
[Gestrüpp am Mount Kinabalu, den meine Mutti gestern bestieg, nahe Kota Kinabalu, wo meine Mutti vorgestern residierte.]
Bring ich also meinen Großeltern den Ausdruck der letzten Mail, die mir Mutti aus ihrem Urlaub geschickt hat, mit - helle Freude, Begeisterung über die heutige Technik, dann liest der Opi der Omi vor, was ihre Tochter so mitzuteilen hat. Geht auch alles ganz flüssig, bis plötzlich:
Kota Kinabalu.
Zunächst heißt es "Koto Kibulu", doch Großvater merkt selbst, dass das nicht stimmen kann. Auch "Kato Kalibula" klingt nicht besser. (Sehr römisch dafür..) Nach mehreren gescheiterten Anläufen kramt Großmutter ihre Brille aus dem Etui und versucht ebenfalls ihr Glück. "Kana Kalalu. [Pause] Nein, Moment, Kota Kubila [Pause] ...la..."
Ich weiß auch nicht, wie das zusammenhängt, aber wenn kein Bad oder Sankt davor steht, können meine Großeltern Städtenamen nicht lesen. Geschweigedenn aussprechen. Tragisch.
31.05.2009
Urlaubsgrüße von Mutti. Die Großeltern- Ausgabe.
08.07.2009
Mutti, ich muss dir mal was sagen..

Meine Mutti ist ja sehr sehr emotional, was meine Befindlichkeiten angeht. Bisweilen bekommt sie feuchte Augen, wenn ich ihr nur erzähle, dass ich einen der vielen Tage meines Lebens genossen habe, statt einfach nur zu sagen "Ja, war nett."
Schick' ich ihr also meine Kurzbiographie, im festen Glauben, sie würde sich darüber freuen, endlich mal ein fröhliches Einzelkind am Start zu haben. Stattdessen stellt sie fest:
"Da steht ja gar nicht drin, dass du schwul bist. Das war doch aber ein riesiger Einschnitt in deinem Leben."
Nein, Mutti. Das war es nicht.
Der Tod meiner zweiten Maus war ein größerer Einschnitt in meinem Leben, als die Feststellung, dass ich schwul bin. Und meine zweite Maus war echt langweilig. Genau genommen war das weder ein Einschnitt, noch eine Feststellung. Das war so.
Wollte sie nicht verstehen. Ich diskutier' da auch nicht. Wer weiß, was sie über die Schwulen gelesen hat. Und ich mach' ihr auch gar keinen Vorwurf. Denn wenn man Geschichten von 14jährigen hört, die feststellen, dass sie Jungs süß finden und daraufhin ohne Dach über'm Kopf und ohne Mutter, Vater, Großeltern und Geschwister auf der Straße sitzen, freut man sich direkt über eine Mutter, die sich trotz der zu 99% definitiven Enkellosigkeit immernoch um das Wohl ihres Sprosses sorgt. Aber es will mir nicht in den Kopf, warum die Vorstellung, eine von der Heterosexualität abweichende Sexualität als normal oder gar selbstverständlich zu akzeptieren, in den meisten Köpfen der blanke Nonsens ist.
Nicht, dass es mich einen feuchten Kehricht interessieren würde, wenn Susi Sonnenschein mich für krank hält. Aber meine Mutter ist eine intelligente, weltoffene Person. Und sie kapiert's nicht.
Ich gebe einfach ihren Eltern die Schuld. Hatte ich schon die Geschichte von der Genesungskarte erzählt, die mir meine Oma schickte, als ich es mal spaßeshalber mit einem Outing versucht hatte?
An mir perlt sowas ab, aber psychisch labil oder gar emo möchte ich in meiner Familie nicht sein. Und meine Familie feiert den gemäßigt- liberalen Atheismus. Sollte man denken, da geht mehr.
Arme, schwule Jugend.
23.07.2009
City Feelings Reload!

