30.12.2009

Auf Regen folgt Sonne - Happy 2010!


2009 ist rum. 2009 war großartig. 2009 war zum kotzen. 2009 war ein emotionales Chaos - ein Jahr wie kein anderes. Eigentlich ist ja kein Jahr, wie ein Zweites. Aber wirklich in Erinnerung bleiben einem Jahre als solche nur selten. 2002 war das letzte Jahr, das mir als prägend in Erinnerung blieb.

Entsprechend fällt es mir auch sehr schwer, das Jahr zusammen zu fassen.

Ohne Freud kein Leid. Ohne Leid keine Freud. Eine dümmliche Binsenweisheit der natürlichen Polarität der Gemütszustände, die ich dieses Jahr in einer vollkommen neuen Qualität kennen lernen durfte.

Schön war die Euphorie des Sommers. Überschäumendes Selbstbewusstsein, grenzenloser Tatendrang, ein bis dato unbekanntes Gefühl des Optimismus, unerschütterliche Ausgeglichenheit, die Freude am Banalen, Sonne im Herzen und ein bunter Regenbogen aus dem Po.

Nicht so schön war die Depression des Herbstes. Absolute Hoffnungslosigkeit, tiefe Verzweiflung, ein nie da gewesenes Gefühl der Minderwertigkeit, tägliche Heulkrämpfe, Panikattacken, innere Lähmung, soziale Isolation und der ehrliche Wunsch, zu sterben inklusive fertig formulierter Abschiedsposts.

Ich weiß durchaus, dass einige Leser mich bezüglich des zweiten Abschnittes nicht ernst nehmen. Ich genieße das ja schließlich und lege es förmlich darauf an. Ich lasse ihnen ihre Meinung und wünsche ihnen im Gegenzug einmal im Leben einen depressiven Ausfall. Ich zumindest habe gelernt, Menschen, die von sich sagen, sie würden unter Depressionen, Burn-Out oder dergleichen leiden, ernst zu nehmen, statt ihnen vorzuwerfen, sie wären einfach nur labil, faul oder leidensgeil.

Die mit Abstand erfreulichste Begebenheit dieses Jahres ereignete sich ungünstigerweise genau am Übergang von Phase Fröhlich zu Phase Suizidal - der 13. September 2009 - der Kuss. Würde ich an himmlische Kräfte glauben, ich wäre überzeugt, sie hätten mir einen Engel geschickt. Mich auszuhalten, vollkommen egal, wie lange es dauert und wie belastend ich auch bin.

Was ich diesbezüglich empfinde, lässt sich nicht formulieren. Ich habe es versucht und ich habe den Thesaurus bemüht, nichts würdigt auch nur annähernd das, was mir in den letzten Monaten gegeben wurde - aber ich glaube, du weißt, was ich sagen möchte ;-)

Was nehme ich mir also vor für's neue Jahr? Richtig. Nichts.

Meine Kopfärztin sagt, dass ich mich auf keinen Fall irgendeinem Druck aussetzen soll und dass sowohl die Erwartungen meiner Umwelt als auch meine eigenen Erwartungen an mich selbst für die nächsten Monate zweitrangig sein sollten. "Was nicht geht, das geht nicht, und wenn sie 20 Stunden schlafen wollen, dann schlafen sie 20 Stunden. Hätten sie ein gebrochenes Bein, könnten sie auch nicht einfach aufstehen und weitermachen."

Von diesen alltagsfernen Weisheiten hat sie noch viele mehr impetto, aber so ein kleines bisschen Wahrheit steckt in jedem lapidar daher gesagten Tröstverslein. Deswegen habe ich beschlossen, mir eine Leitfloskel aufzuerlegen:

Wer kämpft kann verlieren. Wer aufgibt, hat bereits verloren.
[Nach Brecht.]

Show must go on. Nützt ja nix..

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und denen, die es noch werden wollen einen geschmeidigen Rutsch und für das neue Jahr alles erdenklich Gute und die Erfüllung aller Wünsche, so unrealistisch sie auch sein mögen =)

I hope and pray I will always be enough for you.



Auch wenn DListed mich dazu erzogen hat, den Gayken und alles, was der Gayken tut, Panne zu finden, spricht mir dieser leider von ihm performte Song gerade aus der Seele.

Clay Aiken: Everything I have.

"I feel like I never measure up to who you see.
Sometimes I think I can't give you all the love you need.
You keep changing everyday,
Amazing me in everyway.

If I could be the perfect man in your eyes,
I would give all I'm worth to be a part of your life.
I could promise the world but it's out of my hands,
I can only give you everything I have.

I never dreamed I could ever feel the way I do,
I hope and pray I will always be enough for you.
I can only do my best.
I have to trust you with the rest.

If I could be the perfect man in your eyes,
I would give all I'm worth to be a part of your life.
I could promise the world but it's out of my hands,
I can only give you everything I have.

I promise I will hold you through the changes and fears
When life seems unclear.
And when I can't be right there with you,
I know there's angels by your side.

If I could be the perfect man in your eyes,
I would give all I'm worth to be a part of your life.
I could promise the world but it's out of my hands,
I can only give you everything.

If I could be the perfect man in your eyes,
I would give all I'm worth to be a part of your life.
I could promise the world but it's out of my hands,
I can only give you everything... I have."


Via Sambag's Blog.

