Gestern Abend stand emotionaler Absturz auf dem Plan. Vorangekündigt und unausweichlich. Doch glücklicherweise wichtelte mir just an diesem Abend der Zufall Elias and the Wizzkids (Homepage | MySpace | LastFM) in den schwedischen Studentenclub. Ich hätte die ja gar nicht gekannt, aber meine Cousine meinte, da müssten wir hin, also gingen wir hin und tanzten, was unsere müden Körper hergaben. Fabelhaft.
Sehr charmant präsentierte sich auch die Band, die ihre CDs nach dem Auftritt eigenhändig am bereitgestellten Klapptisch an die Person brachte und deren Drummer sich sogar noch unter die tanzenden Stundenten mischte - es hatte direkt etwas Familiäres.
Den emotionalen Absturz konnte das zwar letztlich auch nicht aufhalten, aber immerhin angenehm abfedern. Livemusik und Spendrups - die Kombination muss ich mir merken.
Das Ranking als Form der besseren Strukturierung hat sich eigentlich bewährt, oder?
Hier also meine Top 42 10:
10. Das Programm auf dem Altmarkt. Bis jetzt fand' ich das Bühnenprogramm jedes Jahr äußerst mäßig. Tragische Tiefpunkte unter anderem Hella von Sinnens Nichterscheinen, wofür ja aber der CSD nichts konnte, oder auch die schwangere Sängerin vor 2 oder 3 Jahren, die um's Verrecken keinen Ton traf. Aber dieses Jahr war es direkt mal angenehm. Nicht, dass ich dem Bühnenprogramm viel Beachtung geschenkt hätte, aber die paar Fetzen, die ich mitbekommen habe, fand ich sehr hübsch.
09. Hadouken. Wurde ja neulich am Stehtresen 2.0 ans Herz gelegt, hab' ich mir mal deren MySpace angeschaut und war hin und weg von "Get smashed gate crash". Das lief dann gestern bei mir. Oft.
"Welcome to our world, we are the wasted youth, and we are the future too."
08. Das Wetter. Wir homosexuellen Demonstranten können ja grundsätzlich mit jedem Wetter, aber wenn die Sonne so scheint wie gestern, kommen natürlich auch mehr Mitläufer aller Orientierungen und auf der Brühlschen Terasse stehen dann auch noch mehr Rentner, die mit dem Finger zeigen. Herrlich.
07. Das Bier. Der Westbesuch kam auf die witzige Idee, mich mal durchzählen zu lassen, wie viele Biere ich seit Freitag Abend getrunken habe. Ich kam bei 26 raus. Da war das Letzte aber noch lange nicht getrunken. Zu meiner Verteidigung: Die 0,33er- Flaschen zählen auch als 1. *räusper*
06. Thor Steinar hat auch mitgefeiert. Mir ging der Mund bald nicht mehr zu, als auf dem Altmarkt auf einmal ein sonnengelbes Thor Steinar- Polo meinen Weg kreuzte. Aber da Thor Steinar ja nun nicht mehr in arischer Hand ist, habe ich davon abgesehen, zu spucken.
05. Meine Katja war da! Ich habe da ja auch ein paar Hetero- Freundinnen, die können sich nicht im Geringsten für den CSD begeistern. Die Katja schon. Find' ich gut.
04. Westbesuch war da! Mitbewohni hat mir erklärt, wie es zu diesem Spontanbesuch kam, ich habe es nicht verstanden, ist aber auch egal, denn Westbesuch war da! Westbesuch hat einfach sowas Magisches, da macht gleich alles doppelt Spaß.
03. Den Abschluss der CSD- Party gab Beyoncé mit "Halo". Nach andauerndem Alkohol- Abusus morgens um 5 auf einem grenzleeren Dancefloor ein extralaut gedrehtes "Halo", das ist was ganz Besonderes.
02. Meine Stimmung. Wie bereits erwähnt, war ich sehr stolz, wie gut ich mich als frisch unfreiwilliger Single geschlagen habe. Vor allem wenn man bedenkt, wie dramatisch ich ja gern mal werde. Zwischendurch zwar mal den ein oder anderen Moment gehabt, aber die habe ich allesamt weggetanzt. Ich habe viel getanzt gestern. Ich glaube, mein enorm erhöhter Bewegungsdrang ging dem Westbesuch gegen Ende des Abends ein bisschen auf den Keks. Er hat trotzdem gaylächelt. Machste nix.
