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22.02.2013

Glück, Zufriedenheit, Souveränität.


Die WHO meint, ich wäre unzufrieden. Freunde raten mir, mal wieder mit jemandem zu sprechen, der es gelernt hat. Und enge Freunde appellieren an den Gedanken, dass meine Mutti so ganz ohne Kind sehr traurig wäre. Was'n da los?


Ich habe heute viel gelesen darüber, dass man auch seine Schwächen als Teil seiner Persönlichkeit wahrnehmen und zu ihnen stehen soll, und dass man sich niemals dem Druck aussetzen sollte, eine individuelle Eigenheit als Bürde zu empfinden, aber trotzdem - in letzter Zeit habe ich das Gefühl, nur noch aus Frust, Trauer, Zynismus und Selbsthass zu bestehen. Und selbst, wenn ich all diese Schatten akzeptiere - irgendwie wäre es doch schön, wenn man sich auch an der ein oder anderen Eigenschaft seiner selbst freuen könnte. Oder wenigstens nicht permanent das Gefühl haben müsste, sich schämen zu müssen für das, was man ist.


Deswegen versuche ich es jetzt mal wieder ganz banal mit dem Glückstagebuch. Jeden Tag reflektieren, worüber man sich gefreut hat. Und wenn es banaler Kleinkram ist. Freude zählt.




Heute habe ich mich darüber gefreut, dass ich es geschafft habe, einkaufen zu gehen und Leergut im Wert von 7,89€ in den Leergutautomaten zu werfen, ich habe mich gefreut, dass ich es geschafft habe, 4 lange Artikel zu den Themen "Glück, Zufriedenheit, Souveränität" zu lesen und ich habe mich gefreut, Leslie Clio's Album "Gladys" komplett durchgehört zu haben. Denn während ich "I couldn't care less" nicht so gern mag, gibt das Album mit "Island", "Melt back" und "Sister sun, brother moon" unausgekoppelte Tracks her, die die Seele für jeweils dreineinhalb Minuten in Sphären tanzen lassen, in denen man sich nichts fragen muss. Stattdessen einfach genießt.


Ist also der Absatz über das, was mich heute gefreut hat, genau so lang geworden wie der Absatz über meine Schatten - wenn das mal kein guter Anfang ist. Ein paar Wochen Zwangsoptimismus noch, und ich bin der Supermensch, der alle 24 Determinanten des Glücks in sich vereint. Fragt sich nur, ob der diplomatische Gutmensch tatsächlich das erstrebenswerte Ideal ist. .. Probieren geht über Studieren.

*plöpp*

25.06.2012

Kleine Inseln des Alltags, die Döner-Edition.


...und dann lädt man ein Bild hoch, um mit der groß angekündigten Maßnahme auch sofort zu beginnen, und dann hängt man ewig davor und weiß nicht, wie man es kurz und knackig kommentieren soll, ohne dabei abzuschweifen.

Döner gab's! Nachdem ich am Sonntag zwei Stunden eher Feierabend machen durfte, um das Elbhangfest noch genießen zu können. Was ich dann auch tat. 6 Stunden. Zu Fuß. Von Loschwitz bis Pillnitz. Um mich anschließend am Körnerplatz so auf mein Fahrrad zu schwingen, dass ich noch genug Zeit hatte, mir beim Babos einen Döner zu kaufen und daheim flink zu duschen, bevor das Spiel anfing.

Ein sehr erfolgreicher Tag war das. Und ich brauchte dafür niemanden, außer meiner einnehmenden Person.
Hab' ich mich gefreut.

*plöpp*

01.04.2011

"Sie erwarten zu viel. Erwarten sie doch mal weniger."
oder: Was so geht bei mir.


Ich mache ja jetzt in Psychotherapie. Also, nicht aktiv therapierend. Sondern auf der Couch. Die auch nur ein Sessel ist. Aus rein investigativen Gründen, versteht sich. Aber wenn man einmal da ist, so zum investigieren, kann man ja auch gleich mal ein paar Probleme durchkauen. Soll ja echt wirken.

Und so viel ich mir von dieser Therapie versprochen hatte, so enttäuscht bin ich bisher. Denn alles, was mir diese Frau erzählt, sind Dinge, die ich mir vorher auch schon selbst so reflektiert habe. Und während ich am Anfang noch nicht sicher war, ob ich mich da vielleicht nur wieder selbst überschätze, bin ich inzwischen fast überzeugt, dass mir an dieser Stelle keine neuen Anstöße gegeben werden können.

Ich erzähle ihr, was meine Probleme sind, sie holt weit aus, um meine Aussagen eins zu eins in einen anderen Wortlaut zu verpacken, dann hängt sie ein "Hm, hm, hm..." dran, schaut mich vorwurfsvoll an nach dem Motto "eigentlich wissen sie ja, was sie falsch machen" und dann Schweigen. Und wenn ich das Schweigen nicht durch einen neuen Gedanken breche, dann kommen Tipps wie der in der Überschrift genannte.

Ich habe einen ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex. Die Lösung? Machen sie sich klar, dass das Unsinn ist.
Ich stelle an meine Beziehung unrealistisch- romantische Ansprüche. Die Lösung? Hören sie auf damit.
Ich sitze zu Hause und komme vor erdrückenden Gedanken weder vor noch zurück. Die Lösung? Suchen sie sich Hobbies.

o_O

Ist vielleicht ein bisschen grob dargestellt, aber darauf läuft alles hinaus. Ungünstige Denk- und Verhaltensweisen bewusst machen und dann aufhören damit. Wenn es so einfach wäre, müsste ich mich allerdings auch nicht zu ihr auf den Sessel setzen. Diese Frau bekommt mein Leben also auch nicht in den Griff für mich. Doof.