Dagegen muss es doch eine App geben...


Whatever happened to GuysWithiPhones.com. [Link NSFW]

Wo man früher [Link NSFW] noch Komplexe bekam, weil die durchtrainierten Besitzer der ultimativen Telefone auch noch weitere, beeindruckende Assets ins Bild hielten (ich spreche vom Eames Lounge Chair links im Bild... *augenroll*), sehen Steve Jobs' Jünger inzwischen so aus.

Den Hottest Guy with an iPhone kenne ich Gott sei Dank persönlich, und er erinnert mich regelmäßig daran, dass der Besitz eines iPhones nach wie vor verdammt sexy sein kann.

Trotzdem bin ich froh, dass der junge Mann in der Mitte sich kein Siemens MC60 in den Schritt hält. Mit Telefonieren wär' sonst schwierig grad...

Zärtliche Cousinen.


Merke:

Möchtest du deinen scharfen Cousin ehelichen, kauf' dir 'ne Fahrkarte nach Vermont, Massachusetts, Connecticut, New Jersey oder Maryland.

Ich habe leider nur eine vollschlanke Cousine, die ich bitte nicht heiraten möchte.

Glückwunsch New Hampshire und Iowa (Iowa??).

Via FleshAddicted*.

27.12.2009

"Hast du TNT im Schlüpfer oder freust du dich nur, mich zu sehen?"



[Screenshot: web.de]

*pffff* ... *ahahahahahahahahaha*

Albern?

Na gut... Eigentlich wollte ich auch nur vermeiden, dass jetzt wochenlang Vic Chesnutt's Tod die Startseite anführt.

Um diesen geistigen Tiefflug wenigstens noch ein wenig klingen zu lassen, hier mein aktuell liebstes Live Lounge- Cover: "Uprising" by Muse, covered by The Veronicas. Ganz ganz toll.



Ansonsten lasse ich mich derzeit am liebsten von Althergebrachtem berieseln - mainstreamiger Black Music. Vielleicht auch, weil gerade jeder mainstreamige, blacke Sangeskünstler ein neues Album veröffentlicht. Ich komme mit dem Hören kaum hinterher.

Definitiv nichts falsch machen kann man aktuell mit Lil Wayne - "Forever" (Drake, Eminem, Kanye West, Lil Wayne), "Drop the world" (Eminem, Lil Wayne) und "Revolver" (Madonna, Lil Wayne) stehen bereits auf meiner Playlist 2010, die hoffentlich ihren Teil dazu beiträgt, dass wieder alles besser wird. Oder anders. Oder gewiss.

Und bis dem so ist, einfach ein bisschen lauter drehen.

...und Amy Winehouse lebt immernoch.




2009 nimmt wirklich nur die Besten.

Erst reißt es mein ehemaliges Mittelfeld- Ass Brittany Murphy im zarten Alter von 32 Jahren in die ewigen Jagdgründe und nun auch noch Vic Chesnutt. Beide waren verschreibungspflichtigen Medikamenten äußerst zugetan.

Ich sollte meine Tabletten vielleicht doch wieder absetzen...

"Everything occurs
like a blur.

Yesterday, tomorrow and today.
I am powerless,

set adrift.
Yesterday, tomorrow and today."

Rest in peace and prescription drug heaven.

23.12.2009

Have yourself a Merry little Christmas.


Vielen Dank erstmal für den Geburtstagsglückwunsch, André ;)

Dir und allen anderen, die sich darüber freuen und hier vor Weihnachten nochmal reinblättern, wünsche ich ein wunderschönes Weihnachtsfest, beschwingte und/ oder entspannte Feiertage und einen fußlahmen Grinch.

Habe mich heute entblödet, doch mal ein wenig Weihnachtsmusik in die Plattenteller zu spannen, aber da gibt es ja so viel Schönes - eine komplette Playlist wäre angesichts meines morgigen Frühdienstes jetzt doch zu aufwendig.

Entsprechend begnüge ich mich mit den Klassikern - Perry Como rauf und runter und dazwischen immer wieder "It's December" und "Hijo de la luna". Sagen sie nichts.

Melde mich vor Ablauf des Jahres wahrscheinlich nochmal mit den guten Vorsätzen.

Ho ho.. und so.

Sometimes you just have to get away with the girls.



Ich glaube, ich hatte schon einmal erwähnt, dass die große Hoffnung, an die ich mich derzeit klammere, die ist, dass im Mai 2010 alles besser wird. Und wenn nicht besser, dann wenigstens anders. Und wenn nicht besser und auch nicht anders, dann wenigstens gewiss.

Ein weiterer Grund, warum im Mai alles besser wird: Die heilige Bradshaw kehrt samt ihrer heiligen Helfer Hobbes, York und Jones zurück auf die Leinwand. Der Trailer gibt nicht all zu viel her, aber allein ihre Stimme wieder zu hören... macht froh. Ein bisschen.

10.12.2009

Es gibt Leute, denen geht es schlechter als mir. Heute: Oscar.


Wo ich aktuell nicht viel lache, geschweigedenn in Gelächter ausbreche - Oscar hat es mir heute angetan.

Oscar ist ein Kakadu. Oscar ist eine Frau. Und Oscar ist nackt. Oscar möchte das so, denn jede Feder, die ihm ihr wächst, stört ihn sie und wird entsprechend wieder gerupft.