01. Tanzen zu ebenfalls bereits erwähntem "When love takes over" in einer komplett leeren weil noch geschlossenen Spinnerei. Beyoncé war auch gut, aber diesen Dancefloor musste ich mir mit einigen Artgenossen teilen. Zu Kelly Rowland dagegen fegte ich ganz allein übers Holz unter der Discokugel. Es war ein Traum.
Auf der Schattenseite habe ich jetzt einen Sonnenbrand, einen beeindruckenden postalkoholischen Tremor und war trennungsbedingt nicht auf der Queerbeats, so dass ich auch ihn leider nicht gesehen habe, aber die Sonnenseite überwiegt dann doch.
Britney sagte Riesa damals ab, Barack war tatsächlich da. In meinem bescheidenen Städtl. Um die Kirche zu besichtigen, in der mein Urgroßvater Alfred Hottinger als letzter Organist vor der Zerstörung an den Reglern stand, und in der seine Tochter - meine kleine Omi - ihren ersten Mann heiratete. Barack, du darfst jetzt "you" zu mir sagen.
[Obama, Barack. Gleich links neben uns Bundesangela in fröhlichem Bananengelb.]
Als Barack Obama durch Dresden in Richtung Frauenkirche flanierte, saß ich allerdings noch in der Uniklinik fest, nur um nach erneuten 4 Stunden zu erfahren, dass man nicht so richtig sagen kann, was es ist, und dass ich Schmerzmittel 1, Krampfmittel 1 und Krampfmittel 2 erstmal über's Wochenende nehmen soll, um zu schauen, wie sich's entwickelt. Zwar hat mich der gutaussehende Urologe heute nochmal unten angefasst, und der Chirurg, der mir dann auch nochmal auf dem Bauch rumgedrückt hat, war fast noch schöner, aber irgendwie hat mich das heute nicht getröstet.
Und als ich dann endlich am Altmarkt war, saß mein Freund Barack schon im Hubschrauber nach Buchenwald. Und all seine Fans waren ihm offensichtlich nachgereist, denn am Altmarkt stand keine Sau.
Trotzdem hübsch: Der Jazz- Chor des St. Benno- Gymnasium Dresden, Thomas Stelzer und die Gospel Passengers und auch für Cheerleading kann ich mich ja immer wieder begeistern. Und weißte, wer noch da war? Die Orosz'n! Und weil die "[...] ja nun so ganz livehaftig am großen Mann der Welt gewesen war." (Klaus Dieter Lindeck), war es fast, als wär's der Leibhaftige gewesen, da vorn auf der Bierzeltbühne.
Bier und festem Freund sei Dank hatte ich einen sehr schönen Nachmittag. Und bin jetzt stolzer Besitzer der Obama- in- Dresden- Briefmarken- Sonderedition samt Ersttagskarte. "Für den Versand in Ostdeutschland".
Wollte ich also heute bei meiner Mutti nochmal die Blumen gießen, schob das aber ewig vor mir her bis ich mich schließlich 18:45 doch mal aufs Fahrrad setzte und losfuhr. Kaum das Fahrrad aus dem Keller, ging es so *schütt* und ich so *och nee* und der Regen so *schütt* und ich so *bäh* [...] Der Klassiker halt.
Habe ich also klatschnass Mutters Blumen gegossen, bin klatschnass wieder nach Hause gefahren, habe meine klatschnasse Kleidung aufgehängt, mich heiß geduscht, dann in bequeme Kleidung geworfen und den Fön angeschmissen und es war herrlich.
Was mich dann wieder daran erinnert hat, dass ich das früher mal gezielt gemacht habe. Als ich mit Mutti auf der Blochmannstraße gewohnt habe, also vor guten zehn Jahren, bin ich regelmäßig zu Regengüssen vor die Tür gerannt und habe mich beregnen lassen, nur um dann die post- guss'sche Gemütlichkeit genießen zu können. Ich hatte ein bisschen einen an der Waffel damals.
Irgendwie gefällt mir diese Idee als gezielte, kostenfreie Möglichkeit zur Pflege der Psychohygiene jetzt wieder. Regengüsse der Zukunft, ich komme.
Daher mein Aufruf: Wenn sie Zeit haben, stellen sie sich doch mal in den Regen!