So viel dazu, hier der Rest:

Seit dem 21.03. befinde ich mich endlich auf meiner Spezialiesierungsstation im Krankenhaus, also auf der Station, auf der ich nun bis zum Ende meiner Ausbildung bleiben werde und auf der ich auch meine praktische Prüfung ablege. Das ist zum einen schön, weil das elende Gekutsche zu irgendwelchen Außeneinsätzen und das Kennenlernen neuer Arbeitskollegen im 3- Wochen- Takt endlich ein Ende hat und zum anderen, weil ich jetzt unter Menschen, die ich fast ausnahmslos mag, selbstständig arbeiten kann. Das hat schon was für den Selbstwert.

Die praktische Prüfung wird am 8. Juli stattfinden, wenn niemand ausfällt, die schriftlichen Prüfungen allerdings schon am 6., 7. und 8. Juni. Und das ist der Part, der mir momentan täglich Übelkeit beschert. Denn eigentlich wollte ich am 01. Januar anfangen, zu lernen. Heute haben wir den 1. April. Die Hefter stehen noch unangetastet in ihrer Ecke. Und jedes Mal, wenn ich sie ansehe, wieder Übelkeit. Muss ich sehen, wie ich dieses Problem löse.

Angenommen, ich finde einen Weg, die schriftlichen Prüfungen zu meistern und die praktische Prüfung zu bestehen, kommen am 22.08. dann noch die mündlichen Prüfungen und dann ist Schluss. Wie es danach weitergehen soll, weiß ich nach wie vor nicht, denn die Pros und Contras der beiden Optionen Psychologie- Studium oder Arbeitsleben halten sich jeweils genau die Waage. Im Zweifelsfall entscheidet die Münze. Aber so weit ist's ja noch nicht.

Außerdem habe ich dank Teleskopstange Lillholmen endlich Vorhänge vor meinen Fenstern, habe eine neue Seersucker- Bettwäsche zu meiner neuen 220x240 großen Bettdecke, meine Haarfrisur ist auch ein bisschen neu - es soll ein angedeuteter Undercut (siehe Marc Eggers- Haar Tutorial) sein, der sich noch ein bisschen entwickeln soll, und just in diesem Moment ist meine Brille24- Brille eingetroffen, die mich gerade so gar nicht überzeugt, rein optisch, aber dazu kommt bald ein eigenständiger Bericht.

Sind sie also erstmal auf dem Laufenden - alles, was ich vergessen habe, werde ich dann in den zukünftig hoffentlich wieder häufigeren Posts erwähnen, und dann ergibt sich im günstigsten Fall auch bald wieder ein harmonisches Gesamtbild.

Viel Sonne derweile :)

16.05.2010

Langes Männerwochenende - Die Top 10.


Auch wenn ich mich die kommende Woche dafür hassen werde, aber für's verlängerte Männertags- Wochenende habe ich ganz bewusst beschlossen, das Schulzeug unter's Bett zu schieben und für meine Ausbildung genau nichts zu machen. Und es war gut.

4 Tage, an denen man einfach nur tut, woran man Spaß hat - das müsste man sich öfter gönnen. Sicher gab es noch viel mehr Schönes in meinen letzten 4 Tagen, als die folgenden 10 Dinge, aber die Hälfte habe ich eh' schon wieder vergessen, weil ich so wunderbar betrunken war.

Geht also los.

10. Glambert Stripped.



Bis jetzt habe ich mir keinen Song von Adam Lambert angehört. Mir gefällt nicht, wie er sich präsentiert. Und Künstler, mit denen ich nicht sympathisieren kann, klingen in meinen Ohren auch nicht gut. War bis jetzt immer so.

Heute dann aber zur Abwechslung mal wieder ein bisschen Radio gehört, da sang er mir "Whataya want from me", das in der Acoustic- Version noch schöner klingt. Bin begeistert. Manchmal kommt auch erst die Leistung und dann die Sympathie.

09. Hefeweizen.

:D

08. Hans Paetsch.



Neben dem lieben Rundfunk bemühe ich mich zur Zeit auch wieder, öfter Hörspiele zu hören. Akkustik- Entertainment lässt einfach viel mehr Raum für ein wenig Produktivität nebenher.

Also vor wenigen Tagen mal wieder "Die Schöne und das Biest" und heute "Arielle" gehört, und auch wenn ich es ein bisschen schade finde, wie stark die Filme auf der MC zusammengekürzt sind, ist dieser Umstand doch ein Segen, denn jede Handlung, die man sich nicht 1:1 anhören kann, muss zusammengefasst erzählt werden. Im Fall der Disney- Kasetten von Hans Paetsch (YouTube), in dessen Stimme grundsätzlich ein zärtlich umarmendes "Die Welt ist gar nicht so scheiße" mitschwingt.

Ganz fantastisch.

07. Drum'n'Bass.

Der freitägliche Tanzausflug führte mich zum Smooth Groove in die GrooveStation, Drum'n'Bass lag auf den Tellern, und auch wenn meine Begleiterin nur mäßig angetan war - ich fand's wieder toll. Denn ein schneller Beat verbrennt entsprechend betanzt auch die meisten Kalorien.

Das wiederholen wir :)

06. Wir tanzen heut' woAnders.


Wenn ich bedenke, wie lange ich mich dagegen gewehrt habe, zur Disco woAnders zu gehen, find' ich es wirklich ein bisschen schade inzwischen, denn es ist immer und immer wieder schön.

Damals mit S. bereits als "schönstes Paar des Abends" bezeichnet worden und seitdem immer wieder schöne Abende erlebt, habe ich es gestern sogar erstmals geschafft, meine liebe Freundin K. mitzuschleifen - die Disco woAnders lernt sie alle kennen, so langsam haben wir eine gemeinsame Geschichte.