Die Hauptstadt hat mich wieder. Oder ich sie. Morgen. Und übermorgen. Und überübermorgen. Fabelhaft.
Eigentlich wollte meine Mutti das erste Augustwochenende nach Berlin fahren. Hätt' ich nicht gekonnt, muss ich arbeiten. Hat meine Mutti ihre Pläne jetzt aber eine Woche vorverlegt und mich gefragt, ob ich mit ins Auto steigen möchte.
Habe ich also alle sozialen Kontakte angehauen, die bereits in meine Wochenendplanung verwickelt waren, noch verwickelt werden sollten und im Berlinfall hätten verwickelt werden können und dann stand der Plan: der André besucht die Hauptstadt. Zum dritten Mal in diesem Jahr :)
Und da aller guten Dinge drei sind, ist diesmal sogar die Jausenstation zugegen. Das wird ein Fest.
Morgen geht's erstmal ganz gediegen mit Mutti und deren Lebensabschnittsgefährten auf die Landesgartenschau in Oranienburg, hoffentlich spielt das Wetter wenigstens ein bümschen mit, für danach lasse ich es auf mich zupoltern.
Mich interessierende Optionen wären unter anderem:
- Das Museum der Dinge
- Diverse Trödelmärkte, speziell der am Arkonaplatz (angeblich the place to be and buy, wenn man auf die 70s steht)
- Diverse Einrichtungsbüdchen, speziell Berlintapete
- Das Sandstastion Festival am Hauptbahnhof
- Der Kultursommer im Jüdischen Museum
- Der TASCHEN- Store in der Friedrichstraße
- Le Corbusier im Gropiusbau
- Pierre et Gilles - Retrospektive im c/o - Eröffnung morgen mit Stereo Total und Superzandy :-O
- ...und natürlich Zielgruppenbespaßung.
Und diesmal bleibe ich.
02.06.2008
So, Welt. | Content, Baby. | Das wird ein Scroll- Fest.
[Outfit zur "Nasty vs. Pink - siehe Donnerstag.]
Wo fang' ich bloß an?
Bei'm Donnerstag.
Donnerstag nicht arbeiten gewesen, daher konnt' ich mal wieder zu den leistungsorientierten Großeltern fahren und ein echtes Mittagessen genießen. Und es ist tatsächlich so, es sitzt sich viel angenehmer bei Großeltern, wenn man ihnen nichts vormachen muss. Das war glaube ich das erste Mal, dass ich nicht das Gefühl hatte, mein Großvater hätte am Uhrwerk dieser hässlichen bezaubernden Kuckusuhr manipuliert, um 3 Stunden wie 24 Stunden erscheinen zu lassen. Der könnte das. Und der würde das machen.
Wieder daheim habe ich mich auf's Fahrrad gayschwungen und meine selbstgemalten Tipplisten breit gefahren, man wohnt ja hier noch nah beieinander, die Johannstadt ist da ein bisschen dörfisch, zumindest was mein Netzwerk angeht. Besuch aus dem Westen haben wir auch bekommen, erzähl' ich ihm so von meinem Listen- in- Briefkästen- Vorhaben, guckt der mich nur ungläubig an und erwidert müde "Kicktipp", nur damit am selben Abend das Frollein U. hier ebenfalls verkündet, eine Tipprunde bei Kicktipp eingerichtet zu haben. Ich finde das nicht gut. Auf meiner Briefkastenrunde habe ich 3 nette Menschen getroffen, die ich jetzt schon seit einigen Wochen nicht mehr gesehen hatte, auf meinem Fahrrad habe ich auch noch ein bisschen von dem herrlichen Wetter mitgenommen und auf dem Rückweg habe ich Kartoffeln gekauft. Nicht wirklich. Aber ich hätte Kartoffeln kaufen können. Kicktipper bestellen ihre Kartoffeln bei eBay.
Gegen mediale Vereinsamung!