Hier ein Beispiel, wie nicht:
Und hier richtig:
So. Da haben wir aber viel gepostet heute. Allgemein diesen Monat. Mehr Einträge als Tage. Das gab's lange nicht mehr. Kommt trotzdem nicht an letzten Mai ran, aber es wird.
Alles Gute zum Zweiten, liebe Disko Total! Auf deiner Geburts- Party war ich noch Fotograf. It's been a long time.
Der Abend begann schon gut, als das Türstehpersonal von der kleinen Chica vor mir und dem kleinen Proll hinter mir den Ausweis sehen wollte, von mir aber nicht. Normalerweise betrübt es mich ja, wenn man mir mein Alter ansieht, aber in diesem konkreten Einzelfall war ich froh, als Erwachsener erkannt zu werden. Woran man merkt, dass man alt wird, Teil 2903.
Dass die Musik großartig war, konnte ich daraus ableiten, dass ich im Handy keinen Platz mehr hatte, um alle Titel zu notieren, die ich mir merken wollte. Titel im Handy notieren war allerdings auch nur eine Nebenbeschäftigung, denn Tina und ich sind abgegangen, als gäb's kein Morgen mehr. Momentan habe ich keine Stimme.
Eins bloß:
Liebe Stehheten,
warum bezahlt ihr Geld für eine explizit tanzbezogene Veranstaltung, um dann auf der Mitte des Main- Floors zu stehen wie tot, doof zu glotzen und dann auch noch dumm zu tun, wenn euch ein motivierter Tanzgast aus Versehen anrempelt?
Was die dort gestanden haben, das ging wirklich gar nicht. Hauptsache, die Sonnenbrille sitzt. Fußlahmes Pack.
Jedesmal, wenn ich diese verfluchten Party- Knutscher sehe, zetere ich so lange über sie, bis sie endlich mein Blickfeld geräumt haben, und dann werde ich selbst zu einem. Wie inkonsequent. Aber ich wollte schon immer mal zu einem dieser romantischen Songs knutschen. Und wenn dann "So sick" und Traumalied Nummer 1, "Cry me a river" direkt hintereinander laufen, kann ich mich nicht mehr bremsen. Für die paar Stunden davor habe ich leider keine Ausrede. Was ich gerade alles nicht beschreien möchte, es ist fabelhaft.
Die Musik zur DiscoWoanders war wieder sehr durcheinander und wieder größtenteils sehr angenehm durcheinander, die vier Schlager gingen allerdings gar nicht. Aber für Songs wie oben genannte und gleich hinterher noch ein geschmeidiges "Umbrella" muss man dieses Opfer halt bringen. Bin auch nach meinem zweiten Besuch noch sehr angetan.
Und als Randnotiz: Niedliche Noten in meiner Headline, oder? Habe nämlich heute endlich heraus bekommen, dass die ehemalige Zeichentabelle im aktuellen Jahrtausend Charmap heißt. Kein Wunder, wenn ich unter "Zeichentabelle" einen Scheiß finde in diesem Computer.
Wenn man 7 Tage Dienst hat, hat man nicht zwangsläufig Lust, am Abend noch was zu posten. Deswegen hier die Meilensteine der letzten Woche, die in all der Werktätigkeit ein bisschen zu kurz gekommen sind:
Der eineinhalbte Geburtstag des großartigsten Kindes der Welt am 24.04.2009. Wir haben zwar nicht gefeiert, aber wenn man auf der Neugeborenen- Station arbeitet und dann mal vergleicht, ist es schon beeindruckend, wie die Zeit rennt.
Der vierteljahrhundertste Geburtstag der besten Freundin F. am 26.04.2009. Die Zeit rennt, siehe oben.
Das einmonatige Nichtraucher- Jubiläum am 19.04.2009. Ich ziehe das ja nicht zu 100% konsequent durch und habe auch gar nicht den Ehrgeiz, das zu tun, so dass es im Zeitraum vom 19.03. bis 19.04. trotzdem 5 Zigaretten waren, aber damit habe ich mein Ziel, mir keine Zigaretten mehr zu kaufen, erreicht. Mission accomplished.