Schönstes Ereignis diesmal: Ein junger Mann, mit dem ich einst, als ich noch registriertes Gayromeo- Mitglied war, gelegentlichen Nachrichtenkontakt hatte, und den ich sehr mochte, den ich aber dann doch nie traf, war da. Und er hat gelächelt. Und ich habe zurückgelächelt. Und damit war ich zufrieden. Kein Bedürfnis, mich ihm zu nähern oder seine Zuneigung noch ein klein wenig mehr auszureizen - weil ich glücklich bin mit dem, was den ich habe.

:)

05. Dixieland.

Ich dachte ja immer, die Veranstalter übertreiben, aber das Dixieland Festival Dresden scheint wirklich ein international anerkanntes Event unter Jazzfreunden zu sein und ist laut Wikipedia auch "Europas größtes Oldtime-Jazz-Festival".

Mich reißt diese Musik ja nicht so vom Hocker, aber die Stimmung ist trotzdem immer wieder schön.

Mittwoch Abend am Elbufer die Dixieland Shuffle- Dampferparade gemeinsam mit Mann, der sogar meinem Vati Hallo sagte, angeschaut und Samstag Abend nochmal mit der lieben K. in der Stadt gewesen, wo trotz klirrender Kälte ein erstaunlich gemischtes Publikum zu hübsch präsentierter Livemusik in der Innenstadt das Tanzbein schwang.

Nächstes Jahr sollte ich dieser Veranstaltung vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit schenken.

04. I am... Yours.



Sasha Fierce hat in Vegas gesungen. Und eine Kamera hat's für die DVD gefilmt. Die Bühnenshow ist Vegas- appropriate und dementsprechend ein bisschen anstrengend, aber die Musik....

Die Musik....

Hier und hier gibt es unter anderem die Performances und die dazugehörige Beyoncé- Story. Wahrscheinlich nicht lange.



03. "Ich will meinen Vouhgell!"


Iron Man 2 war auch sehr schön. Ich kenne mich im Marvel- Universum ja leider lange nicht so gut aus, wie ich es gern würde, aber dieser Whiplash- Typ ist toll. Hier ein sehr schönes Filmposter von Mickey Rourke. Seine Peitschen finde ich richtig chic, besonders schön sein Auftritt in Monaco, und dann hat er im Film auch noch einen Kakadu, ohne den er nicht arbeiten kann. Keine Ahnung, ob das comichistorisch belegt ist, aber das gab gleich nochmal Pluspunkte.

Allein hätte Iron Man Whiplash nicht besiegen können.


02. Wochenmarkt.


Freitag dann mit der lieben K. und ihren Eltern zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder auf einem Wochenmarkt (Freitagsmarkt vor'm Hygienemuseum) gewesen und ich muss sagen - das hat ein ganz besonderes Flair.

Das ganze frische Gemüse, die schönen Blumen, die Aromen, die gechillten, alten Leute - 1 Traum.

Bei mir gab es, wie oben abgebildet, eine wunderhübsche Astilbe, 300 Gramm reisgefüllte Weinblätter, frische Gurken und frischen Dill, die inzwischen ein Gurkensalat sind, Ayurvedische Kräuterteemischung "Männertraum" (beinhaltet u.a. das gute Manneskraftkraut), tscheschiche Waffeln für meine Mutti und den Honigbären.

Keine Ahnung, wie bekannt der Honigbär ist, aber wir Zonenkinder verbinden damit Erinnerungen.


Und zur Feier unseres erfolgreichen Einkaufs gab es auf Einladung was? Richtig! Hefeweizen ^^

01. Männertag mit Mann.


Einen kompletten Tag hat er mir geschenkt. Und den Abend davor. Und ein schönes Geschenk dazu. Und guut sah er aus.

Ein Tag, wie man ihn beschreibt, wenn man nach seiner Vorstellung eines perfekten Tages gefragt wird.

Wird das Schwärmen schon lästig? ;)

● ● ●

So war das also.

Und morgen klingelt halb 5 der Wecker, damit ich noch ein bisschen an unseren Fragebögen für's Pflegeforschungsprojekt arbeiten kann.

Aber das war's wert.

12.04.2010

"Dir geht's wieder gut, oder?"


Banaler Satz, aber mit dem Zusatz "Das sieht man." ein wunderbares Kompliment.

Heute in einer Woche sitze ich aller Wahrscheinlichkeit nach wieder hier an meinem Schreibtisch, aber nicht wie heute mit Fencheltee, sondern leicht beschwipst voll wie eine Haubitze im Freudentaumel über die bewältigte Zwischenprüfung. Wie ich dann wohl aussehen werde.. ^^

Das Einzige, was mir gerade wieder verstärkt auffällt, ist, wie stark Licht auf mich wirkt. Gerade eben schien noch die Sonne und weder die Zwischenprüfung, noch das, was mich gedanklich fertig macht, schien all zu tragisch, geschweigedenn bedrohlich.

Jetzt ist das Licht aus und jede Zuversicht ist fort. Wie auch die letzten Tage. Womit ich Leben kann, so lange beides sich die Waage hält. Aber besonders viel Mut hinsichtlich des auch in diesem Jahr wieder zwangsläufig stattfindenden Jahreszeitenwechsels macht das nicht.

Wenn ich mal groß & reich bin, flieg' ich einfach der Sonne hinterher.

28.03.2010

Eine Stunde länger Freude.


Auch wenn ich mich gerade nicht richtig freuen kann, möchte ich sie trotzdem ganz herzlich Willkommen heißen, meine heiß geliebte Sommerzeit. Zumindest nach Tageslichtzyklen bin ich jetzt erstmal wieder ein halbes Jahr raus aus der Gefahrenzone.

Der Rest ergibt sich hoffentlich.

Licht :D

21.03.2010

Gegen die Kopfschmerzen.


"Die 'direkte Sinnintention' (Marquard) ist zum Scheitern verurteilt. Denn wenn wir den Sinn suchen, dann verhalten wir uns wie der Mann, von dem Hegel erzählt: Er will unbedingt Obst essen - und verschmäht Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen.