Am Abend dann trotz Frühdienst am nächsten Tag mit Mitbewohni und Westbesuch in die Gaybar gaygangen, anschließend zu "Think Pink vs. Nasty Love Club" im Downtown. Wieder viel zu viele schöne Menschen dort, jemand war natürlich auch da, aber es ging trotzdem. Ich musste ja dem Westbesuch schließlich zeigen, dass ich ordentlich feiern kann. Keine Ahnung, ob's funktioniert hat.
Freitag...
...dann die ultimative Frühdienst- Katastrophe (nach der ultimativen Katastrophe, die hier niemals beschrieben werden wird) erlebt, als ich 8:50 die Augen öffnete und mich die strahlende Sonne anlachte. Dieses Misthandy, das nun eigentlich schon seit einem Jahr ersetzt werden soll, hat mich einfach nicht geweckt. Und meinen Zweitwecker hatte ich versehentlich nicht gestellt. Und wenn 1 von 1 gestellten Weckern ausfällt, klingelt gar keiner. Ich also mit Schlaf- Shirt und Schlaf- Frisur (!) auf's Fahrrad, auf Arbeit gehastet, da war dann kurz Polen offen, weil die Hälfte der Wohnbereichsbelegschaft schon wieder das Maul aufgerissen hatte, durch Schläge, sexuelle Anschuldigungen und wüste Beschimpfungen diplomatisches Geschick gelang es mir aber schnell, die Wogen wieder zu glätten. Letztendlich war es gar nicht schlimm. Es war nur wieder ein weiteres Beispiel der klassischen Personalsituation in einer Pflegeeinrichtung: Ein hysterischer Haufen gelangweilter, schlecht frisierter, oft ein bisschen zu dicker Weiber. Nicht alle. Ich kenne auch Schwestern, die würde ich bei Gründung eines unabhängigen Pflegestanien sofort als neue Führerin anerkennen. 2 Stück insgesamt.Am Abend dann den Spaß an der Freude nicht nehmen lassen und wieder feiern gegangen, obwohl auch Samstag Frühdienst, aber da macht sich ja dann auch ein gewisser Trotz breit. Diesmal hat Mitbewohni wieder auf der Xanadu Musik gemacht und da ich gern noch etwas von dem Wetter haben wollte, bin ich gemeinsam mit dem Westbesuch schon recht früh ins Industriegelände gefahren, um noch einen Liegestuhl- Platz zu bekommen. Und das war das erste Mal, dass ich das Industriegelände überhaupt bei Tageslicht gesehen habe. Nüchtern. Hübsch da. Hat mich ein bisschen an Norderney erinnert. Backsteintastisch.
Outfittechnisch hatte ich mich, dem Wetter und der Outdoor- Situation angepasst, für's tropische Motto entschieden, und nichtmal Stylingprodukte für's Haar habe ich verwendet. Ich war das identische Abbild eines hawaiianischen Beach Boys. Oder zumindest so nah dran, wie es meine Möglichkeiten zuließen.
Diesmal wurde mir sogar mein Musikwunsch erfüllt. Allerdings bevor die anderen Gäste hinein durften. Jemandem's sexy Namensvetter war mal wieder da, ich hätte schon wieder weinen können vor dermaßen konzentrierter Schönheit, aber mit dem geht ja auch nix, es ist ein Trauerspiel. Aus Frust dann ganz im Sinne einer klassischen "Beauty and the Geek"- TrauDichWas- Challenge die (meiner Meinung nach) schönste Frau des Abends angesprochen und ein Foto mit ihr machen lassen. Und ich möchte bitte keinen Kommentar zu meinem Damengeschmack lesen. Ich bin da eigen.

Als ich dann auch noch die falsche Bahn genommen hatte und erst um 3 zu Hause ankam, hatte ich eigentlich schon darüber nachgedacht, gleich durch zu machen, aber im Bett hat es mir dann doch die Augen zugezogen, so dass ich noch 2 Stunden schlafen konnte, nachdem ich mir 3 Wecker gestellt hatte. Ich bin jetzt traumatisiert.
