05.07.2009

Can't wash off the city feelings...

[Street Art auf der Revaler Straße. Und passt soo schön.]

Dem aufmerksamen Beobachter mag vielleicht aufgefallen sein, dass meine Berlin- Fotos schon länger online sind. Ergänzend noch eine kleine Top 10 für's Urlaubstagebuch.

10. Ich bin mit Handy wieder gekommen!

Ich tendiere ja dazu, mein Mobiltelefon in jedem Urlaub zurück zu lassen (Ehrlich? Na sowas.)

Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, als wir wieder in Dresden waren, und ich meiner Mutti von meinem eigenen Telefon aus Bescheid geben konnte, dass alles geklappt hat.


09. Heaven over Brandenburg.

Eigentlich war ich ja auf der Hinfahrt als Navigator und DJ eingeteilt, aber ich war so beschäftigt, die herrlichen Wolken zu fotografieren, dass sich Katja dann doch alleine zum Zielort finden musste. Wenn Brandenburg auch sonst nichts hergibt ("Es gibt Bundesländer, in denen ist was los. Und es gibt Brandenburg."), sein Himmel ist ein Träumchen.

Auch sonst meinte es das Wetter sehr gut mit uns. Siehe u.a. hier, hier und hier.

08. Ivan aus Hamburg.

Schon während meiner 3stündigen Wartezeit am ZOB im März dieses Jahres sprach mich ein äußerst sympathischer Hamburger an. Am 16.06. dann über die Oranienburger geschlendert, diverse Graffitis fotografiert, spricht mich auf einmal der Ivan aus Hamburg an. Haben wir noch ein bisschen über den Mauerfall, an dem ich auf den Schultern meines Vaters höchstpersönlich teilgenommen habe, gequackelt, dann kamen seine Mädels und der Ivan ging seiner Wege. Kommunikatives Völkchen, diese Hamburger.


07. Das Ludwig Erhard- Ufer.

Egal, was ich in Berlin suche und egal in welche Richtung ich mit welchem Verkehrsmittel fahre, zuerst komme ich grundsätzlich vorm Bundeskanzleramt an. So auch am 16.06. auf meiner Suche nach der Oranienburger Straße. Bin ich also erstmal ein bisschen ums Regierungsviertel geschlichen und habe mich letztendlich mit meinem Schöfferhofer Grapefruit ein bisschen erhöht auf einer Mauer am Ludwig Erhard- Ufer niedergelassen.

Ganz hinreißend: Von meiner Mauer aus sah ich das Bundeskanzleramt, die Reichstagskuppel, den Fernsehturm, den Hauptbahnhof, die Siegessäule, die Spree, sportliche Twens auf der Wiese und trinkende Teens am Strand. Hätte ich eine Ahnung, wie die Panorama- Funktion meines Fotoapparats zu nutzen ist, ich hätte ein Panoramafoto gemacht.

(+ Meine erste und auch beste Hausarbeit in der Neueren und Neuesten Geschichte schrieb ich damals im 1. Semester über Ludwig Erhard.)


06. Unser Domizil & das Bubu.

Dass die Wohnung von C., der sich extra für diese 3 Tage bei seinem Freund einquartierte, damit Katja und ich in Ruhe wüten können, ein Traum war, hatte ich ja bereits erwähnt. Sehr niedlich aber auch:

"Bevor ich gehe, muss ich euch noch vorwarnen. Ich habe ein Bubu. Das Bubu wohnt unter der Couch und kommt jeden Tag um 12, um sauber zu machen. Nur damit ihr nicht erschreckt."

Stellte sich heraus, dass es sich beim Bubu um den iRobot Roomba handelt (Ich dachte eher an eine Putzfee mit Migrationshintergrund). Ein lustiger, runder, stoßgefederter Genosse, der für eine Einmalinvestition von 500 Euro jeden Tag die Wohnung saugt. Am nächsten Tag haben wir dann extra bis 12 gewartet, um dem Schauspiel beiwohnen zu können. Herzallerliebst.

[Irgendwie sieht mein Arsch hier fett aus. Und nein, Karl A. Kaehler ist nicht "mein Arsch".]

05. Karl A. Kaehler.

Ich habe keine Ahnung, ob ich jemals den Mut haben werde, mich für 6 Stunden geknebelt und mit verbundenen Augen in einem überhitzten Bus fesseln zu lassen - nur in Vorbereitung auf das, was mich als humanitärer Helfer im Ausland unter Umständen erwarten könnte - aber den Gedanken der humanitären Hilfe finde ich unheimlich attraktiv.

Und zu humanitärer Hilfe im Ausland hat uns Karl A. Kaehler was erzählt. Karl A. Kaehler hat nach der Tsunami- Katastrophe 2004 alle Hilfseinsätze der Johanniter von Berlin aus koordiniert und leitet jetzt die Johanniter Academy.

Erst dachten wir ja, er hätte seinen Karnevallsverein versehentlich nicht gefunden, aber als er dann anfing zu sprechen... Ein Held. Aufzeichnungen siehe hier, hier und hier.


04. Das Internationale Congress Centrum Berlin.

Ein Traum. Erbaut von 1975 - 1979 genau mein Typ von Kongresszentrum. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte. In längeren Pausen habe ich mir die Hallen angeschaut und überlegt, wie ich meine Möbel stellen würde. Und dann erzählt uns C., dass das Ding eingestampft werden sollte. Frevel.


03. Die Engelsflügel.

Völlig begeistert gefunden in der Friedrichstraße, sind sie seitdem mein Universal- Glücksbringer. Ich dachte ja erst, es wären Holzflügel, war dann doch nur Plaste, aber schön trotzdem. Und so voller Symbolkraft. Herrlich.