[...]

Ähnlich ergeht es uns als Sinnsuchern, meint Odo Marquard: 'Wer den Sinn direkt haben will, will nicht lesen, sondern Sinn, nicht schreiben, sondern Sinn, nicht faulenzen, sondern Sinn, nicht lieben, sondern Sinn, nicht helfen, sondern Sinn, nicht schlafen, sondern Sinn, ... nicht Alleinsein, sondern Sinn, nicht Beruf, sondern Sinn, nicht Kunst, sondern Sinn...

[...]"

Nur einer von vielen, schönen Auszügen aus der aktuellen Psychologie Heute, die sich unter anderem auch mit der Sinnfrage beschäftigt. Leider fehlt mir bis 22. April die Zeit, das Ganze zu vertiefen, daher empfehle ich die Selbstlektüre des Artikels "Sinn: Suchet und ihr werdet finden!?", speziell den Abschnitt über das "Benefit Finding" ("Was wäre gewesen, wenn" als sinnstiftende Frage), das "Plädoyer für eine Sinndiät" und "Musik: Sinn spielerisch erfahren":

"[Musik] spricht unsere Emotionen unmittelbar an, ohne Heilsversprechen und Manipulation, weil sie in ihrem Kern zweckfrei und in sich selbst genug ist.

[...]

Sie bewegt uns und unsere Sinne, weil sie in sich Sinn ist. [...] Und weil Musik das Herz weicher macht. Es ist eine einzigartige Gabe, die die Musik bereithält, weil sie Bewegung ist und uns bewegt, aus der Verhärtung löst, weich macht und damit wärmer, sinnlicher. Musik sensibilisiert uns dafür, wir wir sein könnten, weil wir noch nicht so sind, wie sie es verspricht. Sie gibt jedoch hörbare Zuversicht, dass wir einmal so sein werden.

[...]

Der Schraubstock des Überwältigtseins durch eigene Fehler, durch die blinde Ungerechtigkeit des Schicksals, die Sinnlosigkeit oder die verlorene Liebesmüh lockert sich um zwei Drehungen.

[...]

Wir sollen kein besseres, höheres oder schnelleres Lied spielen als die anderen, sondern eines, das das ureigene ist, das den eigenen Sinn ausdrückt.

[...]"

(Aus: "Leben macht Sinn. Was uns bewegt und weiter bringt." von Irmtraud Tarr.)

Schön.

In diesem Sinne, einmal Vintage Moment- Musik, ganz ohne Heilsversprechen und Manipulation: Erdmöbel - "Der Blaue Himmel".

18.03.2010

Young and hairy durch die Nacht.


[Elias and the Wizzkids - Young and Hairy.]


Man darf auch mal Glück haben.

Gestern Abend stand emotionaler Absturz auf dem Plan. Vorangekündigt und unausweichlich. Doch glücklicherweise wichtelte mir just an diesem Abend der Zufall Elias and the Wizzkids (Homepage | MySpace | LastFM) in den schwedischen Studentenclub. Ich hätte die ja gar nicht gekannt, aber meine Cousine meinte, da müssten wir hin, also gingen wir hin und tanzten, was unsere müden Körper hergaben. Fabelhaft.

Sehr charmant präsentierte sich auch die Band, die ihre CDs nach dem Auftritt eigenhändig am bereitgestellten Klapptisch an die Person brachte und deren Drummer sich sogar noch unter die tanzenden Stundenten mischte - es hatte direkt etwas Familiäres.

Den emotionalen Absturz konnte das zwar letztlich auch nicht aufhalten, aber immerhin angenehm abfedern. Livemusik und Spendrups - die Kombination muss ich mir merken.

09.03.2010

Praktische Zwischenprüfung: Check.

Auch wenn meine beiden Prüfungspatienten nicht wirklich eine Herausforderung waren - allein die Tatsache, dass ich meinen Arbeitsprozess heute trotz meiner nervlichen Verfassung erstaunlich gut organisiert habe und die Tatsache, dass ich meinen Prüfern nicht auf die Schuhe gebrochen habe, geben mir direkt ein kleines Hochgefühl. Eine solide 2 ist es geworden, und mit der Bewältigung dieser Hürde ist gleichzeitig einer meiner 5 aktuellen Hauptstressoren beseitigt. 1 down, 4 to go.

Sogar Blumen habe ich bekommen - einen bunten Frühlingsstrauß, der mir hier auf meinem Schreibtisch jetzt Geschichten von der Sonne und von den Biergärten dieser Welt erzählt. Geschenkt hab' ich ihn mir selbst. Ein unwichtiges Detail, angesichts seiner Farbenpracht.


Außerdem wartete auf mich zu Hause der Aufwasch der vergangenen sieben Tage - da ich allerdings Hausarbeit als sehr beruhigend empfinde, könnte ich vielleicht sogar die versiffte Pfanne von ganz unten noch als Teil der Belohnung verbuchen. Es ist immer so schön, wenn's wieder sauber ist.

Morgen nochmal Frühdienst; Donnerstag Koffer packen sowie Mutti, Vati und Großeltern jeweils nochmal flott besuchen und Freitag geht dann auch schon die Postkutsche in die Hauptstadt, von wo aus mich am Samstag eine fliegende Postkutsche (motorisierte Brieftaube?) in nördlichere Gefilde transportiert.

Und warum kaufe ich mir Blumen, 3 Tage bevor ich auf Reisen gehe? Weil ich es mir wert bin...

Der Mai rückt näher :)

19.02.2010

Frisch geduscht in den Frühling.


Und wieder bestätigt sich die These Tatsache, dass die Tage, an die man die geringsten Erwartungen hat, die schönsten werden können.