Mein erster Besuch im Fitnessclub nach 3 Wochen fußschmerzbedingter Sportpause am 24.04.2009. Fuß geht wieder halbwegs- 4,5 km und 841 kcal in 60 Minuten auf dem Crosstrainer gingen wie von allein- die Geräte dagegen waren keine so gute Idee. Meine Arme tun weh.
Und über das Wetter (siehe oben) müssen wir glaub' ich nicht reden. André feini.
Das ist das Schöne an einem Platz auf der Gästeliste- man geht halt mal hin, kost' ja nix. Und wenn dann noch "+1" neben meinem Namen steht, ergibt sich dann und wann (lies: gestern) sogar die Gelegenheit, einem wunderschönen, jungen Mann eine Freude zu machen. Danke, lieber Mitbewohner :)
Mein erster Besuch der Disco woAnders war wider Erwarten sehr schön. W. war wieder da, und auch sonst waren viele junge Männer da, die ich schon seit Ewigkeiten auf keiner Party mehr getroffen habe... Bisschen wie schwules Klassentreffen... Kommt man nur rein, wenn man mal ein DBNA- Profil hatte... Ein weiteres Zeichen dafür, dass ich inzwischen nicht mehr der jüngsten Generation angehöre, aber woAnders ist das ein Qualitätsmerkmal. So sexy die neue Generation (Gangsta- Pimp oder Emo) auch ist, ich pass' da einfach nicht rein.
Zur Think Pink, zur sHe- Party und woAnders sogar bis zum Schluss (7:00/ 5:00/ 5:00) durchgehalten, was für mich eigentlich ungewöhnlich ist - es muss wohl wirklich an der lieben Sonne liegen. Bin begeistert.
Wenn wir jetzt noch dieses dämliche Homoportal zum Laufen kriegen, könnte ich meine neuen Bekanntschaften auch ausbauen. *argh* Verzeihung Homoportal. Ich mein's nicht so.
Update 1 - 1 Tag später
Ich mein's doch so. Warum läuft der Dreck nach wie vor nicht? Wie haben die Männer das früher eigentlich gemacht? Ugh..
Update 2 - 2 Tage später
Sitz' ich also so auf meiner Couch und führe mit mir ein Gespräch darüber, welche Vorteile es haben könnte, nicht mehr mit der Gay- Community verbunden zu sein, und an der Tatsache, nur noch von externen Computern auf Gayromeo zugreifen zu können, finde ich tatsächlich Gefallen:
Erstens habe ich keine Zeit mehr, mich einfach einzuloggen und stundenlang zu warten, dass mir jemand schreibt, was ja doch nie der Fall ist- ich wäre also quasi aufgrund der äußeren Umstände gezwungen, mal selbst aktiv zu werden und
Zweitens habe ich keine Zeit mehr, ewig smalltalkig um den heißen Brei zu reden- ich wäre also quasi aufgrund der äußeren Umstände gezwungen, mal auf den Punkt zu kommen.
Setz' ich mich also an den Computer und klicke nur so zum Spaß mal wieder auf den Reload- Button, funktioniert Gayromeo wieder. Nach 2 Tagen. In denen ich nur angepisst war. Und nie versucht habe, das Gute beziehungsweise eine Chance daran zu sehen. Und als ich mich endlich konstruktiv mit der Hürde auseinander setze, ist die Hürde verschwunden. Es ist mir ja ein bisschen arg blöd, dass schwule Kontaktportal als Metapher zu nutzen, aber Anwendungsmöglichkeiten auf das Leben im Groben und Ganzen und allgemein sind nicht von der Hand zu weisen... Mir war nur neu, dass das Schicksal auch Einfluss auf die neuen Medien hat.
Jede Woche schreibt mir DNA einen Newsletter und es ist immer wieder schön.
Oben zu sehen Parker Hurley, der auch so schon derbe was hermacht und aufgrund seiner Tattoos einen Platz in meiner persönlichen Hall of Fame bekommt. Ich bin mir immernoch nicht sicher, ob die permanent sind, laut eigenen Angaben sind sie es. Ich überlege ernsthaft, mir diese Vögel tätowieren zu lassen, sobald ich ein paar Mark übrig habe.
Für Freunde der voll frontalen Darstellung des männlichen Körpers unten abgebildet außerdem Jamie Monas, der zwar gesichtsmäßig nicht all zu viel hergibt, aber auf diesen Bildern zumindest auf mich trotzdem stark tachypnoes wirkt. Keine Ahnung ob man das überhaupt als Adjektiv verwenden kann.
