuten zum ersten mal seit 3 Jahren dein Dauertrauma und zwei Minuten später dein aktuelles Trauma, und dir fällt nix Besseres ein, als beide nett zu grüßen. Nicht, dass Ersterer es nicht verdient hätte. Letzteren hätte man retrospektiv betrachtet vielleicht lieber zur Rede stellen oder alternativ unangespitzt in den Boden rammen sollen, aber shouldawouldacoulda... Doch die kotzenden Schmetterlinge im Bauch - das war ein bisschen viel. Da hilft nur Musik. Deswegen an dieser Stelle mal wieder eine aktuelle Auswahl bunter Melodeien, die mich in den letzten Tagen über die Runden gebracht haben:

Alex Clare - Tell Me What You Need


"Tell me what you need.
Throwing signs I cannot read.
Something's wrong.
How can we go on?
You're not a heart breaker,
but you're making my world break.
You world shaker.
You gotta dig deep.
'Cause your mind it screams and I can't sleep.
Can not sleep.

Open your mouth, I can't read your mind.
Speak to me, give me a sign.
Won't you just, won't you just...
Open your mouth, I can't read your mind.
I can't read your mind.


You used to talk all the time,
share your thoughts, 10 to the dime.
Something's changed.
Now you're acting strange.
I know that you care,
when I speak, just sit and stare.
I gotta dig deep,
'cause your mind's running wild and, and I can't sleep.
Can not sleep.

Open your mouth, I can't read your mind.
No, you don't have to walk away -
said you never would.
I never hear a word you say.
Don't speak when you should.
Speak to me, tell me what you need.
Won't you just open your mouth, I can't read your mind.
I can't read your mind.

Can not sleep, oh.
I can't read your mind.
Can not sleep.
Open your mouth, I can't read your mind.
No, you don't have to walk away -
said you never would.
I never hear a word you say.
Don't speak when you should.
Speak to me, tell me what you need.
Won't you just open your mouth, I can't read your mind.
I can't read your mind."

Emeli Sandé - Hurts


"Baby, I'm not made of stone, it hurts.
Loving you the way I do, it hurts.

Hold tight, it's a sing-along.
I'm alright, I'm alright, but I could be wrong, baby.
I know you remember me,
5-3 in the back of the lavory, come on.
You could at least try and look at me.
Oh man, oh man, what a tragedy, haha.
Bang, bang, there goes paradise,

I chill why we always had to roll the dice, la la.
Heartbeat in the regular.
Two seats in the back of the cinema, hazy.
Ah yeah, you're forgettin' it,
and all the mad shit we did after that, crazy.
Your heart, come on, baby,
I swear you're giving me shivers, shivers.

Baby, I'm not made of stone, it hurts.
Loving you the way I do, it hurts.
When all that's left to do is watch it burn.
Oh baby, I'm not made of stone, it hurts.

Hold on, it's a marathon.
Run fast, run fast like the rivers run, goddamn.
Never seen in the restaurant,
I took a minute till the penny dropped, you know.
My tears don't fall too often,
but your knife is cuttin' me deep.
Deep, deep, deep, deep, deep, deep, deep.

Baby, I'm not made of stone, it hurts.
Loving you the way I do, it hurts.
When all that's left to do is watch it burn.
Oh baby, I'm not made of stone, it hurts.

It hurts the way that you pretend you don't remember.
It hurts the way that you forget our times together.
Like the time laid in bed when you said it's forever, baby.
I can't, I can't explain no more.


Baby, I'm not made of stone, it hurts.
Loving you the way I do, it hurts.
When all that's left to do is watch it burn.
Oh baby, I'm not made of stone, it hurts.

Oh baby, I'm not made of stone, it hurts.
Loving you the way I do, it hurts."



John Legend - Love Me Now


Guy Sebastian - Candle


...und schon ist's wieder besser. One day at a time.

*plöpp*

27.09.2016

Die Geister, die ich rief.


Erika Berger (die ich gerade Erika Krause nennen wollte, so präsent ist sie mir noch) ist nicht mehr, Doktor Borrmann erklärt uns schon länger nix mehr, Jürgen Domian hat keine Lust mehr und Doktor Sommer ist einfach nicht mehr das, was er früher einmal war - ich habe die unbequeme Vermutung, dass wir uns in Zukunft die Welt wieder selbst erklären sollen. Das gefällt mir nicht, aber das ist so. Und deswegen möchte ich heute in unserem viel besuchten Stuhlkreis hier den Reigen für brennende Themen eröffnen. Ich fang' an und schlage freiwillig ein erstes Thema vor: Ghosting (Wikipedia | Süddeutsche Zeitung | Die Zeit).



Kennen sie Ghosting? Ich hatte den Begriff zwar schonmal gehört, aber er war kein Teil meines regulären Vokabulars. Nachdem aber zwei Freunde unabhängig voneinander auf den neuesten Schwank aus meinem verkorksten Dating-Leben mit "Oh, Gosting!" reagierten, wusste ich, dass ich nun stolze Betroffene bin. Ich erinnere mich noch, wie E. aus B. an der S. mich an einem lauschigen August-Abend im Jahr 2014 immer wieder darauf hinwies, wie unfassbar ärgerlich es ist, dass jemand, der so gut aussieht wie ich, eine so beschissene Stimme haben muss, nachdem er für dieses Date extra aus B. an der S. angereist war. Und wie erfrischend ehrlich ich das fand, nachdem ich zu diesem Zeitpunkt Körbe à la "Du, ich hab grad' 'n ganz schlimmen Schnupfen, aber ich meld' mich auf jeden Fall, wenn der vorbei ist." ohne dann jemals wieder etwas von betroffener, x-beliebiger, verschnupfter Person zu hören, gewohnt war. Der sagt wenigstens offen und ehrlich, warum er mich scheiße findet, während die anderen Luschen nur zu feige sind, mir den wahren Grund für ihr Desinteresse zu nennen, dachte ich. Dass sich die anderen Luschen aber wenigstens die Mühe gemacht haben, ihr Handy in die Hand zu nehmen und sich eine fadenscheinige Ausrede einfallen zu lassen, die mich besänftigen sollte, weiß ich erst jetzt zu schätzen.