Meine Rathen- Top 10:

10. Der kleine AusflugsSmart.


K. fährt einen Smart, und wenn K. und ich zur selben Zeit den selben Zielort haben, sitze ich meist mit drin. Nach Bärenfels hat er mich gefahren, und schon einige Male nach der Schule nach Hause, aber so richtig lieb gewonnen habe ich ihn, als er mich letztes Jahr nach Berlin gebracht hat.

Ein Automobil mit emotionalem Wert.

09. Der Charme des Vergangenen.


So muffiges DDR- Interieur, da könnt' ich mich immer wieder reinlegen. Und mit meinem Faible für Wohntextilien haben es mir auch diesmal wieder die Vorhänge ganz besonders angetan. Oben Abgebildete hätte ich am liebsten gestohlen, und nur der äußerst freundlichen Bewirtung in der Friedensburg verdankt deren Staff, dass sie sich jetzt nicht nach neuen Gardinen umsehen müssen.

08. Labe sich, wer kann.


Bei mir zu Hause bin ich ja stets bemüht, nur Gesundheitsfraß im Kühlschrank zu haben. Entsprechend zügellos werde ich dann immer, wenn mir Camembert, Salami, Nutella, Butter, Schnitzel und Sauce vorgesetzt werden. Ich möchte nicht wissen, was ich gerade wiege.

Außerdem habe ich anlässlich unserer Einkehr im Restaurant auf der Bastei Kristallweizen zu meinem Winterbier erklärt. Ich trinke so gern Weizen, aber Hefeweizen ist Biergarten. Kristallweizen dagegen war bis jetzt noch nicht saisonal vorbelastet. Keine Ahnung, warum ich da nicht eher drauf gekommen bin.

07. Körperliche Ertüchtigung, the old school way.

Oder auch: Wandern an der frischen Luft. Zwei längere Wanderungen standen auf dem Programm, und dass man sich nach drei Stunden Schneestapfen, Eisrutschen, Äste überspringen, Leitern erklimmen und einer abschließenden, heißen Dusche wie neu geboren fühlt, das hatte ich entweder wieder vergessen, oder noch gar nicht gewusst.

Fabelhaft.

06. Schweigen ist Gold.

Nicht umsonst mache ich gern an der Frage, ob ich mit jemandem gemeinsam schweigen kann oder nicht, fest, ob die Freundschaft echten Wert hat. Welche Kraft kollektive Wortlosigkeit haben kann, das geht mir immer wieder ins Mark. Im positivsten Sinne.

05. Brust raus und den Blick nach vorn.

"Nehmen sie sich einen bunten Fettsift und malen sie auf ein Blatt ihren Lebensweg. Versuchen sie, es nicht als Zeitstrahl zu gestalten, sondern stattdessen die Stationen in ihrem Leben aufzuzeigen, die ihre Persönlichkeit geprägt haben."

Keine Ahnung, ob die Aufgabenstellung so formuliert war, aber darauf lief es hinaus. Vorstellen musste man das Ganze natürlich auch. Und auch wenn es immer wieder weh tut, darzulegen, woran man einst zerbrochen ist, ist es genau so schön, den Pfeil weiter zu zeichnen und festzustellen, dass es auch irgendwann mal wieder gut war. In der Regel ist auch das Elend zeitlich begrenzt.

Ein schöner Satz.

04. "Deine Fotos gefallen mir."


...sagte S. beim Durchsehen meiner Fotos auf der Digicam. 340 sind es geworden. Jedes davon entstanden, weil ich schön fand, was ich abgelichtet habe.

Die Fähigkeit, irgendetwas schön zu finden, irgendetwas interessant zu finden, irgendetwas irgendwie zu finden, die war mal weg. Und ist jetzt wieder da. Dass diese scheinbar banale Aussage alles andere als das ist, zeigen mir meine Tränen, wenn ich mir das vor Augen führe.

03. Yin und Yang, Sing und Sang.



Und nichtmal das Basteln mit bunter Knete blieb uns erspart. Etwas, was uns im Leben besonders wichtig ist sollten wir symbolisch darstellen. Ich war noch vollgefressen vom Mittagessen und daher wenig kreativ, aber entstanden ist eine Knetinstallation bestehend aus dem Tàijí-Symbol, das innere Ausgeglichenheit darstellen sollte, und einer Note, die den Gesang repräsentieren sollte. Weil mir in den letzten Monaten das Singen unheimlich geholfen hat, mich zu beruhigen, wenn es nötig war.

Und wo ich es sonst hasse, mir beim ernsthaften Singen zuhören zu lassen, habe ich mich diesmal tatsächlich dazu hinreißen lassen, im kleinen Kreis "I can see clearly now" (Johnny Nash) zum Besten zu geben. Mir gefiel der Text einfach zu gut.

02. Der Duschzettel.

Zum Abschluss der Rüstzeit stand eine "Seelendusche" auf dem Programm. Wir hatten uns schon die heitersten Visionen ausgemalt, welch verblendet- verblendende Praktik sich dahinter verbirgt, aber letztendlich bekam jeder nur einen Zettel auf den Rücken geklebt und einen Stift in die Hand gedrückt und dann durfte jeder jedem etwas auf den Rücken schreiben, wenn er das Gefühl hatte, demjenigen für etwas danken oder einfach nur etwas sagen zu wollen.

Und anderem wird auf meinem Zettel 4mal meine Ehrlichkeit und Offenheit bewundert, 3mal mein Humor gelobt, einmal mein Lachen, und eine der schönsten Dinge, die man mir sagen kann (so es denn tatsächlich so gemeint ist), ist "Bleib so, wie du bist." Ebenfalls 4mal vertreten.

Dass so etwas gut tut, muss ich wahrscheinlich nicht erklären.

01. Deine Mutter ist eine Insel.


Lies: Kein Mensch ist eine Insel.