Samstag......war, wie auch schon Montag, Dienstag und Mittwoch ein wunderschöner Sonnenaufgang als Guten Morgen- Gruß von Mutter Natur vor meinem Fenster so am stattfinden. Ich musste allerdings feststellen, dass man Wetter nur ganz schlecht direkt fotografieren kann. Die 2 Bilder oben lassen nur erahnen, wie schön es tatsächlich war.
Den stolzesten Moment der Woche hatte ich dann nach dem Frühdienst, als ich mich trotz 2 Stunden Schlaf und 15mal so vielen Grad Celsius im Schatten noch zum Aerobic geschleppt habe, aber danach war ich so im Eimer, dass ich meinem Date und ihrem Sohn absagen musste. Und just an diesem Tag kam dann natürlich auch noch eine Anfrage zum Grillen/ Public Testspiel Viewing und eine zum Kaffeetrinken, die ich ebenfalls ablehnen musste. Wenn ich frei habe, meldet sich dagegen keiner bei mir. Grundsätzlich. Zu meinem Schicksal möchte ich mich jetzt allerdings nicht weiter auslassen. Das wird ein eigener Post Blog Bestseller Literatur- Nobelpreis.Statt mich also zu sozialisieren lieber im Bett gelegen und fern gesehen, als es auf einmal krabumm, krawitter und krabappel machte und ich mein Fenster gar nicht schnell genug schließen konnte, bevor die ersten Hagelkörner in meinem Zimmer lagen. War aber auch irgendwie schön. So ein Gewitter hat etwas sehr Reinigendes und die Luft danach war herrlich. Erneut bestätigte sich meine These: Wetter kann man direkt nur sehr schlecht fotografieren.
20.15 wollte ich eigentlich "Schlag den Raab" schauen, habe dann aber doch die "5 Staffeln DsdS Reunion" geschaut, weil ich mir nicht schon wieder 5 Raab- Gegenkandidaten anschauen wollte, nur damit der Spot meines Favoriten erneut als erster erlischt. Und hat sonst noch einer RTL geschaut? So wie sich mein kleiner Herd dort an das singende Brechen aus Hessen rangeschmissen hat, ist der mindestens bi- neugierig. Peinlich und erregend zugleich.
Im Auftrag der Wissenschaft möchte ich mich hiermit für eine unbestimmte Zahl Testreihen zur Erforschung bi- neugieriger Tendenzen bei minderjährigen Möchtegern- Pimps zur Verfügung stellen. Ich mache das unentgeltlich.
Sonntag, also gestern..[Meine Schuhe, meine Strümpfe, mein Date.]
..den sechsten Tag diese Woche Frühdienst gehabt und danach zu Mutti und deren Lebensabschnittsgefährten auf's ländliche Gehöft gefahren, um gemeinsam mit des Lebensabschnittsgefährten's Tochter und deren Tochter Kindertag zu begehen. Das schönste war dabei die Anzeige auf meinem Handy: "Netzsuche". Hat halt auch einen gewissen Reiz, diese ländliche Isolation. Zumindest kurzzeitig. Darüber hinaus konnte ich endlich mal wieder ungestört ein paar Makro- Bilder machen, in der Stadt wird man dafür gleich belächelt, verhöhnt oder bespuckt.
