19.05.2013

No air, no pride - that's why birds don't fly.


Ich hab' ein neues Notebook, und ich hab' 'ne neue Couch, und ich krieg's einfach nicht gebacken, hier mal einen Post zu zimmern, obwohl das Material direkt in meiner Stube steht. Fürchterlich. Aber was tun wir, wenn wir uns in einer kreativen Schaffenskrise befinden? Wir schauen ESC! ESC geht immer, und ESC liefert immer ab.



In diesem Jahr meine drei Favoriten "Birds" von Anouk für die Niederlande (oben das offizielle Video, hier die ESC-Performance), "O mie" von Aliona Moon für Moldawien und "Teardrops" von Emmelie de Forest für Dänemark, das mir in dieser Acoustic-Version hier aber noch wesentlich besser gefällt, als in seiner Bühnenfassung. Wobei ich auch da cudos für den Einsatz der Marschtrommeln geben muss. Marschtrommeln funktionieren immer. Fragen sie Florence Welch. Fragen sie Woodkid. Fragen sie nur nicht Ryan Dolan. Seine Trommeln waren wohl kaputt.



Der Sonderpreis für die lustigste Tanz-Performance geht an die belgischen Background-Tänzerinnen, die sich hinter Roberto Bellarosa dermaßen einen abgehampelt haben, dass mir vor Lachen fast die Möhre aus dem Mund gefallen wäre, die "Keine-Ahnung-Warum-Aber-Ich-Finds-Super"-Medaille geht an den rumänischen Eunuchen Countertenor Cezar, der mit ein bisschen WobWobWob im Übergang punkten konnte und die Scherpe für den schönsten Mann am Platz erhält in diesem Jahr Dániel Kövágó, der Gitarrist der ungarischen Kombo ByeAlex.



Und schließlich und endlich möchte ich noch den Ehrenpokal für besonders grundlose Lebensfreude, gepaart mit einem Spitzen-Mantra an das heitere "Alcohol is free" der griechischen Koza Mostra verleihen. Da weht der Wind der Hoffnung. Ich glaube, ich sollte wieder mehr Ouzo trinken.



*plöpp*

Kommentare:

Jooochen hat gesagt…

Bin gerade per Zufall auf diesen schönen Blog gestoßen und mußte schmunzeln...der Gitarrist von ByeAlex ist wohl nicht nur mir aufgefallen ;-)

original75 hat gesagt…

Der Gitarrist... wirklich das optische Highlight des Eurovision Song Contest 2013!

Holger hat gesagt…

Ja der Dániel Kövágó war schon ein optisches Highligt, ich fand aber auch das Schnittchen im Glaskasten aus Aserbaidschan und Ryan Dolan aus Irland sehr nett anzuschauen.

Musikalischer Favorit war bei uns aber der maltesische Kinderarzt Gianluca Bezzina und natürlich Cascada.

André hat gesagt…

Der Glaskasten-Junge und Ryan Dolan waren mir schon wieder viel zu glatt. Der Aserbaidschan'ische Hauptinterpret (wie hieß er noch?) ist ja auch relativ durchtrainiert, aber irgendwie habe ich mich an diesen rundgelutschten Burschen satt gesehen...

Cascada haben ihre Sache gut gemacht, und Natalie Horler ist eine unglaubliche Sympathieträgerin, aber die Nummer war wahrscheinlich wirklich zu nah dran an Loreen. Da kommt sich der gelehrte ESC-Zuschauer veralbert vor.

In erster Linie geht es ja aber ums Entertainment. Und das haben wir bekommen :D