Es war einmal ein unglaublich sympathischer, lustiger und attraktiver junger Mann, der alles hatte, was ich mir jemals erträumt habe, der mir 1000 liebe Dinge sagte, der mich seinen Freunden vorstellte, der mir nach dem fünften Date sagte, dass ich nun, da ich eine Zahnbürste bei ihm habe, aber auch häufiger zu ihm kommen muss und der mich jetzt seit 3 Wochen komplett ignoriert. Und bevor ich wusste, wie das ist, hätte ich nie gedacht, wie sehr einen das an den Rand des emotional Erträglichen bringen kann. Wikipedia erklärt dazu "Ghosting-Opfer können in ein grundsätzliches Gefühl der Verunsicherung rutschen, oder unter ungünstigen Umständen in eine tiefe Krise geraten." und im Erklär-Artikel der Süddeutschen heißt es, dass ein verletztes Selbstwertgefühl eine der ärgsten Komplikation von Ghosting sein kann. Wer mich kennt, oder hier ab und zu mal reinblättert, erkennt an dieser Stelle bereits das ultimate recipe for desaster. Aber man versucht es sich ja trotzdem noch irgendwie schön zu reden. Wenn absolut gar nichts mehr von der anderen Seite kommt, kann man sich zum Beispiel wunderbar einreden, er wäre spontan verstorben. Funktioniert allerdings nicht, wenn die andere Seite alle 3 Tage ihr Profilbild bei Whatsapp ändert. Versucht man also, eine möglichst schöne, akzeptable Begründung für inakzeptables Verhalten zu finden - meine Lieblings-Geschichte war, dass sein Ex wieder an der Tür geklopft hat und die beiden jetzt versuchen, ihre angeknackste Liebe zu kitten. Funktioniert allerdings auch nicht, wenn er direkt mein Viel-Körper-Aber-Kein-Gesicht-Profil bei Gayromeo anklickt, das ich mir nur wieder eingerichtet habe, um mir zum Trost von anderen Männern sagen zu lassen, dass ich schön bin ohne Kleider.



Das wirklich Beschissene in meinem speziellen Fall ist, dass ich alles, was ich jemals wollte, tatsächlich 5 Minuten hatte, und damit nun sämtliche Hoffnungen, die ich in den letzten vier Jahren schweren Herzens und mit viel Mühe begraben habe, wieder ausgebuddelt sind. Und alle halbwegs gebändigten Komplexe von heute auf morgen wieder Wellen schlagen, die ich in dieser Intensität nie erwartet hätte. Was kein schönes Schlusswort ist. Aber in meinem Leben findet sich leider nur all zu selten ein schönes Schlusswort.

Stattdessen: Musik. "I knew you were trouble" ('He was long gone when he met me - and I realize the joke is on me') von Jessie J, weil er Taylor Swift mochte; "Losing you" ('I don't know why I fight it, clearly we are through') von Solange, weil es mir im Prozess irgendwie in den Sinn kam und "Mercy" ('I'm not asking for a lot, just that you're honest with me. And my pride is all I got, I'm saying.. baby, please have mercy on me.') von Shawn Mendes, weil es neu ist und auch irgendwie passt sowie "Rise" ('When you think the final nail is in, think again.') von Superfruit (2/5 Pentatonix), Brian Justin Crum, Mario Jose und Mary Lambert, weil es mir irgendwann von YouTube vorgeschlagen wurde und einfach sensationell klingt und schließlich "Body Love" ('Girls like us are hardly ever wanted') von Mary Lambert, woran ich durch das vorherige Lied wieder erinnert wurde, und das sich einfach nur wunderbar in die alten Wunden schmiegt.

Und ich hab' mich mal wieder um Hilfe gekümmert, falls das irgendwen freut. Sind sie also endlich mal wieder auf dem neuesten, wenn auch nicht wirklich neuen Stand, und (überüberüberüberüber-; Edit)morgen kommen dann Urlaubsfotos, damit das hier jetzt nicht ein halbes Jahr ganz oben steht.

*plöpp*

09.05.2016

Grand Prix 2016: Die Hoffnungsschimmer.



Wie, was, dieses Blog gibt es doch noch? ... Reden wir nicht drüber, und tun wir einfach so, als würde ich hier regelmäßig posten (was ich mir auf jedes Mal aufs Neue wieder vornehme, ich schwör'!), weil nämlich: Eurovision Song Contest!

Morgen geht es los mit dem ersten Halbfinale, Donnerstag dann das zweite Halbfinale und Samstag Abend die große Nummer: Der Grand Prix aus Stockholm. Deswegen hier noch schnell meine Prognosen, die keine Prognosen sind, weil sie nicht nach prognostisch wertvollen Kriterien ermittelt wurden, weswegen sie auch nie zutreffen und entsprechend eher als persönliche Favoriten bezeichnet werden müssten aber mir gefällt das Wort Prognose so gut Zeichensetzung Satzbau Schachtelsätze vermeiden liest noch jemand?