02. Berlin Friedrichshain.

Steh' ich 9:00 Uhr auf, trete auf unseren Dachgeschossbalkon, blicke über die Dächer von Berlin, beobachte die morgendliche Sonne über dem Altbau mit der Aufschrift "No Yuppies", klappert es auf einmal. Es war der Flaschenharry! Flaschenharry hatte schon einige Flaschen in seinen Einkaufswagen gesammelt und hatte auf unserer Simon- Dach- Straße gerade ein neues Nest gefunden. Und noch im Klappern gesellt sich ein tiefes Knattern in die Geräuschkulisse. Ein Original 70s- VW- Bus legt ab und brummt am Flaschenharry vorbei.

Sowas nenne ich Atmosphäre.

01. Die freie Gewerbetreibende vorm Alten Hauptpostamt.

"Na du, Bock auf noch'n bisschen Fun?"
-
"Nee, danke."
-
"Sicher?"
-
"Schon. Und wenn, dann eher nicht mit Frauen. Sorry."
-
"Daran kann man doch arbeiten."
-
"Ein ander mal vielleicht."
-
"Schadée."
-
"Viel Erfolg noch!"
-
":)"
-
":)"

Die war sooo süß. Wie sie "Schadée" gesagt hat.... Eigentlich würde ich es ja lieber Sadé schreiben, aber wenn man nicht weiß, wie Sadé ausgesprochen wird, verpufft der Witz. Und hübsch war sie auch noch. Gar nicht billig, wie man sie sich sonst so vorstellt. Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich nicht mitgegangen bin. Wenn ich auch nicht weiß, an welchen Knöpfen ich hätte schrauben müssen, aber das wissen die ja dann. Für's Blog wär's auf jeden Fall was gewesen.

Habe mir fest vorgenommen, sie auf einen Kaffee für den Preis eines Blowjobs einzuladen, wenn ich sie nochmal treffe.

So.

Viel Top 10.

Und da habe ich schon viel weg gelassen. Unsere Seminare zum Beispiel waren, genau wie das Rahmenprogramm, zum allergrößten Teil sehr sehr schön gestaltet und auch inhaltlich direkt interessant, aber das führt vielleicht doch zu weit. Schließlich findet man mich über Google hauptsächlich über die Suchanfrage "schwuler blog", nicht "pflegerelevanter Blog".

Can't wash off the city feelings.

Kommentare:

Rich Rubin hat gesagt…

ich mag deine rankings.

und bin zwar erst knapp 10 monate fix in berlin. aber schon ganz schön gern hier.

google nr.1 bei "schwuler blog"?
net schlecht.

Your Mother hat gesagt…

nich google nr.1. bei "schwuler blog".. "schwuler blog" ist nur die häufigste suchanfrage, die mich dann findet... in der google- analytics- auswertung.. in irgendwelchen google- rankings versande ich wahrscheinlich noch auf den plätzen 786 - 912, aber ich arbeite daran ;)

Rich Rubin hat gesagt…

geb ich bei google "schwuler blog" ein, ist "muttersbestes" die nr.1
das finde ich schon cool.

Your Mother hat gesagt…

omfg, tatsächlich... siehste was ich alles nicht weiß...

wenn ich jetzt noch einen beitrag "dies ist ein schwules blog" veröffentliche, findet google mich sogar im grammatikalisch korrekten genus ;)

viel verdanke ich hierbei allerdings meiner guten freundin ping ;)

André hat gesagt…

1) sehr schöner eintrag. das "wie geil war das denn" gefühl ist angekommen ^^

2) auch wenn ich fürchte, dass ich nicht alles lese (schrägstrich verstehe), schreib ruhig ein paar pflegerelevante einträge, damit du im googleranking etwas runterkommst. das ist zwar vorrangig ein egoistischer grund, aber wenn alle welt hier mitliest, verlierts doch an heimeligkeit :D

OneofTwo hat gesagt…

da hat (der) André recht, wir wollen doch gar nicht Mainstream sein hier...

mit dem Hintern, hast DU auch recht, ist aber nur das Bild/Hose, konnte mich davon überzeugen, dass es nicht so ist und durchaus sehr ansehnlich...

mit Brandenburg, hast DU im Grunde auch recht, aber ich hoffe doch für mich selbst, dass Ausnahmen die Regel bestimmen, sonst muss ich weinend im Bett verschwinden...

(das mit dem Bühr habe ich dann auch wieder nicht gelesen);)

hier haben immer alle fast immer recht... sowas;)

Your Mother hat gesagt…

keine sorge, es bleibt heimelig. hier lesen auch jetzt schon mehr als 3 leute mit, aber es hinterlässt doch keiner einen kommentar.

und mainstream sind wir hier schon, denn in mutter's bestem mikrokosmos bestimmt mutter und mutter allein, was mainstream und was nur peripherstream ist ;) ursprünglich war für die kopfzeile ja mal "du bist subkultur" vorgesehen... war mir dann aber doch zu ehrgeizig ;)

und zum arschkompliment:
dankeschön :)
ich bekomm das ding so selten zu gesicht, ich kann da gar nicht richtig mitreden..

OneofTwo hat gesagt…

büdde... solltest du dich ruhig öfter mal danach umdrehen, lohnt sich!;)

Your Mother hat gesagt…

*umdreh*

tatsächlich..

;)

ich bin im betti.

süße träume!

OneofTwo hat gesagt…

Nacht!;)