28.03.2008

Geh wählen!

Von meinem neuen Reality- TV- Blog hatte ich ja schonmal erzählt, erst war er zweisprachig, dann wurde er einsprachig, und nun, da meine Recaps von Rock of Love und Flavor of Love woanders erscheinen, ist es nur noch ein Blog mit süße Typen drinne. Ein Rückschritt, möchte man meinen, aber es hat auch durchaus etwas erfüllendes, dem täglich mehrstündigen Durchforsten einschlägiger Seiten einen tatsächlichen Sinn zu geben.

Seit einer Woche bin ich jetzt also Wannabe Casting Director, jeden Tag gibt's einen neuen Boyfriend of the Minute und jede Woche wird der Boyfriend of the Week gewählt. Ich will ja nicht großkotzig klingen, aber es wurden schon 2 Stimmen abgegeben. Da entwickelt sich ein Empire.

Wohl eher nicht, aber wir machen das ja auch nur zum Spaß, sollte trotzdem jemand gewillt sein, seine Stimme abzugeben, würde ich mich sehr freuen, denn Spaß ist gut für die Nerven, und die haben ein bisschen Spaß nötig wie selten zuvor.

CLICK HERE TO VOTE / DRÜCKE HIER UM ZU WÄHLEN ;)

Topfpflanzenparty, Alter!

Kann man's lesen? Wenn nicht, bitte zum enlargen drauf clicken.

Hab' ich also in meinem österlichen Frühdienst in der Seniorenresidenz mal das hauseigene Journal durchgeblättert und dabei diesen wundervollen Artikel gefunden. Kurz nach 6 habe ich angefangen zu lachen, 14:00 Uhr ging ich, immernoch kichernd, nach Hause. Ein bisschen traurig ist es schon. Die Freuden des Alters...

"Helga, guck' ma' freundlisch!"

23.03.2008

Music Minute: Ich muss nochmal.

Eigentlich nicht sonderlich kreativ, einen Act in zwei Music Minutes hintereinander unterzubringen, aber ich muss hier einfach noch flott "Bad Girl" von Danity Kane nachwerfen. Das Album "Welcome to the Dollhouse" erscheint bei uns Anfang Mai, in den USA ist es allerdings schon am 18. März erschienen und "gestern" "ist" "das" "Päckchen" "meines" "US- Brieffreundes" "bei" "mir" "angekommen". Sehr schönes Album, aber gleich der erste Track nach der Intro ist der Beste, der Rest kann nicht ganz mithalten. Bad Girl featuring Missy Elliott. Geh' ich kaputt.

I'm wearing sunglasses at night. Besoffen. Gott sei Dank habe ich morgen keinen Frühdienst.. halt, Moment... doch.... verdammt.

22.03.2008

Fällt mir nichmal 'ne Headline 'zu ein.

Nie nie nie will ich mir europäische Filme im Kino ansehen. Erst recht keine Deutschen. Zu schwer, zu gewollt, zu bemüht, zu unspektakulär. Und jedes jedes jedes Mal verlasse ich das Kino, eines besseren belehrt. Ich vergess' das nur immer so schnell wieder.

Lädt mich Mutti zu Ostern ins Kino ein, wollte unbedingt "Die Welle" sehen. Konnte ich erstmal gar nichts damit verbinden, nach kurzer einführender Lektüre ist mir dann wieder eingefallen, dass Morton Rhues "The Wave", die Vorlage zum Film, das einzige Buch war, dass ich jemals für den Englisch- Unterricht gelesen habe. Eigentlich sollten wir es mit "Animal Farm" vergleichen, aber da musste es dann eine Kurzzusammenfassung tun. Man hat ja auch noch andere Hobbies. Und dunkel erinnerte ich, dass mich das Buch irgendwie beeindruckt hat.

"Die Welle" ist nun eine filmische Interpretation dieses Werkes. Jürgen Vogel ist Lehrer für Geschichte und Gemeinschaftskunde und in einer Projektwoche zu verschiedenen Herrschaftssystemen bekommt er die Autokratie zugeteilt. In einem einleitenden Gespräch mit den Schülern, die sich für sein Projekt eingeschrieben haben, fällt schnell die Behauptung, dass eine Diktatur in Deutschland heute nicht mehr möglich wäre. "Dafür sind wir zu aufgeklärt." In fesselnder Art und Weise widerlegt Jürgen Vogel diese These im Rahmen seines einwöchigen Projekts. Hier der Trailer.

Ich will nicht den kompletten Verlauf verraten.. Ich habe zweimal geweint und habe nicht mitgezählt, wie oft ich Gänsehaut hatte. Und geweint habe ich lange nicht mehr. Unheimlich talentierte Schauspieler und eine unheimlich beklemmende weil vollkommen realistische Geschichte. Ich bin durch den Wind. Es hätte vielleicht geholfen, hätte man hässlichere Darsteller gecastet, denn permanent zwischen amourösen Gefühlen (guckst du hier) und Betroffenheit zu schwanken ist auch schwierig. Aber die Botschaft kam trotzdem rüber.

Uniformität schafft Bequemlichkeit. Und Bequemlichkeit öffnet Unrecht und Wilkür alle Pforten. Ich glaube ich muss mal wieder an irgendeinem Protestmarsch teilnehmen. Und wegkommen von den gedämpften Farben.