Bitteschön:


1. Halbfinale, Dienstag, 10.05.2016, Übertragung ab 21 Uhr auf EinsFestival und Phoenix, Deutschland nicht stimmberechtigt:

(Alle Beiträge im 6:38 langen Schnelldurchlauf hier so)







Von oben nach unten der Reihe nach: Bilder von Freddie (Fehérvári Gábor Alfréd), dem ungarischen Kandidaten, der meinem Auge am ehesten schmeichelt. Singt allerdings ein unheimlich fades Lied, was dieses Jahr leider Gottes alle halbwegs ansehnlichen, männlichen Teilnehmer betrifft.

Darunter die Liedbeiträge, die mir am ehesten gefallen, wobei mich dieses Jahr kein einziger Song wirklich begeistert:

1. Bosnien und Herzegowina: Dalal & Deen feat. Ana Rucner and Jala - Ljubav Je. Gefällt mir gut, weil es einer der wenigen (der Einzige?) Songs ist, die in Landessprache vorgetragen werden, was mir immer gut gefällt, die Musik ist klassisches Grand Prix-Material, aber dann kommt plötzlich noch eine Rap-Einlage zur zeitgemäßen Aufpeppung und irgendwie sehen die auch sehr authentisch aus... Für diese Kombo würde ich mir den Einzug ins Finale sehr wünschen.

2. Tschechien: Gabriela Gunčíková - I Stand. Klingt schön, und wir mögen die Tschechei.

3. Malta: Ira Losco - Walk on Water. Wo das Video allein schon sehr charmant daher kommt, weil man passend zum Titel die Künstlerin wirklich in jede Pfütze gestellt hat, die man on location finden konnte, Frau Losco sich aber trotzdem durch's knöcheltiefe Wasser quält während sie "Feels like I can walk on water" singt. Und musikalisch erinnert es mich ein bisschen an Emeli Sandé.

4. Armenien: Iveta Mukuchyan - LoveWave. 1a ESC-Trash, vorgetragen von einem 1a ESC-Mäuschen, das bestimmt direkt vor der Show nochmal gebügelt wird, und außerdem singe ich gerne Songs mit vielen U's mit. Uuuuuu, hu-uuuh, hu!

5. Kroatien: Nina Kraljić - Lighthouse. Schöner Song, und kann ich mir live auch sehr gut vorstellen.

Und zum Abschluss noch Douwe Bob, der schöne Niederländer, bei dem es leider auch zu keinem vernünftigen Song gereicht hat. Sergey Lazarev aus Russland, der auch am Dienstag vorsingt, hat zwar ebenfalls gut Bizeps und sogar sein Ständchen würde mir sehr gut gefallen, wenn es nicht aus Russland käme, aber das tut es, und damit ist der Beitrag raus. Ich hoffe, dass genügend Zuschauer so denken, damit es wenigstens nicht zum Sieg reicht.

2. Halbfinale, Donnerstag, 12.05.2016, Übertragung ab 21 Uhr auf EinsFestival und Phoenix, Deutschland stimmberechtigt:

(Alle Beiträge im 6:46 langen Schnelldurchlauf hier so)







Oben die dänischen Teilnehmer Lighthouse X, die uns allein schon sympathisch sind, weil Johannes Nymark schonmal nackt für irgendeinen Film vor der Kamera stand und jetzt in seiner Ehe mit Silas Holst ein lustiges, kleines Baby (das glaube ich inzwischen schon ein bisschen größer ist, als auf dem Foto) groß zieht. Søren Bregendal macht auch gut was her, und der dritte... ist auch dabei.

Dann Musik:

1. Australien: Dami Im - Sound of Silence. Wobei ich nicht verstehe, warum Australien wieder dabei ist, weil es letztes Jahr ja eigentlich hieß, dass das eine einmalige Aktion zum runden Jubiläum ist, aber mir soll's auch recht sein, denn das ist der einzige Song, der mir im zweiten Halbfinale überhaupt gefällt, und wenn sie ihre Gebühren bezahlen, sind wir ja hier in Europa auch immer open-minded.

2. Israel: Hovi Star - Made of Stars. Könnte live vielleicht ganz gut klingen, und der Künstler steht für Vielfalt und Toleranz, also einfach mal mit klatschen dafür.

3. Littauen: Donny Montell - I've been waiting for this night. Auch nur nett, aber da beeinflussen mich die Oberarme wahrscheinlich doch ein bisschen in meinem Urteil, ich denke aber, dass der Herr Montell dem Herrn Lazarev eventuell ein paar Stimmen streitig machen könnte, weil sich die Songs ähnlich sind, und jede Stimme, die nicht nach Russland geht, kann meinetwegen auch gern nach Littauen gehen.

4. Ukraine: Jamala - 1944. DAS Drama in der diesjährigen ESC-Auswahl. Ich finde den Song großartig. Also, der Text ist ein bisschen platt, das wär' auch poetischer gegangen, aber wer hört schon auf den Text.. aber musikalisch genau meins, kommt ein bisschen an Aminata letztes Jahr ran, aber diese Jamala-Frau... dieses Gejaule... ich spekuliere ja darauf, dass sie Donnerstag erkältet ist und das dann besser klingt, aber ich sehe die Fälle dieses eigentlich schönen Songs davon schwimmen.

Und darunter nochmal zur Visualisierung des littauischen Beitrages Donny Montell mit und ohne Nicki.

Finale, Samstag, 14.05.2016, Übertragung ab 20:15 im Ersten (20:15 Countdown mit Barbara Schöneberger, ab 21:00 Eurovision Song Contest)

(Die Big 5 + Schweden im 2:17 langen Schnelldurchlauf hier so)





Erst im Finale begegnen uns dann noch die britischen Teilnehmer Joe and Jake, die auch ganz putzig sind, und auch die anderen 4 der Big 5 (Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland) und die Gastgeber (Schweden) müssen sich vorher nicht qualifizieren, musikalisch kommt da allerdings auch nix Gutes mehr dazu. Der deutsche Beitrag (Jamie-Lee - Ghost) ist in Ordnung, und auch Spanien (Barei - Say Yay!) ist ganz peppig dabei, aber so richtig überzeugend sind weder diese beiden Beiträge noch der neue Song "Can't Stop the Feeling" von Justin Timberlake, den er auch am Samstag als Pausenknaller in Stockholm zum Besten gibt.