Weniger schön war dann mein Heimweg, denn Lebensabschnittsgefährte hatte mir gesagt, dass 22:09 ein Bus nach Pillnitz fährt, wo ich dann in den Anschlussbus nach Hause hätte umsteigen können, da fuhr aber nix. 21:06 und dann wieder 05:01. Und für 15€ kommt man auch mit dem Taxi nicht weit. Ich also die Mutti angerufen und mich mit dem Auto nach Pillnitz bringen lassen. Dort musste ich auch noch 20 Minuten warten, wollte ich also gern ein Bier trinken. Gab's aber keins in Pillnitz. Nirgendwo. Dafür einen Getränkeautomaten direkt an der Haltestelle, der "Schütz Dich! Kiba" führte. Am Schillerplatz musste ich dann weitere 15 Minuten auf meine Bahn warten, aber Schillerplatz ist ja schon wieder Stadt, da hat dann auch noch der Türke auf und verkauft dir ein Becks für 1,80€.
Lustig in Pirna, dem Kreis dem auch Lebensabschnittsgefährten's Gehöft angehört: Da finden auch Wahlen statt. Kreis- und Landratswahlen. Und die NPD wirbt auf ihren Plakaten für die Senkung der Kriminalität. Logische Widersprüche sind jetzt also im Wahlkampf auch schon zulässig. Ich bin sonst nicht so kritisch, auch nicht gegenüber der Partei, über die sich diverse nationale Acts genötigt fühlen, ganze Lieder zu schreiben, aber das zeugt doch schon von einem gewissen Maß an Realitätsverlust.
So, Welt.
Das war's erstmal derweile.[Meine dicke Mutti. Eigentlich ist sie gar nicht dick. Das ist nur mein Kosename für sie. Realistisch betrachtet geht's aber noch für
58 46, oder? ;o)]
01.07.2008
ProSieben goes Emo.
[Click to Enlarge! Bitte!]
Heute nur neben meinem Aufwasch taff auf ProSieben laufen gehabt, sagt die Annemarie Warnkross auf einmal "Emo" mit lang gezogenem E, als wäre es was ganz Schmutziges. Ich also genauer hingehört.
Wir lernen:
Emo (angewiderter Unterton) ist eine "relativ neue" Jugendbewegung, die Emos animieren sich gegenseitig, sich selbst zu ritzen, die Emos treffen sich zu Massenparties, um "miteinander zu fühlen" und grundsätzlich sehen die Emos alle aus wie Bill Kaulitz. Halt nur mit aufgeschnittenen Armen.
Ach ja, und dass die kleine Melanie (Name zum Schutz der Betroffenen geändert) tagelang nicht nach Hause kam, daran waren auch die Emos Schuld. Wenn ich also mal nicht nach Hause komme, sind die Schwulen schuld, liebe Mutti. Halt Moment, ich wohne nicht mehr bei Mutti. Ich habe jetzt einen Mitbewohner. Wenn ich also mal nicht nach Hause komme, sind die Schwulen schuld, lieber Mitbewohner. Also auch du. Halt Moment, das macht Sinn. Ich bin vollkommen verwirrt.
Nicht, dass ich mich mit Emo tatsächlich schon genauer auseinandergesetzt hätte, aber trotz vollkommener Unwissenheit war selbst für mich ganz offensichtlich, welche (einzige) Quelle die taff- Redaktion da benutzt hat:
"Heul doch, Emo." (Bravo Fotolove aus dem Jahr 2007)
Bitte klicken. Und bitte alle 61 Bilder anschauen. Ich habe Tränen gelacht.
Update:
Gehe zu diesem Eintrag, um den Taff- Beitrag in Farbe und bunt zu sehen.
05.03.2007
Wenn ich Norah Jones höre, ist alles zu spät.
[Ich und das lustige Partybaby, die restlichen Partypics werden morgen hochgeladen]
Es ist jedes Mal das Selbe. Ich trinke, werde laut, mache Drama. Dann schlafe ich ein, wache auf, ohne dass nur mit einer einzigen Faser meines Körpers zu wollen und schwöre mir: Nie wieder Alkohol. Oder zumindest weniger. Ein bisschen weniger. Vielleicht auch nur an bestimmten Tagen. Dann aber richtig. Und spätestens nach dem zweiten Bier am Abend, das man ja trinken muss, weil Ärzte ja empfehlen- und Automechaniker stimmen dem zu- möglichst keinen kalten Entzug zu versuchen, ist das dann auch wieder alles egal und aufs nächstes Jahr vertagt.. verjahrt.. Bedingte Konditionierung mit Pawlowschen Hobbyalkoholiker geht net.