Jetzt erzähl' mir nochmal einer, dass Vögel nicht putzig sind.

Sehr lustig auch Oscar's Betreuerin im ersten Video, als Oscar mit den Stummeln schlägt: "Ooh, you gonna fly away?"

Sing along..



???

...versteh' ich nicht. Heike Makatsch und Max Martin Schröder musizieren "Die schönsten Kinderlieder". Wozu? Rolf Zuckowski hat die doch alle schonmal gesungen. Schöner. Heike bleib' bei deinen Leisten.

Dann doch lieber den fabelhaften Soundtrack zu "Zweiohrküken".




Als Keri Hilson- Fan, Til Schweiger- Fan und Drag- Fan ist meine persönliche Nummer 1 selbstverständlich "I like" von Keri Hilson featuring Til Schweiger als wunderschöne Ginger Rogers, aber auch Jason Lytle (Homepage/ MySpace) kann ich wärmstens empfehlen.

Zum Soundtrack gibt es auch noch einen äußerst sympathischen Film, sehr hübsch für einen gemütlichen Abend, am allerschönsten zu zweit im warmen Kinosaal.



Tag 23 ohne Alkohol wird auch schon wieder finster. Eigentlich war er gar nicht hell. Noch 11 Tage bis zur Wintersonnenwende. Noch 141 Tage bis Mai.

04.12.2009

Der Schatten deiner Selbst..


"Hast du eigentlich eine Ahnung, wie es ist, nur noch mit dem Schatten der Frau zu leben, die man liebt?"

Den Satz fand ich tragisch.

"Helen hat all das wovon viele nur träumen - eine wunderbare Tochter, einen liebevollen Ehemann, sie hat Erfolg im Beruf und steht im Mittelpunkt eines großen Freundeskreises.

Doch als sie Depressionen bekommt, droht sie den Halt zu verlieren. Mann, Familie, Freundeskreis, es gibt niemanden, der sie auffangen könnte. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich von allen ab, die sie lieben. Nur zu einer geheimnisvollen jungen Frau fühlt sie sich hingezogen. Sie scheint ein ähnliches Schicksal zu haben - doch kann sie Helen helfen, ihre Krankheit zu besiegen?"
Nein, es war nicht meine Idee, diesen Film zu schauen. Ich war eingeladen. Schön war er trotzdem. Wobei "schön" vielleicht das falsche Wort ist. Schön echt. Ashley Judd als Helen sah sich sehr authentisch an.

Die Rolle der Mathilda (die geheimnisvolle junge Frau - Lauren Lee Smith) hätte man eventuell kleiner anlegen und stattdessen während der teilweise etwas in die Länge gezogenen 119 Minuten Laufzeit noch etwas tiefer in Helens Zerrissenheit eindringen können, aber alles in allem trotzdem sehr gelungen - wer sich für das Thema begeistern kann, dem sei der Film ans Herz gelegt.

Musikalisches Schmankerl: "No place to fall" von The Little Willies - im Trailer die Hintergrundmelodei, bei LastFM ohne Voice- over.

"I ain't much of a lover, it's true.
I'm here then I'm gone

and I'm forever blue.
But I'm sure wanting you."




29.11.2009

Welcome to a world without people.




National Geographic's "Aftermath: Population Zero". Hier in nicht all zu fabelhafter Qualität komplett bei YouTube. Mich fasziniert sowas. Vielleicht auch nur, weil ich die letzten Wochen die Staffeln 3 und 6 von Project Runway auswendig gelernt habe. Nach der 5ten Wiederholung ist es nur noch halb so unterhaltsam, Uli anzufeuern und sich über Irina zu empören. Wie auch immer...

Bild von mir (uns), um eine persönliche Note einzubringen:


[14.11.2009]

Und gut.

Melde mich wieder, wenn Land in Sicht ist.

13.11.2009

Die Sendung mit dem Ernie:
Berthold Heisterkamp erklärt Depression.


Ich war ja auch bei 'ner Ärztin. Und die hat gesagt, Depression ist 'ne ganz normale Krankheit. Wie Krebs.

Da fehlen dem Gehirn so'n paar Boten.
So Stoffe oder so. So genau weiß ich das auch nicht, was in meinem Kopf ist, jedenfalls fehlt bei mir das, was mir sagt, dass das alles nicht so düster ist, wie ich denke. Ja, das fehlt bei mir. Das is' doof, oder?

[...]

Psychisch krank ist genau so krank wie richtig krank! Ich krieg' da auch Medikamente!

"Kackstiefel."

Aus Stromberg S04E03, wem diese Serie nicht geläufig ist. Wenig wortelegant, dafür äußerst treffend und idiotensicher. Näheres entnehmen sie ihrer aktuellen Apotheken- Umschau. Entweder habe ich es vorher nur nicht wahrgenommen, oder das Thema wird saisonal bedingt wieder omnipräsent.

Bewegung und die Pflege sozialer Kontakte trotz erheblichen Widerwillens wirkt sich positiv auf den Verlauf aus, daher bewege ich mich dieses Wochenende nach Leipzig um dort soziale Kontakte zu pflegen und mich noch ein letztes Mal volllaufen zu lassen noch ein letztes Gläschen Sekt zu trinken.

Prost November!