Haben wir das also noch flott besprochen, bevor es spannend wird; sie wissen außerdem, dass ich noch lebe, und mal ehrlich: Was will man mehr?

*plöpp*

31.01.2016

Menderes mag gewonnen haben...


...aber der wahre Sieger ist jeder Zuschauer, der Shazam nutzt. Oder Soundhound. Oder MusiXmatch. Oder wie sie alle heißen.

Ich bin ja bekennender #IBES-Enthusiast der ersten Stunde, bin immer wieder begeistert von diesen fabelhaft-schlau-fiesen Moderationen, die der größte Teil der Zuschauer wahrscheinlich genau so wenig versteht wie Kinder die subtilen Anspielungen in Disney-Filmen und auch die diversen Zitate, die hohle, hungrige Möchtegern-Philosophen (in diesem Jahr besonders David Ortega mit seinen Or-Thesen und Thorsten Legat mit den Rules of Kasalla) da Tag für Tag produzieren, gehören meiner Meinung nach gebunden und in ein Museum, aber mit diesen Aspekten von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" befassen sich bereits diverse, andere Quellen.

Ein wichtiger Teil der Produktion, der aber jedes Jahr aufs Neue nichtmal annähernd angemessen gewürdigt wird, ist die unfassbar großartige Musikauswahl, die für den unbeleckten Hörer und kulturfremden Kasallisten unbemerkt im Hintergrund plätschert, während feine Geister, wie ich einer bin, allen Ernstes jede Folge aufnehmen und am nächsten Tag nochmal laufen lassen, nur um das Shazam an den Fernseher halten zu können.

Dabei ist alles von alt bis neu. Manches Lied kennt man, freut sich aber, es in diesem Zusammenhang mal wieder zu hören, andere Songs wiederum kannte man mal, hatte sie aber schon lange wieder vergessen und einiges in diesem Jahr war mir auch gänzlich neu. Und um Ihnen einen kleinen Eindruck davon zu verschaffen, wovon ich spreche, hier meine persönliche Auswahl von Songs, die auch das diesjährige Dschungelcamp zu einem musikalischen Sylvester im Ohr gemacht haben:



 Von oben nach unten:

The Weeknd - Devil May Cry (2013, Album: Hunger Games: Catching Fire OST)
Of Monsters and Men - Thousand Eyes (2015, Album: Beneath The Skin)
RY X - Berlin (2013, EP: Berlin)
Crystal Fighters - Champion Sound (2012, Album: Star of Love)
Fleurie - Hurts Like Hell (2015)
Agnes Obel - Dorian (2013, Album: Aventine)
Wild Belle - Throw Down Your Guns (2016)
Ella Eyre - Deeper (2013, EP: Deeper)
Oh Wonder - All We Do (2015, Album: Oh Wonder)
X Ambassadors & Jamie N Commons - Jungle (2014)
Josef Salvat - Open Season (2014, Album: Nightswim)
Röyksopp - Here She Comes Again (2014, Album: The Inevitable End)
Eels - It's A Motherfucker (2000, Album: Oh What A Beautiful Morning)
Tom Rosenthal - Go Solo (2014, EP: The Pleasant Trees, Album: Honig im Kopf OST)
Regina Spektor - Hero (2006, Album: Begin To Hope)

...und außerdem war ich eh für Sophia.
Haben wir da also auch mal drüber geredet.
Ich hoffe, es geht Ihnen besser als mir.

Cheers & *plöpp*

28.05.2015

Balbina denkt nach über das Grübeln.


Irgendwie ende ich hier immer wieder mit traurigen Posts, und dann bin ich traurig, weil ich eigentlich gar nicht traurig sein möchte, aber irgendwie alles darauf hinaus läuft. Da aber Autosuggestion im Therapieansatz immer mehr an Stellenwert gewinnt, um so weniger man sich mit mir zu helfen weiß, trage ich das hier einfach mal mit und teile mit Ihnen das, was ich noch immer habe, und immer haben werde: Gute Musik.

Ich klicke mich ja regelmäßig durch diverse musikalische YouTube-Channels, im Resultat oft ohne neue Erkenntnisse, häufiger auch mit ein paar hübschen Fundstückchen, und selten mal mit dem absoluten Glücksfall, Musik zu entdecken, die mich über den Rest des Jahres begleitet:

Balbina Monika Jagielska wurde 1983 in Warschau geboren, kam 1986 mit ihren Eltern nach Berlin Moabit, zog mit 18 Jahren zu Hause aus und begann dann, Musik zu machen, die laut der auf ihrer offiziellen Homepage veröffentlichten Biographie "Magie zurück in die Realität holt - eine Magie, die man nicht mit dem Smartphone einfangen kann, die man nicht auf Fotos bannen und im Internet verbreiten kann." Ich fände es allerdings sträflich, das nicht wenigstens zu versuchen, und deswegen jetzt ohne weitere Kommentare:



Balbina's aktuelle Clips "Langsam Langsamer", "Goldfisch" und "Kuckuck"...



...die etwas betagteren Clips zu "Nichtstun" und "Seife", das sie gemeinsam mit Maeckes präsentiert, mit dem sie auf ihrem Album "Über das Grübeln" auch das großartige "Tisch" schalmeit - Hörproben für das gesamte Album hält das untere Video bereit...