Dann heute noch mein Fön (Freunde wissen- und Automechaniker stimmen dem zu: der Fön kommt in meiner persönlichen Hierarchie gleich nach Mutti, noch vor Peyman Amin, meinen Cranberries- Alben und dem dreilagigen Klopapier) die Hufe hochgerissen, der Drucker verschlingt die Druckerpatronen wie dicke Menschen Dicke- Menschen- Essen, HP übernimmt auf seine Geräte aber leider nur 1 Jahr Garantie, der Wellensittich schreit wie am Spieß und will trotz andauernder Versuche, ihn Pawlowsches Haustier- technisch bedingt zu konditionieren und so zum Schweigen zu bringen, nicht damit aufhören, die Mutti hat mir die Gelder gekürzt, so dass ich mir weder eine neue Druckerpatrone, noch einen neuen Fön noch eine professionelle Sittich- Einschläferung wirklich leisten kann und mein Computer ist heute 4mal abgestürzt. Was im Vergleich zum Monatsschnitt gut ist. Habe mit Absicht diesen Schachtelsatz nicht entschachtelt, um den Alles- auf- einmal- Effekt möglichst überzeugend darzustellen. Im April wird alles besser.
Spenden werden noch bis Ende 2007 dankend angenommen, Kontonummer auf Nachfrage. Und der Pawlowsche Hund war ein Fake.. der Neil Armstrong der Biologie quasi.
19.07.2012
Märchen schreibt die Zeit.

Ich wollte wieder mehr darüber schreiben, dass ich auch Menschen kenne, die mich nicht ankotzen. Und mit denen ich sogar schöne Dinge erlebe. Ich fang' da mal an:
Die liebe Julia und ich, wir haben nämlich gestern "Die Schöne und das Biest - Das Musical" gesehen, inszeniert vom Budapester Operetten- und Musicaltheater, zur Zeit zu Gast in der Semperoper Dresden.
Meine Mutti hatte mir die Karte zum Geburtstag geschenkt, und ich hatte jemandem Besonderen in meinem Leben die Karte zu seinem Geburtstag geschenkt, jemand Besonderes wollte dann aber kurzfristig doch nicht mehr, und so hatte die gute Julia die Güte, meine sexy Begleitung zu geben. Ohne jetzt alle Semperopern-Gäste über einen Kamm scheren zu wollen, aber sie lief optisch außer Konkurrenz. Neben meiner Mutti natürlich.
Und auch das Musical war ganz großartig. Ich bin ja sowieso großer Freund des Musiktheaters, und meine großen Gänsehaut-Momente habe ich immer dann, wenn das komplette Ensemble singt und tanzt, und alle durcheinander choreographieren und alles so schön im Takt ist... da wird mir warm um's Herz. Und das war in besagtem Musical gleich mehrmals gegeben, unter anderem in der Darstellung der "Sei hier Gast"-Szene, die ich oben nochmal im Original hinterlegt habe.
Außerdem hatten die Teller niedliche Hintern und auch der Sekt hat gut geschmeckt, und zum Schluss wurde ich sogar noch nach Haus' gefahren - ich hatte gestern einen schönen Abend mit lieben Menschen.
:)
*plöpp*
30.04.2009
18:42. Herzlichen Glückwunsch, es ist eine schottische Indie- Band!