11.11.2009

:'(


"Bayerns König, dem Herrn Ludwig
war nichts Böses zuzutraun.
Erstens war er nicht sehr mutig,
zweitens hielt er nichts von Fraun.

Er war überwiegend traurig
und ließ viele Schlösser baun,
teils sehr schön und teils sehr schaurig,
wie aus Marzipan gehaun.

Richard Wagner sagte später:
Er war König und Mäzen,
Lohengrin war er und Leda.
Letztlich war er schizophren.

Sein Psychiater, Herr von Gudden
hielt nichts von der Psychiatrie,
tauchte mit ihm in die Fluten
eines Sees: So starben sie."

["Ludwig II" von Kurt Bartsch, aus: "Ach Kerl, ich krieg' dich nicht aus meinem Kopf - Männerliebe in deutschen Gedichten des 20. Jahrhunderts."]

Ich finde, dieses Gedicht hat etwas Ergreifendes. Leider keinen engeren Bezug zu Robert Enke, aber durch die große Überschrift der Erlösung durch Freitod doch wieder themenbezogen.

Und wir lernen daraus:

Du kannst sein, wer du willst, wie du willst, für wen du willst - wenn dein Kopf dir sagt, dass du nichts bist, dann bist du nichts.

Robert Enke hinterlässt eine Ehefrau und eine Adoptivtochter in tiefer Trauer - und das sicher nicht mit Absicht.

Rest in peace and goalkeeping heaven.

[Dieser Post soll in keinster Weise zur Nachahmung animieren - für's Verständnis.]

06.11.2009

Die Sonne scheint..



Liebes Erfolgstagebuch,

heute konnte ich mich aufraffen, einem November- Sonnenuntergang am Elbufer beizuwohnen.

"Traurig sein hat keinen Sinn,
die Sonne scheint auch weiterhin.

Das macht den Schmerz ja so brutal,
die Sonne scheint, als wär' es ihr egal.

Und ob man schwitz, und ob man friert,
und ob man den Verstand verliert,

ob man allein im Dreck krepiert,
die Sonne scheint, als wäre nichts passiert.

[...]

Es ist nicht wie im Film, man kann nicht einfach gehn'.
Man kann auch nicht zurückspul'n, um das Ende nicht zu seh'n."

26.10.2009

Zum Hellen Denken.


Damit ich mal was poste.

Die liebe Sonne heute Morgen, betrachtet von meinem Balkon. War schön zu sehen, und auch das bunte Laub an der Elbe kommt irgendwie schöner in Nachmittagssonne als in Nebelschwaden.

Und sogar richtig grün ist es nochmal geworden in der idyllischen Johannstadt: Der Prozess gegen Alex W., der von 200 Polizeibeamten und mindestens genau so vielen Einsatzfahrzeugen begleitet wird, findet drei Schritte entfernt von meiner Haustür, direkt an meinem täglichen Arbeitsweg statt.

Das gibt Atmosphäre. Der güldene Herbst.

20.10.2009

So long...

...sollte der Post eigentlich überschrieben sein. Unterstützt mit dem Bild "Forcing a smile and waving goodbye".

Anlässlich des dritten Geburtstags meines Blogs wollte ich mich vorerst beurlauben.

Doch nachdem ich meinen Post (NSF Frustkritiker) dreimal gelesen hatte, fand ich diese Idee, die nun eigentlich schon seit einer Woche gereift war, doch wieder blöd. Denn einer der Faktoren, die mich seit Anfang dieses Jahres in mein sommerliches Stimmungshoch gebracht hatten, war das Posten. Und ins Online- Tagebuch gehört nunmal der komplette Verlauf.

Will nur sagen:

Eine Post- Dichte wie im Sommer ist hier die kommenden Monate keinesfalls zu erwarten. Dass mir das keiner krumm nimmt. Aber das dürfte ja bereits aufgefallen sein.

Statt aber einfach hinzuschmeißen, werde ich versuchen, mein kleines, buntes Schreibheft hier nach Möglichkeit am Laufen zu halten. Denn "Blog hinschmeißen" lässt sich im hellen Denken definitiv nicht als Erfolgserlebnis abrechnen.

Prost derweile, und Happy Blogday, Babyblog!

15.10.2009

Since we've no place to go: Let it snow, let it snow, let it snow.


Willkommen, Schnee.

Ich finde das Ganze ja gerade sehr gemütlich. Ganz im Gegensatz zu allen anderen, die sich heute mir gegenüber zum Wetter geäußert haben. Aber scheiß Wetter fordert wenigstens nicht dazu heraus, vor die Tür zu gehen, wenn man bereits hinter der Tür nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll.

Machen wir jetzt also Weihnachten. Zusammen mit aHa. Denn deren "Shadowside" passt in meinen Ohren unheimlich gut zu Großmutter's Kuscheldecke, dicken Wollsocken, Wärmflasche, Heißer Schokolade, Marzipan- Mandeln und Kulturdokus.



Spekulatius miteinander!

May I introduce: Die Pfotenhauer DVD- Wand.


Es wurde gebohrt. Im ersten Anlauf hatte es mit dem normalen Bohrer nicht funktioniert, deswegen gestern Bohrhammer- Einsatz mit dem schönen Ergebnis einer DVD- Wand, die auf der linken Seite tiefer hängt, als auf der Rechten. Entweder war ich beim Anzeichnen betrunken oder die Wasserwaage kaputt.