...und schließlich noch drei Live-Performances: "Wecker" bei den Hamburger Küchensessions, "Seife" bei Inas Nacht und "Goldfisch" in den Filtr Acoustic Sessions - das Video, über das ich sie entdeckt habe.

Und wer sich jetzt noch nicht sicher ist, ob er Balbina gut finden soll, oder doch zu sehr Berlin: Lassen Sie es wirken! Ich dachte am Anfang sowohl bei ihren Texten als auch bei ihren Videos, dass mir das alles viel zu bemüht erscheint, und inzwischen liebe ich beides. Weil man merkt, dass Herz in ihrer Kunst steckt. Weil ihre Texte nicht aufdringlich umständlich sondern einfach klug sind. Und weil die Videos auf den ersten Blick so fürchterlich gewollt aussehen, weil sie und die Menschen, die sie unterstützen (und ihr diese sensationelle plastische Mode schneidern) einfach Ahnung von Ästhetik haben.

Beim Ampya Room Service hat sie "Montag", "Pechsträhne", "Goldfisch", "Blumentopf", "Wecker" und "Langsam Langsamer" auch schonmal live vorgetragen, der Spiegel hat vor 4 Wochen anlässlich ihrer Album-Veröffentlichung einen Beitrag zu ihr gemacht, hier war sie vor einem Jahr schonmal mit Green Friday im Interview und bei Genius.com gibt es die meisten ihrer Texte zum Nachlesen für all jene, die langsam hören.

Live eröffnet sie bis Mitte Juni noch für Herbert Grönemeyer, ihre eigenen Konzerte bekommt Balbina dann im Oktober, und, Achtung, jetzt kommt das, Trommelwirbel... [gedachter Trommelwirbel]: Dresden ist schon dabei! Am 13.10.2015 singt sie in der Scheune, und in der Hoffnung, dass nicht wieder einem Exfreund zwei Stunden vorher einfällt, dass er auch zum Konzert kommt (falls du das liest: das Konzert bekomme ich diesmal, bitte), bin ich am Start und würde mich über jeden freuen, der mir Gesellschaft leisten möchte.

Balbina dachte nach über das Grübeln.
Und so klang das.

*plöpp*

18.05.2015

Das singende, klingende Europa lädt zum 60sten.


...und um jetzt auch mal wieder die eigentlich bumsfidele Natur dieses kleinen Schreibheftes zu unterstreichen: Themenwechsel!

Denn wie der ein oder andere vielleicht weiß, steht der 60ste Eurovision Song Contest ins Haus, und was das angeht, entspreche ich ja dem Klischee. Auch wenn in diesem Jahr selbst an diesem freudigen Ereignis unangenehme Assoziationen hängen, aber ich denke, mit gut gekühltem Sekt werde ich die ganz gut überwinden können. Morgen bereits beginnt das heitere Wiener Musizieren mit dem ersten Halbfinale, und damit sie sich nicht die Mühe machen müssen, selbst Favoriten auszumachen, war ich mal so frei, und hab' für uns schonmal festgelegt, wen wir gut finden:

1. Halbfinale, 19.05.2015, 21 Uhr auf Phoenix und EinsFestival, nur zum Lauschen und Mitklatschen, weil lediglich Australien, Frankreich, Österreich und Spanien stimmberechtigt sind:



Daniel Kajmakowski - Autumn Leaves (Mazedonien), Bojana Stamenov - Beauty Never Lies (Serbien), Elhaida Dani - I'm Alive (Albanien), Nina Sublatti - Warrior (Georgien)

Besonders diesem charmanten Video aus Mazedonien würde ich ja noch mehr Aufmerksamkeit gönnen, aber auf das Video kommt es ja leider bei der Live-Performance nicht an. Den sehr vorhersehbaren Beitrag der serbischen Adele dagegen kann ich mir sehr gut live vorstellen. Und die anderen beiden gehen einfach irgendwie ins Ohr.

2. Halbfinale, 21.05.2015, 21 Uhr auf Phoenix und EinsFestival, diesmal auch zum selber anrufen, weil wir diesmal gemeinsam mit Italien, dem Vereinigten Königreich und nochmal Australien stimmberechtigt sind:



Aminata Savadogo - Love Injected (Lettland), Maraaya - Here For You (Slowenien), Marta Jandová und Václav Noid Bárta - Hope Never Dies (Tschechische Republik), Mørland und Debrah Scarlett - A Monster Like Me (Norwegen)

Hier dann meine absolute Favoritin für den Sieg, Aminata Savadogo aus Lettland, bei der ich allerdings fürchte, dass der Song für ESC-Europa (und Australien) schon fast zu progressiv ist und mir deswegen im Nachtdienst die Finger wund hacken werde, damit sie es ins Finale schafft. Marta Jandová ist mehr so aus Sympathie dabei, weil ich ihr "Wie weit" mit Apocalyptica beim Bundesvision Song Contest damals so sehr mochte, beim norwegischen Beitrag gefällt mir vor allem Debrah Scarletts Stimme sehr und das slovenische Mädchen mit den festgewachsenen Kopfhörern animiert mich einfach irgendwie zum Tanzen.