Aber was helfen dir all die schönen Männer im DNA- Newsletter, wenn du dann doch allein zu Hause sitzt, fragen sie? Druckst du sie aus, um mit ihren Bildern spazieren zu gehen, den Sonnenuntergang anzuschauen und sie innig zu küssen, bis das Papier durch ist?
Ja. Nicht direkt, aber klein F. meldet sich nicht. Gestern tanzte er auf der sHe- Party, grüßte mich aber nicht. Im Gegensatz zu seiner Freundin... Go figure... Ähnlich kommunikativ war J., einzig W. präsentierte sich als der ultimative Traummann, aber leider Gottes passe ich in ihn zweimal rein. Altersmäßig. Er sucht glaub' ich eh was anderes als ich.. Ich weiß doch auch nicht, was ich noch machen soll.
Vielleicht 4 Vögel auf den Bauch tätowieren lassen?
Gestern Abend dann Think Pink's dritten Geburtstag gefeiert und es war wundervoll. Die 3 Erkenntnisse des Abends:
Die schlechtesten Tänzer erkennt man an der Stange. Ich verstehe das nicht. Was die dort an dieser Stange zusammengetanzt haben, das war albern und peinlich. Und tat weh. Im übertragen Sinne wie auch wortwörtlich. Sehr schwungvoll das Ganze.
Mein Musikgeschmack ist scheinbar noch mehr Mainstream als bisher angenommen, denn während ich zu "Vicious Love" und "Loneliness" abgegangen bin, als gäb's kein Morgen mehr, standen andere gesichtsneutral in der Ecke und beklagten, dass die Party "subkulturmäßig" ja nich' so doll sei...
Meine rechte Hand kann nicht tanzen. Sie hat es einfach nie gelernt. Sie musste immer das Bier halten. Ehrlich. Ich habe gestern mal versucht, mit der linken Hand das Bier zu halten, aber meine rechte Hand hing da wie tot. Sie wusste nicht wohin.
Getanzt haben wir bis zum bitteren Ende, so dass die Think Pink gleichzeitig die erste Party in diesem Jahr wurde, die ich bei strahlender Sonne verlassen habe. Zu Hause dann noch einen Absinth Tonic getrunken und heute 15:48 aufgewacht. Keine Kopfschmerzen, nix. Also noch flott an die Elbe geworfen, 2 Stunden Direktsonne abgefasst und fast geweint vor Glück, weil alles so schön ist wenn die Sonne scheint. Ich übertreibe nicht. Es ist unglaublich, was die Sonne mit meiner Stimmung macht. Meine Tante meint, ich wäre besessen..
Ob es apathischer Oma in Sonne auch so geht? Is'n Insider... müssen sie jetzt nicht lachen... aber ich krieg keine Luft mehr...
Außerdem gestern Mittag noch ehemalige Kollegen im Pro Seniore besuchen gewesen, was sehr schön war, jetzt muss sich nur noch der schöne F. melden, mit dem mich oben abgebildeter Westbesuch gestern verkuppelt hat, dann sind wir perfekt hier.
...und dann wieder raus in den Frühling. Von meinem Fuß, der trotz Krücken und Bandage nicht unbedingt besser wird, lasse ich mich nicht bremsen. Die Sonne strahlt einfach zu fordernd. Und Fahrrad fahren ist schmerzfrei.
Eigentlich wollte ich mehr schreiben. Eigentlich wollte ich auch meine Vögel sauber machen. Eigentlich wollte ich auch meinen Freunden eine Oster- SMS schicken. Allen beiden. Eigentlich wollte ich auch im Frühling in einer festen Partnerschaft sein.
Von meinen Metatarsus- Schmerzen hatte ich ja bereits kürzlich erzählt und gestern hab' ich mir dann doch mal einen Arztbesuch gegönnt. Diese Pissnelke von Fuß muss natürlich pünktlich zum Beginn des neuen Quartals krank werden, so dass ich bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr 10 Euro für meine gesundheitliche Versorgung legen durfte, aber immerhin ging's flott. Erst hatte ich befürchtet, meinen halben Samstag beim kassenärztlichen Bereitschaftsdienst verbringen zu dürfen, aber die Massen verkniffen dreinblickender Schatten ihrer Selbst wollten alle zum Allgemeinmediziner. Grüne Welle zum chirurgischen Beratungsstuhl. Ich also rein, Problem geschildert, Doktor guckt sich die Füße an und *plöpp* - Unterarmgaystützen!