Immerhin hängen die Regale symmetrisch schief. Ich steh' doch so auf Symmetrie. Auf dem Foto fällt es gar nicht so auf..

Und diese alternative Projektkunst passt auch gut in meine verfluchte Transitwohnung, für die es nun definitiv keine Einweihungsfeier geben wird. Nur für den Fall, dass sie sich fragen, wo ihre Einladung abgeblieben ist.

Das zweite Großprojekt nach der erfolgreichen Bohrung war die Installation der Spüle. Beim Probelauf ging noch alles gut, heute stand ich in einer Pfütze. Ich hatte mich allerdings in letzter Zeit auch schon ans Aufwaschen in der Badewanne gewöhnt.

Die 5 Stunden gestern haben sich gelohnt. Ich steck' jetzt meinen Kopf in den Herd.

Halt, Moment. Ich habe keinen Herd...

Girlpower für den Winter.



Ja, ich weiß, dass ich ihnen Miss Platnum nun schon mehrfach vorgestellt habe. Aber sie tut einfach so viel Gutes für meine Seele.

Auch wenn der Songtext diesmal leider gar nichts hergibt, was ich irgendwie für mich verwerten könnte - allein die selbstbewusste Erscheinung von Frau Platnum lässt mir das Herz aufgehen. Erst recht, wenn sie einen meiner allerliebsten Tracks aus der Zeit, in der ich noch Quark im Schaufenster war, neu interpretiert.

Babooshka. Im Original dargeboten von der Bush, Kate.



Ich brauche endlich dieses Album.

11.10.2009

May I introduce: Der Herd.


Sie sehen keinen Herd? Sie sind nicht kreativ.

Die Küche, die ich ursprünglich bekommen sollte, habe ich genau so wenig bekommen, wie die Wohnung, in der sie stand. Oder noch steht. Und weil ich mir nicht auch noch einen neuen Herd leisten kann ultrahipp bin, habe ich beschlossen, lediglich eine unkonventionelle Kochkombi zu installieren.

Der kleine Grill gehörte einst Mutter, die ihn mir großzügig vermachte, und übernimmt jetzt hier alle Aufgaben, für die ich zuvor den Backofen genutzt habe: Brötchen aufbacken. Auch den Toaster ersetzt er. Das Erlernen der großen Kunst des Backens kann auch noch bis zur nächsten Wohnung warten.

Rechts angrenzend symmetrisch drapiert meine zwei Herdplatten, die mir heute erstmals Fischstäbchen braten und Buttergemüse erhitzen durften. Haben sie prima gemacht. Und reicht als Herd vollkommen für den Singlehaushalt. Sagt Mutti. Mutti weiß, wie es mir geht, und versucht deshalb, in allem das Gute zu sehen.

Ich dagegen habe lange aufgegeben, hier irgendetwas Gutes zu sehen und denke mich stattdessen heute schon ein Jahr weiter.

Wir schreiben den 11. Oktober 2010. Ich wohne in einer charmanten Zweiraumwohnung mit Herd in der Dresdner Neustadt und fühle mich auf Arbeit wieder wohl. Zur Feier dieser erfreulichen Entwicklungen habe ich meine allerbesten Freunde eingeladen, mit denen gemeinsam ich das komplizierteste Menü, das wir auf Chefkoch.de finden konnten, nachkoche.

Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Zubereitung des Menüs: 6 Herdplatten.

:'(




Da war ich das Wochenende zweimal im Sport, fühle mich frisch und durchbewegt, will nur schnell meine Mails checken und mich danach weiter in einem kurzen Schub der guten Laune suhlen, tritt mir web.de ans Schienbein.

Stephen Gately ist auch nicht mehr.

Als er sich damals zu sich selbst und Eloy bekannte, tanzte mein kleines, schwules Herz tagelang. Während meine Cousine trauerte, weil sie eigentlich in Eloy verliebt war. Die Ausschnitte aus der Bravo hab' ich heute noch.

Rest in peace and Boyzone sheets.

10.10.2009

Where have all the options gone?


Da will man Samstag Abend mal was unternehmen und die Stadt gibt nichts her. Auf der Bodenbacher Straße wird jazzgetanzt, aber die wollen scheinbar keine Besucher. Die nächstspannende Möglichkeit findet sich im Stadtanzeiger auf Seite 53:

"[...] Alexandra Klawitter zeigt die verdrängende Kraft der Wollhandkrabben.
[Kunstbahnhof Dresden, bis 16.10.]"

Immerhin mal wieder gelacht.

Fall has arrived most definitely. Wenn sich jemand gut mir Herbsten auskennt, Ideen zur Abendgestaltung werden hier dankend entgegen genommen.

08.10.2009

Check your smile.




Ja, mit der Idee eines sich ständig erweiternden, bunten Reigens an Web- und TV- Fundstücken innerhalb der nächsten Wochen müssen sie sich wohl anfreunden.

Heute wird die Flagge aufrecht gehalten von einem freundlichen G-20 Protestanten in Pittsburgh, sowie Miss Li und Amanda Jenssen, die mit "Bourgeois Shangri- La" den TV- Spot für den aktuellen iPod nano Capture besingen.

"Got a feeling that I don't belong,
got a feeling that I shouldn't be here.

Can’t stand another single day.
Gotta get away.
Ohhh…."