Von den bereits qualifizierten Songs gefällt mir das spanische "Amenecer" von Edurne (oder andersrum?) am besten, weil ich es immer toll finde, wenn in Muttersprache gesungen wird, und weil ich es immer toll finde, wenn jemand "Hiyeahiyeah" singt. Gern hätte ich auch für unsere deutsche Kandidatin geklatscht, aber der Beitrag langweilt mich leider fürchterlich - das einzige was ich im deutschen Vorentscheid mochte, war oben mit eingeklebtes "Wechselt die Beleuchtung" von Laing. Ähnlich verhält es sich mit Guy Sebastian Aus Tralien, dessen "Mama ain't proud" ich wochenlang rauf und runter gehört habe und den ich hier mal mit einer großartigen Acoustic-Version von "Battle Scars" vorstelle, der für den Wettbewerb aber leider nur das fürchterlich öde "Tonight Again" aus der Schatulle geholt hat. Und dann haben wir auch schon wieder alle, die wichtig waren, wichtig sind und wichtig werden. Die Gay Times UK haben zwar auch noch die "Top Ten Hottest Guys of Eurovision 2015" zusammengestellt, aber wirklich schön finde ich die (bis auf den Belgier) alle nicht, und schöne Musik machen die auch alle nicht, deswegen werde ich wohl in diesem tatsächlich ganz objektiv meine Ohren entscheiden lassen.

Wer mir also eine kleine Freude machen möchte, der schickt am Donnerstag mal eine liebe SMS für Lettland, und wer mir eine noch größere Freude machen möchte, der macht am Donnerstag meinen Nachtdienst.
Just kidding.

Hauptsache alle haben Spaß.

*plöpp*

29.04.2015

I am an alien inside a structure.



Oftmals gibt es ja Menschen, die gern nachvollziehen möchten, warum sich ihr trauriger Gegenüber fühlt, wie er sich fühlt. Besonders dann, wenn sie der Meinung sind, dass Ursache und Wirkung in absolut keinem Verhältnis zueinander stehen, und dass der traurige Gegenüber gerade wieder ein unnötiges Drama herauf beschwört, nur um sich selbst noch ein klein wenig mehr in seinem Elend zu suhlen. In solchen Situationen gibt man sich dann jedes Mal auf's neue Mühe, diesen Menschen irgendwie begreifbar und verständlich zu erklären, wie es ist, mit einem minimal ausgeprägten und maximal fragilen Selbstbewusstsein zu leben, das in sich keinerlei Abwehrkräfte trägt und nach jeder Attacke direkt wieder vom Boden zusammengefegt werden kann. Und trotzdem erntet man letztendlich von all jenen, die es nicht aus eigener Erfahrung nachvollziehen können, immer wieder Unverständnis und die gleichen Plattitüden, darf sich anhören, dass Gefühle, die man empfindet, "falsch" sind, dass man sich selbst nur nicht im Griff hat, dass es so viel gibt, wofür es sich lohnt zu leben, und dass ja schließlich die Sonne scheint. Und ärgert sich am Ende noch über den verschwendeten Atem.

Und wenn man dann ab und an doch einmal Zeichen begegnet, dass das Gefühl, ein von seinen Ängsten und Zweifeln übermanntes Nichts zu sein, durchaus auch anderswo bekannt ist, dann fühlt man sich zumindest nicht mehr komplett außen vor.

Of Monsters and Men singen ihnen "I of the Storm", dargeboten wird es von einem Kindheitsfreund der Sängerin Nanna Bryndís Hilmarsdóttir, der inzwischen in Drag macht und für meinen Geschmack ein bisschen zu gewollt lippensynchronisiert, aber gemeinsam mit der Band ein sehr schönes Zeichen sendet.


"If I could face them,
if I could make amends with all my shadows,
I'd bow my head and welcome them.
But I feel it burning
like when the winter wind stops my breathing.
Are you really gonna love me when I'm gone?
I fear you won't,
I fear you don't.

And it echoes when I breathe
until all you see is my ghost,
empty vessel, crooked teeth,
wish you could see.

And they call me under
and I'm shaking like a leaf.
And they call me under
and I wither underneath -
in this storm.

I am a stranger,
I am an alien inside a structure.
Are you really gonna love me when I'm gone?
With all my thoughts
and all my faults?
I feel it biting,
I feel it break my skin, so uninviting.
Are you really gonna need me when I'm gone?
I fear you won't,
I fear you don't.

[...]"

Und jetzt krieg' ich mich mal in den Griff und gehe schauen, ob es sich für die aktuelle Sonderausstellung in der Galerie Neue Meister lohnt, zu leben. Es scheint ja schließlich auch die Sonne.

*plöpp*

26.04.2015

"Ich bin nicht mehr dazu bereit einfach nur da zu sein um da zu sein."


Eigentlich hätte ich meinen Abend heute damit verbringen sollen, meine Tasche zu packen, um morgen in den Urlaub zu fahren mit jemandem, den ich sehr mochte, und der mir auch immer wieder versicherte, dass er mich sehr mag. Stattdessen sucht er seit Ende der Woche an der Singlebörse wieder nach einem neuen Partner und ich sitze nun hier und krakele in meinem Kalender herum, um meine fünf freien Tage möglichst voll zu packen mit Ablenkung und Krach, der die Gedanken übertönt, die ich mit jedem Mal müder werde zu denken.

So oder so ähnlich trug es sich zu:



"For this to never stop is for it to never work. The endless lonely sorrow would be my sanctuary, my church.
For this to never stop is for it to never work. It's not defeat to feel incomplete."


 

"Tell me, tell me - is life just a playground? Think you're the real deal honey and someone'll always look after you.
But wake up baby, you're so totally deluded [...]
You sold me, sold me, sold me down the river now. Hope you're feeling happy now, now you'll always have a sneer in your smile."



 

"Keine verbrauchten Worte mehr am Ufer dessen was wir nicht versteh'n. Und keine Zeit mehr uns Hand in Hand aus dem Weg zu geh'n.
Ich bin nicht mehr dazu bereit nur passiver Baustein zu sein. Ich bin nicht mehr dazu bereit. Ich bin nicht mehr dazu bereit.

Also lass mich los, lass mich los denn seitdem ich dich kenn' hab ich verlernt gern der zu sein, der ich eigentlich bin. Also lass mich los, lass mich bloß in Ruh', denn seitdem ich dein Lächeln zum ersten Mal gesehen hab' gibt es keine and'ren Augen mehr - nur deine. Viel zu sehr."