Ich hatte mir das ganze allerdings ein bisschen unterhaltsamer vorgestellt. Haben sie eine Vorstellung, wie weh einem die Handballen nach nur 10 Minuten Unterarmgaystützlauf tun? Nein? Sehr. Ich zieh das jetzt trotzdem durch. Die Leute drehen sich nach mir um. Meinen liebsten Kommentar bisher gab ein kleines Mädchen auf dem Arm ihrer Mutter ab: "Guck mal Mami, der Onkel hat Rollschuhe!" Ich denke, dass sie die Krücken mit Behinderung und Behinderung mit Rollstuhl assoziiert hat, und dann wurden aus dem Rollstuhl Rollschuhe.
Ist aber eigentlich auch egal, den Rest meines Heimwegs habe ich gelacht wie ein Spargel auf Urlaub.
Stecke gerade wieder in einer kreativen Sickergrube, was höchstwahrscheinlich an der Komplexklausur über's Luftholen zum Themenbereich der respiratorischen Erkrankungen und der Klassenarbeit über's Kacken zu Anatomie, Physiologie und Pflege im Bereich der Verdauung und Ausscheidung nächste Woche liegt, und wenn man sich Stunden durch verrückte Blogs mit bunten Bildern klickt, wird's auch nicht unbedingt besser. Deswegen ein Nackedei und Garfield. Das geht zur Not immer.
Seit nunmehr einer Woche habe ich starke Schmerzen im Articulatio talocalcaneonavicularis und den Ossa metatarsi sinister (such..), habe aber keine Zeit, zum Arzt zu hinken, falls also einer zwei Unterarmgehstützen übrig hat... Ich würde gegen was Selbstgebasteltes tauschen.
Zum Mittagessen Kaninchenkeule mit Kartoffeln und Sauerkraut, zubereitet von den lieben Großeltern mütterlicherseits, danach zu Kaffee und Kuchen zu den lieben Großeltern väterlicherseits, nach Kaffee und Kuchen noch 2 Bier aus der Plastikflasche, zum Abendbrot selbst gemachtes Chop Suey, eine Stunde länger Licht, schöne Freesien in der Vase und ganz viel Survivor- so muss Leben sein.
Schade nur, dass man davon weder den Bauch weg bekommt, noch die Karriere voran treibt, noch Geld macht, aber einmal in der Woche darf man sich auch mal was gönnen. Ich sollte mich wieder stärker darauf besinnen, dass mir der Sonntag ursprünglich mal heilig war. Im agnostischen Sinne...
Frühlingsanfang gewesen heute. Nur für den Fall, dass es ihnen nicht direkt beim Blick aus dem Fenster aufgefallen ist. Hier in meiner kleinen, ostdeutschen Stadt ist er noch nicht so richtig angekommen, der liebe Frühling, aber es hätte schlimmer sein können. Immerhin schien die liebe Sonne durchgängig, und als ich zum Einkaufen in meinen neuen Lieblingslebensmitteltempel, das liebe Diska lief, warf ich einen frühlingshaft- langen Schatten. Und irgendwie war das ein Erlebnis. Ist 'ne Weile her, dass ich meinen Schatten das letzte Mal gesehen habe. War schön.
Den heutigen Abend dann sehr entspannt mit Klassenkameradin, Klassenkameradin's Lebensabschnittsgefährten, Vodka Tonic, Wasserpfeife und Sadé verbracht, das hat auch mal was. Gestern bei der sHe- Party von einer Gruppe übermotivierter Emos, speziell der kleinen Dicken mit dem Spongebob- Rucksack, über den Haufen getanzt worden, da macht sich so ein loungiger Abend als Ausgleich sehr hübsch.
Alles in allem bin ich zufrieden mit meinem individuell- persönlichen Frühlingsanfang, jetzt nur noch bisschen wärmer, damit ich endlich in den Groß- Gart'nischen Biergarten flipfloppen kann und schon habe ich vergessen, dass ich heute vor 3 Monaten noch in Depressionen feststeckte. Den Post über all das Elend, das meine Genesung behindert, lass' ich aus Prophylaxe- Gründen einfach mal stecken.