Hat beides eine gewisse Heiterkeit, ohne dass die Grundsituation Heiterkeit hergibt.

So mögen wir das.

07.10.2009

The heat is on.



Wer wie ich ein bisschen was für die liebe Umwelt übrig hat und wie ich hoffnungslos starstruck ist, dem gefällt auch "Beds are burning" in der Neuauflage für das Projekt "Tck tck tck", unterstützt unter anderem von Duran Duran, Mark Ronson, Fergie, Milla Jovovich und Klaus Meine.

Man hätte noch mehr draus machen können, aber Serena Ryder und Marion Cotillard machen schon so ein bisschen schöne Gänsehaut.

Download the song for free and become a climate ally @ Time for Climate Justice.

06.10.2009

Start from scratch.


So.

Weiter krank geschrieben bis Donnerstag. Freitag und Wochenende habe ich frei. Theoretisch. Und dann ist Schule. Heißt also, dass ich diese Woche nicht nochmal unbeholfen über Station stolpern muss. Und ab Montag dann hoffentlich wieder mit Intellekt glänzen kann.

Ich brauche endlich wieder berufliche Bestätigung. Und damit ich dem Glanz ein bisschen auf die Sprünge helfe, beginne ich bereits heute, mich sowohl wiederholend als auch neu zu belesen. Irgendwo muss man ja anfangen.

Außerdem hilft lesen gegen die vielen "Was wäre gewesen, wenn"-s in meinem Kopf. Denn Konjunktive bringen mich weder auf Arbeit noch in der Wohnung voran. Nicht umsonst glaube ich fest an "Everything happens for a reason".

Gern würde ich auch wieder andere Inhalte posten, aber irgendwie kommt mir nichts zugeflogen. Entweder war im Sommer mehr los, oder meine Wahrnehmung hat sich auch schon mit Glühwein in dicke Decken gekuschelt und chillt am Kamin. Wo ihr allerdings das Kaminradio folgenden Vintage Moment bescherte:



Shakespeare's Sister - "Stay". Nicht melancholisch, sondern gemütlich zu hören.

04.10.2009

"Außer uns und den Giraffen .. ist keiner da.
Ich nehm' dich in den Arm .. und träum von Afrika."




Eines der Zeichen dafür, dass mein aktueller Durchhänger trotz zeitweiser Parallelen noch lange nicht an letzten Oktober ran kommt, ist die Tatsache, dass ich Musik nach wie vor genießen kann.

Daher heute hier der fabelhafte Philipp Poisel.

Sein MySpace hat knappe 500.000 Hits und allein die Google- Trefferübersicht zeigt mir, dass er schon seit einigen Jahren wirkt, aber wie es halt so ist mit mir - manches kommt ein bisschen spät an. In dem Fall über K., die Herrn Poisel bei LastFM fand und mir von seinen tatsächlich großartigen Texten vorschwärmte.

Meine Favoriten sind "Seerosenteich" (s.o.), "Durch die Nacht", "Halt mich", "Schweigen ist Silber" (s.u.) und "Als gäb's kein Morgen mehr", aber wie schon bei einigen Singern/ Songwritern, die ich mir in letzter Zeit angehört habe, lässt sich eigentlich das gesamte Album sehr gut hören - mit einer flauschigen Decke, einer heißen Schokolade und einer wohl platzierten Wärmflasche. Vielleicht komme ich musikalisch jetzt endlich in meine Singer/ Songwriter- Phase, auf die ich schon so lange warte.

Gute Texte genießen können - eine Eigenschaft, die Menschen, die nichts können, nicht haben. :)


Let's get inside.


Die ganze Zeit mein herunter gekommenes Wohnhaus als Begrüßungsbild im Blog, das wird irgendwann gruselig. Deswegen geht's heute mal rein in die gute Stube. Denn hinter der von innen geschlossenen Wohnungstür lassen wir das Ghetto zurück und versuchen drinnen, eine ebenso stilsichere wie praktische Wohnung hochzuziehen.

Darf ich vorstellen: Mein Workspace.

Mein alter Schreibtisch steht nebenan im Wieselzimmer und bangt seinem noch ungewissen Schicksal entgegen, denn ich wollte gern einen Schreibtisch haben, der tiefer als 60 cm ist. Entsprechend zwei Böcke bei Ikea gekauft, eine 180x80cm große, 28mm dicke Holzplatte von Hornbach draufgelegt, zwei Rollcontainer drunter geschoben und fertig. Bisher bin ich äußerst angetan.

Dank der Böcke ist mein Schreibtisch sogar höhenverstell- und neigbar, genau wie mein sexy neuer Bürosessel Verner, und in der aktuell eingestellten Höhe kann ich sogar meine Füße in der Luft baumeln lassen, wenn mir danach ist. Keine Ahnung, ob das rückengerecht ist.



Eingerahmt wird der Workspace zum einen von meiner Memorabilia- Pinnwand, die auf der Gerokstraße noch im Flur hing und jetzt hier darauf wartet, noch weiter bestückt zu werden und zum anderen von meiner Nachttischlampe aus Figueres, die auf der Rückfahrt von Spanien bereits 24 Stunden zwischen meinen Beinen verbrachte. Sowas verbindet. Keine Scherze, bitte.