Es gibt sie doch noch. Die Tage, an denen André Glück hat. Genau eine Stunde und 18 Minuten vor meinem letzten Feierabend auf der Entbindung war es so weit. Nach 42 Wochen in der Mutti und 6einhalb Stunden Wehen, an denen ich 2einhalb Stunden teilnahm, war es auf der Welt: das erste Baby, dem ich beim Schlüpfen zusehen durfte. Und was für eins. Zwar war ich bei der ersten Wiegung schon nicht mehr dabei, aber die Hebamme hat stramme 9 Pfund geschätzt.
Mutti und Vati waren überglücklich, einen gesunden Wonneproppen auf die Welt gebracht zu haben und ich war selig. Immerhin war ich ganz tapfer und habe nur eine Träne verdrückt. Und bin nicht kollabiert. Fast wie ein echter Mann.
Und wenn sie jetzt noch wissen, welche schottische Indie- Rock- Band oben abgebildet ist, wissen sie sogar, wie mein kleiner Held des Tages vom heutigen Tag an heißt.
Zur Feier deiner Geburt eine Flasche teuren Spätshop- Sekt auf dich, kleiner Brummer :)
18.04.2008
"Mich fickt auch keiner. Mich trennen auch Welten."

War ich also heute mit Mutti im Kino. Der Mutti war's zu kalt für Biergarten. "Fleisch ist mein Gemüse", schonmal erwähnt hier.
Hat mich jetzt nicht ganz so sehr vom Hocker gerissen, der Film, was aber sicherlich daran lag, dass ich das dazu gehörige Buch nicht gelesen habe, denn selbst ohne das Buch zu kennen war klar, dass man es eigentlich kennen muss, um den Film in seiner Tiefe zu verstehen. Der Hirsch alleine...
Am bezauberndsten war die Rosi, das Frollein mit den schweren Knochen, von der auch das Headline- Zitat stammt. Tragische Gestalt. Dank ihr werde ich das nächste Mal, wenn ich irgendwo völlig unbeabsichtigt Chris Roberts höre, weinen.



Das zweite Juwel des Films (neben der großartigen Tapete): Der Song "Put it all behind", komponiert vom Autor Heinz Strunk, wer's gesungen hat weiß ich nicht. Bei MusicLoad ist die Filmband "Tiffanys" als Interpret angegeben, im Film hat es Anna Fischer, Lead- Sängerin der Band Panda gesungen und im Abspann war glaub' ich noch jemand anders angegeben.. Leider weder im YouTube noch per Google noch in meinem "Plattenladen" zu finden, umsonst kannst du höchstens 30 Sekunden reinhören.
Der Ausgang der Geschichte Rosi gefiel mir nich' so gut. Aber ich will es für niemanden spoilen.
Ich bin verliebt in die Liebe...
Falls es dem Google hilft: Screenshots / Stills von "Fleisch ist mein Gemüse" hier! Ganz alleine gemacht... Danke für den frei verfügbaren Trailer, Universal ;o)
11.10.2009
May I introduce: Der Herd.
Sie sehen keinen Herd? Sie sind nicht kreativ.
Die Küche, die ich ursprünglich bekommen sollte, habe ich genau so wenig bekommen, wie die Wohnung, in der sie stand. Oder noch steht. Und weil ich mir nicht auch noch einen neuen Herd leisten kann ultrahipp bin, habe ich beschlossen, lediglich eine unkonventionelle Kochkombi zu installieren.
Der kleine Grill gehörte einst Mutter, die ihn mir großzügig vermachte, und übernimmt jetzt hier alle Aufgaben, für die ich zuvor den Backofen genutzt habe: Brötchen aufbacken. Auch den Toaster ersetzt er. Das Erlernen der großen Kunst des Backens kann auch noch bis zur nächsten Wohnung warten.
Rechts angrenzend symmetrisch drapiert meine zwei Herdplatten, die mir heute erstmals Fischstäbchen braten und Buttergemüse erhitzen durften. Haben sie prima gemacht. Und reicht als Herd vollkommen für den Singlehaushalt. Sagt Mutti. Mutti weiß, wie es mir geht, und versucht deshalb, in allem das Gute zu sehen.