3 Tage lang Gesellschaft haben mir gut getan, wie schon seit Monaten nichts mehr. Und das nicht, weil ich ausschließlich mit Menschen umgeben war, die ich mir zwangsläufig ausgesucht hätte, hätte ich eine Wahl gehabt, sondern einfach nur, weil Menschen da waren. Als ich heute in der Reflektionsrunde erzählen sollte, was ich für mich von der Rüstzeit mitgenommen habe, war das Erste, was mir einfiel die Erkenntnis, dass ich nie wieder alleine wohnen möchte.

Irgendwie läuft es immer darauf hinaus, dass bei solchen Ausflügen das eigentliche Thema zur Nebensache wird und stattdessen die Auseinandersetzung mit der eigenen Person in den Vordergrund rückt. Meine Seele hat auf jeden Fall gründlich geduscht.


Einen schwachen Moment hatte ich, als "Nur zu Besuch" lief - ein Song, von dem ich ganz vergessen hatte, wie sehr er mich emotional triggert, aber selbst dieser kleine Ausbruch passte irgendwie stimmig ins Bild.


Ja. Eigentlich wollte ich noch mehr schreiben, aber an Text dürfte das erstmal genügen. Falls wir bei Facebook befreundet sind, finden sich dort noch ein paar mehr Fotos, ansonsten werde ich die wohl auch noch bei Flickr hochladen, wenn ich am Wochenende Zeit und Muße finde.

Bis dahin erstmal
Gute Nacht, Welt.

22.01.2010

Mein erstes, eigenes Freubuch.


Habe ich mir also mein neues Notizbuch zur Hand genommen und über eine Stunde geschrieben.

Der erste Satz:
"Das soundsovielte Frustbuch ist das jetzt."

Die letzten Sätze:
"Alles aufzuschreiben, was scheiße ist, hilft offensichtlich nicht. Es zieht nur noch mehr runter und macht sogar ein bisschen aggressiv. Mist. Alles Mist."

Eine ebenso banale wie essentielle Erkenntnis. Die bösen Gedanken kommen von ganz allein.

Scheiße finde ich mich von ganz allein. Und dass meine Umgebung mich dementsprechend scheiße finden muss, das steht auch von ganz allein fest. Da muss ich kein Buch 'für schreiben.

Dass aber selbst im zerrüttetsten Seelenhaiti doch hier und dort noch ein Blümchen wächst, das vergesse ich nur zu gern. War die Metapher jetzt doof? Egal. Fest steht: "Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an." (Marc Aurel - siehe damals.)

Frustbuch also kurzerhand zum Freubuch umgewandelt, eine Handvoll Eigenschaften gesucht, die ich noch an mir mag und jetzt werde ich versuchen, diese Eigenschaften in meinen ach so frustrierenden All-Tagen wieder zu finden. Für den heutigen Tag sogar schon was gefunden.

Erfreulich.

Kompensationsscrollfest. In Farbe. Und mit Ton.


Wenn ich mit mir selbst nicht mehr klar komme und versuche, den Fluchtreflex in mir zu unterdrücken, wiederholen sich immer die selben Kompensationsmechanismen: Einkaufen, selbst wenn der Verstand mir laut und deutlich "Staubfänger!" einruft, und stundenlanges Abgrasen des World Wide Web. Bevorzugt nach Musik, die mich emotional anspricht. In welcher Weise ist zweitrangig.

Entsprechend wird das jetzt ein bisschen ein mühsames Scrollfest hier, aber bringt alles nichts, meine Lesezeichen- Liste platzt sonst.

Einkaufen gewesen.

Sinnloskauf 1: 3 Bücher. Ich lese nicht und habe keinen Tisch, der wackelt, deswegen weiß ich noch nicht genau, was ich mit ihnen anstellen soll. Aber schön sehen sie aus. Vielleicht klappt's ja diesmal.

"Das heimatlose Ich."
"Schattendasein."
"Das Evangelium des fliegenden Spaghettimonsters."

Sinnloskauf 2: 1 Notizbuch. Weil ich die ganze Zeit das Gefühl habe, dass es mir helfen würde, alles aufzuschreiben. Aufgeschrieben habe ich bisher allerdings nichts. Vielleicht lag es daran, dass ich kein Notizbuch hatte. Nicht dieses zumindest. Es war so schön grün.

Sinnloskauf 3: 1 Isomatte. Damit bei den täglichen Crunches, die ich nicht mache, der Rücken nicht kaputt geht. Immerhin haben meine zwei verstaubten Hanteln jetzt Gesellschaft. Von Isola. Ich habe sie Isola genannt. Klingt wie RiMoLa. Am guten Willen mangelt's nicht.

Dazu 2 Lifestylegetränke, deren Flaschen schöne grüne Deckel haben und 1 Paar Socken. Nicht nötig, aber wenigstens nicht völlig unbrauchbar.

• • •

Was mich zum zweiten Teil meines Zwangsverhaltens bringt: Mucke!



Oben: Habanot Nechama (MySpace | Last.FM | EnWiki). Die israelischen Sugababes heute im Neon- Radio kennen gelernt. "So far". Sehr schön. Vor allem die eine Zeile, die man versteht.

"So far. You see the sky, you cry. You don't know why.
It's joy, it's happiness, the rainbow makes you feel high.
So far. You see the sky."

Hier live.


Mitte: Paloma Faith (Jahrgang '85).

Blieb von mir bisher unbeachtet, hat mir heute morgen aber mit "New York" Gänsehaut beschert. Und Gänsehaut bekommt nicht jeder dahergespielte Song.



Schön auch das bekannte "Stone cold sober", "Smoke and mirrors" vom Album "Do you want the truth or something beautiful?" und ihre Live Lounge- Interpretation von "Sexy Bi*ch" (David Guetta/ Akon) sowie ihre bisherigen Plattencover und diese hochaufgelösten Bilder. HighRes fetzt.