Das letzte Bild zeigt im Hintergrund in gelb Quakquakquakquakquakquakquak, senior und davor in grün Quakquakquakquakquakquakquak, junior. Beide sind sie keine sonderlichen Augenweiden, doch beide geben sie Laut bei Druck auf den Bauch. Was sie immer dann tun müssen, wenn ich gerade gar nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll. Ich befürchte, die Batterien der beiden sind bald leer.

Passend dazu im Vordergrund mein Krankenschein und ein Rezept von meinem gestrigen Besuch beim kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. Bereits am Freitag Abend stellten die Kollegen im Diako 38,1 Fieber und 160/90 Bluthochdruck fest und die Bereitschaftsärztin schrieb mir schnell und gern einen Virusinfekt auf. Bräuchte ich diese dämliche Krankschreibung nicht, hätte ich mir diese Diagnose auch selbst stellen können. Denn die pathogenen Viren heißen Stress und Rastlosigkeit und die notwendige Therapie beschränkt sich auf eine einzige Maßnahme: Ruhe. Vor 2 Monaten hätten mich nämlich weder 38,1 Temperatur noch ein erhöhter Blutdruck gestört.

Am 12.10. beginnt die Schule wieder, und ich hoffe inständig, dass geistige Forderung und eine feste Tagesstruktur mir wieder einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben. Ich glaube zumindest daran. Das ist schonmal was.

Und bis dahin gibt es Sekt am sexy Workspace.

Prost =)

02.10.2009

Willkommen im Sozialen Brennpunkt.


Ich beginne jetzt einfach mal, meine neue Behausung vorzustellen, sonst mache ich es nie.

Und es geht los mit dem Schlimmsten: Dem Haus. Ein Ghetto- Block wie er im Buche steht. Ich räume jetzt einfach alle Fehler, die ich gemacht habe, ein, in der Hoffnung, dass es das irgendwie besser macht.

Wäre mir dieses Haus unter normalen Umständen gezeigt worden, ich hätte wahrscheinlich die Wohnung gar nicht sehen wollen. Aber ich war schwach. Und so wohne ich jetzt Tür an Tür mit Menschen, die sich weder kämmen, noch lächeln, noch meine Sprache sprechen. Ich möchte das ungern pauschalisieren, aber ich glaube, ich kann es pauschalisieren. 1 oder 2 normal aussehende Personen habe ich bis jetzt im Haus getroffen. Aber die waren vielleicht auch nur zu Besuch.

Johannstadt könnte so schön sein. Aber wie auf meiner aktuellen Einsatzstation, wo die mit Abstand kritischsten und griesgrämigsten Patienten des gesamten Krankenhauses untergebracht sind, scheinen sich in meinem Block die gesamten Sozialfälle der Umgebung zu konzentrieren. Im Nebeneingang wohnte der Mörder von Marwa al Sherbini.

Willkommen in der Nachbarschaft. Ich plane derweile schonmal den nächsten Umzug..

Ich hätt' jetzt wieder Platz...


Awwww.

Der würde sich so gut auf meinem Bett machen.

Muss ich haben.



29.09.2009

Vergib mir Santa, denn ich habe gesündigt.


So lange es Deppen wie mich gibt, die den Kram auch schon im September kaufen, wird jener bereits im September in die Auslagen geworfen. Ich bin schuld.

Es schmeckt einfach zu gut zum Kaffee.

28.09.2009

-2. +1.



[Jan Delay - "Ein Leben lang".]

Da waren sie weg.

Boris und Jelzin wohnen jetzt wieder in Leipzig, bekommen sicher auch wieder andere Namen und oben sehen sie, was davon übrig blieb. Müffelnde Wieselaccessoires auf Balkon.

War schon Mist. Ein Scheitern zu akzeptieren macht niemals Spaß.

Schön war's trotzdem, denn Boris, Jelzin und ich hatten Geleitschutz von einem unheimlich gut aussehenden, jungen Mann, der während des gesamten Ausfluges alles tat, um unser persönliches Wohl bestmöglich zu gewährleisten. Hauptsächlich meins.

Wie aus den letzten Posts und auch allgemein aus der Zahl meiner Posts in diesem Monat hervor gegangen sein dürfte, befinde ich mich aktuell in einem tiefen Tal. Das kehrt scheinbar jährlich wieder. Dieses Jahr habe ich aber das unheimliche Glück, dass mir ein emotionaler Support zur Seite steht, bei dem ich nicht weiß, wie er das macht. Würde mir jemand wie ich gegenüber sitzen und das Gejammer vom Stapel lassen, das ich vom Stapel lasse (der geneigte Leser weiß, wovon ich spreche) - ich könnte da kein Support sein. Ich wäre genervt von mir. Und würde Abstand nehmen.

Toll sowas.

Ich zitiere Herrn Delay:

"[...]

All die Neurosen und Gebrechen,

sie schmelzen dahin

bei deinem strahlenden Lächeln.


Und ich kann nen Fick auf Alles geben so wie 2Pac
weil dein wunderschönes Wesen
alles Böse wieder gut macht.


[...]"


Leben!

Lieber Hallo André W.


Ein Abgeordneter des Sächsischen Landtags hat einen Kommentar in meinem Blog hinterlassen. Bezogen auf meinen Post "Lieber Patrick Schreiber,".