"This is how it ends. I feel the chemicals burn in my bloodstream."

Ich habe wirklich keine Nerven, tiefer darüber zu reflektieren, finde es aber auch immer wieder gruselig, wie man genau zur richtigen Zeit immer über genau die richtigen Songs stolpert. Die Songs, die mich im E-Fall dann auch davor bewahren, völlig frei zu drehen. Indem ich mitsinge, statt auf meine Einrichtung los zu gehen. Oder mich.

Und dadurch, dass ich mich jetzt nach einer viel zu langen Pause wieder meinem Schreibheft hier zuwende und auch gleich ein paar Goldstücke meiner Musiksammlung in's Gesagte einwebe, kann ich sogar behaupten, dass ich versuche, der Sache nur das Beste abzugewinnen. Weitere Tiraden des Selbstmitleids schenke ich mir an dieser Stelle - sie wissen schon.

On a lighter note, ein Trennungssong, dessen Stimmung ich für mich gerade noch nicht ganz umsetzen kann, aber hoffe, dass dem bald so sein wird:



"Ich denke schon es ist ok wenn wir uns nicht mehr wiederseh'n. Sag' Hinz und Kuntz noch kurz Bescheid. Das mit dem Hund, das tut mir Leid. Dort an der Ampel bitte rechts, und die paar Bücher könn' ruhig weg. Klar, das versteht sich doch von selbst, dass du dein Zeug zurück erhältst.

Mann, ich hab gestern meinen Humor verloren, das war so'n bisschen wie Vietnam.
Ey, keine Ahnung was ich machen soll, wir haben ja schon alles getan."

Gehaben sie sich wohl, und falls einem der oben gepostete Song von Benne gefällt, der wäre am 06. Mai im Jazzclub Tonne, und ich bin auch da.

*plöpp*

01.09.2014

We're just chasing sparks. We're just chasing those ancient sparks.



Eigentlich nehme ich mir ja nun schon seit vielen Monaten vor, nicht jeden Post mit dem Hinweis darauf zu beginnen, dass ich eigentlich gern öfter posten wöllte. Und eigentlich denke ich auch jedes Mal, wenn ich diesen Satz tippe, dass ich nun, jetzt, ab hier und ab heute endlich wieder anfange, regelmäßiger zu posten. Was wiederum dazu führen könnte, dass oben genannter, unliebsamer Einleitungssatz sowieso hinfällig wäre. Aber dann verstreichen die Tage, werden zu Wochen, Wetter zieht ins Land, Content fliegt vorbei, schaut kurz ins Fenster, fliegt weiter, nichts fühlt sich wirklich an, als würde es genügend Sinn ergeben, um es in die Welt zu tragen und überhaupt machen essen und schlafen so viel mehr Spaß als tippen und einbetten, und bevor man sich's versieht, ist wieder ein Monat verpufft.



Im August lag das aber, so glaube ich, daran, dass der August einfach scheiße war. Ich kann nichtmal konkret sagen, was genau mich gestört hat, aber ohne auf die Tränendrüse drücken zu wollen: Ich hab' ja hier so'ne Dysthymie. Und auf Dauer nervt das. Und der Verlauf findet leider direkt proportional statt - mit zunehmender Dauer nervt das zunehmend. Und während ich mich im Juni und Juli noch ein klein wenig mit meiner Rückkehr ins schwule Kontaktportal ablenken konnte und immer mal wieder gesagt bekam, dass ich hübsch bin, vor allem nackt bei schlechter Beleuchtung, war mir das Anfang August auch wieder zu dumm, und so beendete ich mein kurzes Gastspiel und saß dann da, auf meiner Couch, bei geschlossenen Vorhängen, damit die Sonne nicht all zu sehr blendet. Früher konnten der Sommer und ich mal gut miteinander, aktuell ist' eher schlecht. Und wenn man dann noch ständig irgendwo 'gegen rennt, immer wieder irgendwas umfällt und umtägig Dinge kaputt gehen, die man eigentlich für seine Verbündeten hielt... naja. August eben.



Und so bin ich am heutigen Tag mehr als dankbar dafür, dass ein trüber, wolkenverhangener, herbstlich frischer Tag den schönen Monat September eingeläutet hat und dass meine Kalenderblätter zum Einstieg ins letzte Jahresdrittel ganz auf meiner Seite sind: Nach einem eher aggressiven Rot-Ton für August ist die Hintergrundfarbe des Monats September im immer währenden Schöne-Tage-Kalender grün, mein Maskottchen im Mibo-Kalender ist die lustige, halb genervt-halb verkaterte Eule, und auch die zwei melancholischen Fahrräder im Neustadt-Kalender passen zu der ruhigen, gedämpften und kontrollierten Stimmung, die ich mir im September zu Eigen machen möchte, um den ersten Schritt in einer Richtung zu gehen, in der ich mich eines schönen Tages auch mal wieder sortiert bekomme.

Und höre in der Zwischenzeit Musik, die mich umarmt - an dieser Stelle konkret "Walk" von Kwabs sowie "Sparks", "Unconditional" und "Holding On" von Alex Clare.

*plöpp*

12.05.2014

I am what I am. And what I am needs no excuses.