[Wo das Bild herkommt, gibt's noch mehr, unter anderem auch von Paloma Faith und Florence Welch: Ellie Rose Harvey's Photostream @ Flickr.]

Unten: Theoretical Girl (MySpace | EnWiki), deren "Rivals" sich besonders schön im Laufen anhört. Es gibt so Songs, die klingen im Sitzen nett, aber in Bewegung so richtig nett. Keine Ahnung, ob ich mir das nur einbilde, weil ich langsam den Bezug zur Realität verliere. Weitere Songs: "Red Mist", "The Hypocrite".



So far. I see the sky - I cry. I don't know why.

04.12.2009

Der Schatten deiner Selbst..


"Hast du eigentlich eine Ahnung, wie es ist, nur noch mit dem Schatten der Frau zu leben, die man liebt?"

Den Satz fand ich tragisch.

"Helen hat all das wovon viele nur träumen - eine wunderbare Tochter, einen liebevollen Ehemann, sie hat Erfolg im Beruf und steht im Mittelpunkt eines großen Freundeskreises.

Doch als sie Depressionen bekommt, droht sie den Halt zu verlieren. Mann, Familie, Freundeskreis, es gibt niemanden, der sie auffangen könnte. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich von allen ab, die sie lieben. Nur zu einer geheimnisvollen jungen Frau fühlt sie sich hingezogen. Sie scheint ein ähnliches Schicksal zu haben - doch kann sie Helen helfen, ihre Krankheit zu besiegen?"
Nein, es war nicht meine Idee, diesen Film zu schauen. Ich war eingeladen. Schön war er trotzdem. Wobei "schön" vielleicht das falsche Wort ist. Schön echt. Ashley Judd als Helen sah sich sehr authentisch an.

Die Rolle der Mathilda (die geheimnisvolle junge Frau - Lauren Lee Smith) hätte man eventuell kleiner anlegen und stattdessen während der teilweise etwas in die Länge gezogenen 119 Minuten Laufzeit noch etwas tiefer in Helens Zerrissenheit eindringen können, aber alles in allem trotzdem sehr gelungen - wer sich für das Thema begeistern kann, dem sei der Film ans Herz gelegt.

Musikalisches Schmankerl: "No place to fall" von The Little Willies - im Trailer die Hintergrundmelodei, bei LastFM ohne Voice- over.

"I ain't much of a lover, it's true.
I'm here then I'm gone

and I'm forever blue.
But I'm sure wanting you."




13.11.2009

Die Sendung mit dem Ernie:
Berthold Heisterkamp erklärt Depression.


Ich war ja auch bei 'ner Ärztin. Und die hat gesagt, Depression ist 'ne ganz normale Krankheit. Wie Krebs.

Da fehlen dem Gehirn so'n paar Boten.
So Stoffe oder so. So genau weiß ich das auch nicht, was in meinem Kopf ist, jedenfalls fehlt bei mir das, was mir sagt, dass das alles nicht so düster ist, wie ich denke. Ja, das fehlt bei mir. Das is' doof, oder?

[...]

Psychisch krank ist genau so krank wie richtig krank! Ich krieg' da auch Medikamente!

"Kackstiefel."

Aus Stromberg S04E03, wem diese Serie nicht geläufig ist. Wenig wortelegant, dafür äußerst treffend und idiotensicher. Näheres entnehmen sie ihrer aktuellen Apotheken- Umschau. Entweder habe ich es vorher nur nicht wahrgenommen, oder das Thema wird saisonal bedingt wieder omnipräsent.

Bewegung und die Pflege sozialer Kontakte trotz erheblichen Widerwillens wirkt sich positiv auf den Verlauf aus, daher bewege ich mich dieses Wochenende nach Leipzig um dort soziale Kontakte zu pflegen und mich noch ein letztes Mal volllaufen zu lassen noch ein letztes Gläschen Sekt zu trinken.

Prost November!

15.10.2009

Since we've no place to go: Let it snow, let it snow, let it snow.


Willkommen, Schnee.

Ich finde das Ganze ja gerade sehr gemütlich. Ganz im Gegensatz zu allen anderen, die sich heute mir gegenüber zum Wetter geäußert haben. Aber scheiß Wetter fordert wenigstens nicht dazu heraus, vor die Tür zu gehen, wenn man bereits hinter der Tür nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll.

Machen wir jetzt also Weihnachten. Zusammen mit aHa. Denn deren "Shadowside" passt in meinen Ohren unheimlich gut zu Großmutter's Kuscheldecke, dicken Wollsocken, Wärmflasche, Heißer Schokolade, Marzipan- Mandeln und Kulturdokus.



Spekulatius miteinander!

29.09.2009

Vergib mir Santa, denn ich habe gesündigt.


So lange es Deppen wie mich gibt, die den Kram auch schon im September kaufen, wird jener bereits im September in die Auslagen geworfen. Ich bin schuld.

Es schmeckt einfach zu gut zum Kaffee.

29.08.2009

Sport macht frei.


Hätten sie mir das vor 2 Jahren erzählt, ich hätte sie ausgelacht. Aber nun ist es endgültig wissenschaftlich belegt. Und mit "wissenschaftlich belegt" meine ich, dass ich es persönlich bestätigen kann. Sport macht frei.

Letzte Nacht bin ich 4:45 aufgewacht, lag dann 2 Stunden in einem Anfall von "Ist ganz alleine wohnen wirklich das Richtige für mich?" wach und schlief erst wieder ein, nachdem ich mich im Morgengrauen ins Wohnzimmer auf die ultrabequeme Couch des Mitbewohners verlagert und Spongebob eingeschaltet hatte.

Jetzt, nach einer Stunde Power- Aerobic merke ich davon nichts mehr. Mag sein, dass es an der lieben Sonne liegt, denn wenn es dunkelt, sehe ich grundsätzlich alles bekümmerter als bei Tageslicht, aber der Sport hat seinen Teil beigetragen.