Und der geht so:

"Wenn deine angebliche Mail an mich auch in diesem Tonfall und auf diesem Niveau war, dann wundert mich es nicht, dass ich nicht geantwortet habe. Andernfalls hat jeder eine Antwort bekommen, egal welche Frage er per Mail an mich gerichtet hat.

Und dass Du den Hintergrund dieses Plakatmotivs nicht verstanden hast, wundert mich dann genauso wenig.

Die Welt ist nicht nur pink und regenbogenfarben.

Un die von Dir genannte konserverative Rentenfront ist es genauso wert, sich für sie zu engagieren wie es die Kleinen unserer Gesellschaft sind.


Solltest Du irgendwnn mal in die Situation kommen, mal einen Großelternteil pflegen zu müssen, dann bist du vielleicht erwachsen genug, um das ganze zu verstehen.


Grüße von

Patrick Schreiber"

Hat noch jemand den Eindruck, dass er den Inhalt meines Posts nicht verstanden hat?

Es ging um beschissene Werbung. Um nichts sonst. Um Regenbogenfarben am allerwenigsten.

Und lieber Patrick Schreiber: Ich pflege tagtäglich Menschen, die nicht mehr allein für sich sorgen können. Und meine Oma väterlicherseits baut mit jedem Tag mehr ab. Mit diesen Hintergrundinformationen möchte ich mir erlauben, den Vorwurf der Unverschämtheit zurück zu geben.

Und noch einen bösen Kommentar über den Satzbau anhängen. Das war jetzt der.

Ich glaube, ich versuch's auch mal mit Landtag.

Trotzdem ehrt es mich, dass mein Post gut genug war, eine Antwort zu provozieren.

Politik!

25.09.2009

:)




sHe Party letzten Freitag. Such den André.

Muss einfach ins Fotoalbum.

Um mich an die glücklichen Momente im wieder dunkler werdenden Jahr zu erinnern.

:)

24.09.2009

Postnatale Depression.



[Beißboris mag es vielleicht auch: Daniel Merriweather - Impossible.]

Die Wiesel sind Mist.

So.

Keine Ahnung, was ich ihnen tue, aber sie beißen mich blutig. Boris zumindest. Und da muss ich mich nicht aufdrängeln. Reichweite genügt schon. Hauptsache Angriffsfläche.

In ihrem eigenen Zimmer langweilen sich die Beiden meiner Meinung nach zu Tode, obwohl ich ihnen alles vor die Füße werfe, was irgendwie zum Spielzeug umfunktioniert werden kann. Sie sind nunmal ein riesiges Freigehege und um die 10 Artgenossen gewohnt. Keine Ahnung. Ich glaube, die Mutterschaft ist nichts für mich.

Dementsprechend werde ich die Drohung der Wieselfrau, wir "machen das erstmal eine Woche auf Probe", wohl beim Wort nehmen und die kleinen Racker zurück ins Heim bringen.

Ich weiß, das klingt total dämlich und irgendwie auch nach dem Herausziehen aus der Verantwortung, sobald die ersten, kleinen Unwegsamkeiten auftreten, aber man spürt einfach, wenn Tiere sich nicht wohlfühlen. Und wer 4 Monate in Echterde buddeln und mit einem Gigarudel toben durfte, für den ist Linoleum und Katzenspielzeug, zur Verfügung gestellt von einem werktätigen Besitzer, nix.

Jemand hat mir ja bereits ausführlich erklärt, dass ich niemandem irgendeine Rechenschaft schuldig bin, aber für die Storyline gehört's nunmal dazu.

Unzulänglichkeiten einzuräumen ist verantwortungsvoller, als irgendetwas zu erzwingen.



Meine Wohnung nimmt derweile nur schleppend ihre endgültige Gestalt an und auch auf Arbeit läuft es aktuell nur suboptimal, aber wie wir schon einst feststellten: Step by step ernährt sich das Squirrel.

Ich habe mich hoffnungslos übernommen und gebe es zu.

Stillschweigend daraus lernen.

22.09.2009

Zu viel Kaffee.


Nur als Vorab- Entschuldigung, falls das hier die nächsten Tage doch noch nicht so unterhaltsam wird, wie sie sich das versprochen haben: Meine ToDo- Wand.

Auch wenn es schon sehr hilft, alles aufgeschrieben zu haben, bringt es letztlich doch nichts, wenn man keine Zeit hat, auch nur einen einzigen Punkt abzuarbeiten.

Eine heillose innere Unruhe, bedingt durch vollkommene Überlastung habe ich dann auch als Grund für meine aktuelle Herbststimmung festgelegt - wenn ein paar Post Its von der ToDo- Wand gezupft sind, hoffe ich, dass das wieder besser wird.


Und nur kurz Hallo sagen Boris (hell) und Jelzin (dunkel). Es gestaltet sich äußerst schwierig, die beiden zu fotografieren, da sie so gut wie nie still halten. Daher konnte ich sie noch nicht in all ihrer Putzigkeit einfangen. Aber für den ersten Eindruck reicht's.

Auch für die beiden würde ich mir gern viel mehr Zeit nehmen. Aber wie nehmen, wenn da nichts ist. Ich warte ja eigentlich jeden Tag auf meine stressbedingte gastrointestinale Blutung, die mir ein paar Kranktage schenkt, aber irgendwie klappt es nicht.

Und jetzt weiter arbeiten.

Erbaulichen Dienstag =)