Da gewinnt eine bärtige Travestie-Künstlerin den Eurovision Song Contest mit wirklich respektablem Abstand und dem viertbesten Ergebnis der Eurovision-Geschichte, Menschen, von denen mir nichtmal mehr bewusst war, dass sie bei Facebook registriert sind, posten auf einmal Würste und Regenbogeneuropa klatscht kurz in die Hände, doch kaum wird der Jubel zu laut, wachen sie auf und kommen aus ihren Löchern gekrochen: Die Nörgler. Die Stinkstiefel. Die Muffelköpfe. Die davon zehren, ihren Mitmenschen die Welt zu erklären, und zwar möglichst in einer Farbpalette, die das Aufkeimen jeglichen Optimismus' im Keim erstickt. Denn wo wären wir denn, wenn wir so etwas wie Hoffnung zuließen? Am Ende der Vernunft. Mindestens. Vielleicht klingt das ein bisschen frustriert, und keinesfalls möchte ich damit alle, die im Rahmen der aktuellen Euphorie auch erwähnen, dass der Kampf für Toleranz und Vielfalt weder erst gestern begonnen noch gestern endlich geendet hat, über einen Kamm scheren, aber dieses schlecht gelaunte Volk der pathologischen Pessimisten erregt schon länger mein Gemüt. Und die Charakterisierung unterstreicht meinen Punkt: Kann man sich denn nicht einfach mal freuen? Nur mal kurz? Der vom Moment gegebenen Euphorie die Chance geben, Menschen zu beflügeln? Und bereits beflügelte Menschen ein bisschen fliegen lassen, statt sie direkt vom Himmel zu schießen?

Wer nicht weiß, worum es geht, dem kann ich es wahrscheinlich auch nicht schlüssig erklären, aber ich versuch's trotzdem: Die Travestie-Künstlerin Conchita Wurst, verkörpert von Tom Neuwirth, hat gestern Abend den 59. Eurovision Song Contest für Österreich gewonnen. Womit sie ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Individualität gesetzt und vielen Menschen, die ihren Heimatländern und der Europäischen Union bezülich dieser Aspekte skeptisch gegenüber stehen Hoffnung verliehen hat, dass alles vielleicht doch nicht ganz so schlimm im Argen liegt, und dass wenigstens Kultureuropa in allen Ebenen mehrheitlich gewillt ist, zu leben und leben zu lassen ohne zu diskriminieren. So zumindest sehen es die Optimisten. Deren Optimismus zum Teil leider auch in unreflektierte Hysterie übergeht, die dann zu Aussagen wie "Gestern ist so viel passiert, wie in den letzten 20 Jahren nicht." (Zitat im Facebook aufgegriffen) verleitet. Was widerum die Kritiker auf den Plan ruft, die durchaus auch mit Recht darauf hinweisen, dass der jahrzehntelange Kampf von Vorreitern und Wegbereitern wesentlich mehr Anerkennung verdient, als der Auftritt von Frau Wurst und dass allein der Sieg einer Drag Queen bei einer Veranstaltung, deren Anhängerschaft sich zu großen Teilen aus LGBT und deren Sympathisanten bildet, noch lange keinen Meilenstein im Kampf um die Rechte der Community bedeutet.



Aus all diesen Argumenten, die in diversen Feuilletons unterschiedlich gewichtet präsentiert werden, kann man sich nun seine eigene Meinung individuell zusammen basteln, aber ich persönlich möchte gern euphorisch bleiben. Denn damit diskreditiere ich keinesfalls die Leistung all jener, die schon gekämpft haben, als Conchita noch Thomas hieß und sich selbst gesucht hat, und ich bilde mir auch nicht ein, dass ein ESC-Sieg die aktuelle Europapolitik in ihren Grundfesten erschüttern wird. Aber ich würdige den Mut, den Conchita Wurst und ihre Begleiter bewiesen haben, als sie sich bewusst dafür entschieden haben, den von vornherein zu erwartenden Shitstorm auszuhalten, um den Ruf nach einem Recht auf ein individuelles Lebenskonzept ganz nach persönlicher Fasson in ein sehr öffentliches Forum zu tragen und damit einen Beitrag dazu zu leisten, dass dieses Anliegen die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Und ich denke nicht, dass es der guten Sachen zuträglich ist, immer alles klein zu reden und tot zu quatschen, nur damit wir bloß niemals in die Verlegenheit kommen, uns aus unserer angestammten Position der unterdrückten und aufgebrachten Minderheit hinaus begeben zu müssen.

Die Musik sollte man, erschlagen von der politischen Dimension, natürlich auch nicht vergessen, und selbst da lässt sich noch ein weiteres Argument für Conchita Wurst anbringen. Singen kann sie nämlich. Und neben vielen Ausführungen, die ganz und gar ausgeblendet haben, dass diese Veranstaltung eine musikalische Komponente hatte, stand unter anderem auch die These im Raum, dass viele Zuschauer des ESC mit ihrem Anruf für Österreich gar kein Zeichen setzen wollten, sondern dass sie den Song einfach mochten. Und wenn diese Menschen für "Rise Like A Phoenix" angerufen haben und dabei überhaupt nichts darauf gegeben haben, dass er von einer Frau mit Bart gesungen wurde, dann ist das doch ein um so schöneres Signal.



Meine persönlichen Top 5 waren András Kállay-Saunders (Ungarn), Sanna Nielsen (Schweden), Conchita Wurst (Österreich), Elaiza (Deutschland) und Carl Espen (Norwegen), Kommentare zu Conchita Wursts Sieg haben neben vielen anderen Autoren Mithu Sanyal für den WDR und Kopfkompass für den Freitag verfasst, alle Statistiken und die Punktetafel finden sich im Wikipedia-Artikel zum ESC 2014, die Unterschiede, die zum Teil zwischen Jury-Voting und Zuschauer-Voting klaffen, können sie unter anderem hier nachlesen und das Voting der deutschen Zuschauer und der einzelnen, deutschen Juroren im Detail gibt es hier.

Und ich glaube, das reicht dann auch.
Gute Nacht, buntes Europa.

*plöpp*