Sogar ein Kompliment gab's. Nachdem mir beim letzten Power- Stretching schon attestiert wurde, wie schön ich meine gestreckten Arme hinter'm Rücken anheben kann (bei über Kreuz verschränkten Händen und gestreckter Wirbelsäule- probieren sie mal- tut ab einem gewissen Winkel weh), lobte mich der sympathische Trainingsbeauftragte, der heimlich durch's Fenster geschielt hatte heute, wie schön und sauber ich meine Beine in die Luft bekomme. Welche Übung auch immer er meinte.

Beine in die Luft in deinen Träumen, alter Charmeur.

*freu*

Jetzt aber mal produktiv sein hier.

Treibt Sport!

26.08.2009

Zum Runterkommen.


Der allwissende Rich Rubin wusste unter anderem auch, wer das Gedicht verfasst hat, das Henry Hübchen gegen Ende des Films "Whisky mit Wodka" auf einem Hubschrauberflug rezitierte:

Herbsttag

"Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.


Rainer Maria Rilke.

Was die Gefahr des unruhigen Wanderns in den Herbst angeht, fühle ich mich relativ sicher. Entsprechend beruhigt mich dieses Gedicht gerade ungemein.

Vielen Dank.

Zur musikalischen Untermalung Andy mit 'ner Klampfe aus dem schönen Trier, Gewinner des Golden Ticket beim Popstars- Casting in Stuttgart. Er bietet ihnen "Here comes the rain again" und "When you say nothing at all" dar, Letzteres zum Schluss im Duett mit Kate Hall. Wenn sie in der Lage sind, Detlef den Soost zu ignorieren, dann... ich möchte die Superlative nicht überstrapazieren.

Vielleicht hat er "den Glüch, Popstars zum gewinnen. Und zum werden."

Wobei ich ihm doch eher MySpace und ein Independent- Label ans Herz legen würde.

Skip to 1:15.



Sehr putzig auch, wie Alex Christensen die kleine Blonde bei 1:53 ausbremst.

17.08.2009

The Body, Mind and Life Shaping Week 2009 - End Results.

[Wir sehen einfach zu gut aus miteinander - Mein verfrühtes Einzugsgeschenk von Mitbewohni und ich, verliebt wie eh und jeh.]

Wir erinnern uns also noch einmal zurück an meine ursprüngliche Zielstellung:

  • Beweis, dass ich meinen Alkoholismus noch im Griff habe, wenn ich möchte, ist erbracht.
  • Nichtrauchen ebenfalls eine Woche durchgehalten, ärgerlicherweise habe ich aber nach wie vor Appetit auf einen Kaffee und eine Zigarette dazu.
  • Sportroutine hat bis auf die morgendlichen Crunches und Push Ups nicht wirklich eine stattgefunden. Ist allerdings auch schwierig mit Routinen zu arbeiten, besonders im Schichtdienst. Mein Fahrrad nutze ich ja bereits exzessiv, dazu täglich kleine Trainingseinheiten, mehr Kontur wird halt nicht.
  • Allgemeine Disziplin hat sehr gut funktioniert, schlummert also in mir und muss nur aktiviert werden.
  • Zum Antrainieren des Lesens benötige ich wahrscheinlich eine eigene Projektwoche, in der ich dafür den Sport weglasse.
  • Und vieles mehr eher auch nicht, aber der Urlaub ist noch jung.
Mir ging es ja wirklich in erster Linie um die 7 alkoholfreien Tage, dieses Ziel habe ich erreicht. Und angesichts der Tatsache, dass Alkohol die große Liebe meines Lebens ist, hatte ich mir das Ganze wesentlich schwieriger vorgestellt. Vielleicht werden es ja auch noch ein paar mehr alkoholfreie Tage dieses Jahr.

In Sachen Lesen uvm. war wohl das Hauptproblem, dass ich TV und Internet doch nicht so extrem eingeschränkt habe, wie ich es eigentlich wollte - sinnvolle Freizeitgestaltung wird also der Hauptschwerpunkt der nun folgenden...:

...Body, Mind and Life Shaping Week 2009 - The Light Version! Ja, ganz recht. Keine Angst, ich werde nicht täglich Bericht erstatten.

Ich muss mich jetzt einfach mal zusammenreißen, den Computer abschalten und meine Stapel von Listen und Notizzetteln auf einen Haufen werfen und anzünden irgendwie systematisieren und dann läuft das.

Step by Step ernährt sich das Squirrel.

Power!

Body, Mind and Life Shaping - Day 7.


Und schon war's wieder vorbei.

Gefahrensituationskomplex Stauseebad Cossebaude mit einer Exfreundin und einem Exfreund bravourös gemeistert wie auch die letzten sechs Tage. Wäre ja noch schöner gewesen, hätte ich am letzten Tag geschwächelt. Mit Sport war entsprechend des Badeausflugs nicht all zu viel los und auch gesunde Ernährung hatten die dort am Kiosk nicht, aber so lange die Waage mich nicht mahnt, dürfen es zum Sonntag auch mal Spirelli mit Tomatensoße und Käse und hinterher ein Eis sein. Schließlich zieht auch der durchtrainierteste Athlet Fresse, wenn sein Körper keine Glückshormone mehr produziert.

Der alkoholfreie Sekt von Light Live zur Feier des Wochenabschlusses hat erstaunlich gut geschmeckt. Eigentlich hatte ich auch überlegt, mich Punkt 12 mit einer Zigarette und einem Glas Vodka auf den Balkon zu setzen, habe es dann aber doch gelassen.

Und heute früh wieder meine Bauchübungen gemacht. Und Obst gegessen. Und Gemüse. Und später fahre ich mit Mutti und den Rädern nach Pirna.

Body, Mind and Life Shaping als System des lebenslangen Lernens... Es geht weiter ;)