In diesem Sinne, jetzt noch 10mal "Every word" und dann Bett. Frühlingsschlaf ist der Schönste.
Bad und Flur sind geputzt. Vögel sind geputzt und versorgt. Aufwasch ist gemacht. Zimmer ist aufgeräumt und gesaugt. Tasche ist gepackt. Tickets sind ausgedruckt. Verpflegung ist geschmiert.
Dann los!
Heute extra nochmal die Haare schneiden lassen und meinen MP3- Player mit ausschließlich britischer Musik (Adele, Lily Allen, Fatboy Slim, Bloc Party, Duffy, The Smiths, Mutya Buena, Siobhan Donaghy) bestückt und nun muss nur noch der Bus kommen.
Los geht's morgen 10:15 ab Bahnhof Neustadt, 17:30 bin ich im Tempodrom zu "Holiday on Ice: Elements" angemeldet. "Bezaubernde Glitzerwelt auf Eis" urteilt die Ostsee- Zeitung. Na dann..
Ich will nichts versprechen, aber sowohl in meinen Hostels als auch in meiner Birminghamer Unterkunft kann ich aufs Internet zugreifen, eigentlich will ich mich zwischendurch mal melden.
Habe heute meinem Mitbewohner gesagt, dass ich gern ausziehen möchte. Auch hier erkennt nur der die Sensation, der mich und meine Mentalität kennt. Ich zittere immernoch ein bisschen. Aber das schlechte Gewissen wird sich legen.
Es ist ausgesprochen!
Darauf ein Bierchen und "Umbrella", diesmal von Scott Simmons. Dieser Song wird niemals schlecht.
Ich sprech' es jetzt mal aus, denn sonst wird das heute wieder nichts:
Ich fahre in den Urlaub!
Zwar will ich es nicht all zu laut beschreien, aber gebucht ist alles und wenn jetzt trotzdem noch irgendwas schief geht, dann soll es einfach so sein, lautes Beschreien macht dann keinen Unterschied mehr.
Wohin es geht, fragen sie?
Eine Freundin studiert derzeit in Birmingham, wo ich sie vom 25.- 28.02. besuchen werde, und um daraus eine ganze Urlaubswoche zu machen, verbringen ich vorher noch zwei Tage in Berlin (22./23.02.) und eineinhalb Tage in London (24./25.02). Auf der Rückfahrt verbringe ich noch eine Nacht und den darauf folgenden Tag bis zum Nachmittag in Berlin, so dass ich insgesamt vom 22.02. bis 01.03.09 unterwegs bin.
Bei der Urlaubsbeschreibung könnte man direkt denken, ich wäre hipp.
So viel zur Kurzfassung... Busfahrten, Flüge und Übernachtungen sind alle gebucht, die Details bin ich aktuell am Ausknobeln.
Bisher nur mit Berlin befasst, und die notierten Optionen sind:
Ich bin mir noch recht unschlüssig, was davon tatsächlich stattfinden wird. Hat also irgendjemand eine Meinung? Trendige Hauptstädter am Start? Lassen die mich beim GMF und in den Fate Club überhaupt rein? Will ich überhaupt reingelassen werden?
Fragen über Fragen, und London noch nichtmal angefangen. Die großen Londoner Attraktionen habe ich zwar alle schon gesehen, aber ich war noch nie mit Digitalkamera dort... Vielleicht einfach die nochmal abklappern. Die Street Art- Ausstellung in der Tate Modern ist ja leider nicht mehr.
Ich werde meine Recherchen nach einer kleinen Zwischenmahlzeit fortsetzen und diesen Post hier updaten, wenn's was Neues gibt.
Update:
Jetzt auch mal London geguckt und hauptsächlich werde ich mich wohl darauf beschränken, die großen Touristenattraktionen unsicher zu machen und eine Runde London Eye zu fahren. Wenn ich aus meinem Hostel falle, bin ich außerdem schon fast direkt im Hyde Park, da kann man sicher auch das ein oder andere, schöne Motiv finden.
...und alles weitere kann man gern auf diversen Wegen erfragen.
Mir wurde mal gesagt, dass ich immer den Eindruck mache, als wöllte ich nichts mit niemandem zu tun haben, dem ist nicht so! Freue mich dementsprechend über jedes Feedback, denn eigentlich bin ich sehr umgänglich.