Ich dagegen habe lange aufgegeben, hier irgendetwas Gutes zu sehen und denke mich stattdessen heute schon ein Jahr weiter.
Wir schreiben den 11. Oktober 2010. Ich wohne in einer charmanten Zweiraumwohnung mit Herd in der Dresdner Neustadt und fühle mich auf Arbeit wieder wohl. Zur Feier dieser erfreulichen Entwicklungen habe ich meine allerbesten Freunde eingeladen, mit denen gemeinsam ich das komplizierteste Menü, das wir auf Chefkoch.de finden konnten, nachkoche.
Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Zubereitung des Menüs: 6 Herdplatten.
04.06.2008
§=)&%?!, oder was?
Internet ist wieder tot. Heute mal ganz. Und scheinbar dauerhaft. Diese Nachricht erreicht sie vom Rechner von mutti (die junge Frau, die in den Comment- Boxes als "mutti" auftritt), denn heute Mittag ist meine Verbindung in' Urlaub gefahren.
Treffen sich zwei Zahnstocher im Wald. Kommt ein Igel vorbei. Sagt der eine Zahnstocher zum anderen: "Ich wusste gar nicht, dass hier auch ein Bus fährt."
Den hab' ich jetzt gebraucht.
Bis bald. Vielleicht.
Update 22:59:
Internet ist grad' wieder da. Nach der letzten Odyssee verlasse ich mich aber hier lieber auf nichts mehr. Grundsätzlich gilt daher: Wenn nicht anders angekündigt, liegt es an meiner (nicht vorhandenen) Internetverbindung, sollte ich mich mal länger als einen Tag nicht melden.
Meinen kleinen Standventilator habe ich heute endlich wieder gefunden, im Fitnessstudio war's warm und bei Fritzi war's schön. Damit habe ich auch "Gute Nacht, Welt" weg.
Mal sehen ob die Verbindung noch aktiv ist, wenn ich auf "Veröffentlichen" klicke..
Gute Nacht, Welt.
31.05.2009
Psychohygiene mit Regen.

[Jermaine Jackson and Pia Zadora - When the rain begins to fall.]
Wollte ich also heute bei meiner Mutti nochmal die Blumen gießen, schob das aber ewig vor mir her bis ich mich schließlich 18:45 doch mal aufs Fahrrad setzte und losfuhr. Kaum das Fahrrad aus dem Keller, ging es so *schütt* und ich so *och nee* und der Regen so *schütt* und ich so *bäh* [...] Der Klassiker halt.
Habe ich also klatschnass Mutters Blumen gegossen, bin klatschnass wieder nach Hause gefahren, habe meine klatschnasse Kleidung aufgehängt, mich heiß geduscht, dann in bequeme Kleidung geworfen und den Fön angeschmissen und es war herrlich.
Was mich dann wieder daran erinnert hat, dass ich das früher mal gezielt gemacht habe. Als ich mit Mutti auf der Blochmannstraße gewohnt habe, also vor guten zehn Jahren, bin ich regelmäßig zu Regengüssen vor die Tür gerannt und habe mich beregnen lassen, nur um dann die post- guss'sche Gemütlichkeit genießen zu können. Ich hatte ein bisschen einen an der Waffel damals.
Irgendwie gefällt mir diese Idee als gezielte, kostenfreie Möglichkeit zur Pflege der Psychohygiene jetzt wieder. Regengüsse der Zukunft, ich komme.
Daher mein Aufruf: Wenn sie Zeit haben, stellen sie sich doch mal in den Regen!
Hier ein Beispiel, wie nicht:
Und hier richtig:

So. Da haben wir aber viel gepostet heute. Allgemein diesen Monat. Mehr Einträge als Tage. Das gab's lange nicht mehr. Kommt trotzdem nicht an letzten Mai ran, aber es wird.
Ich gehe jetzt ins Kino. Mit meinem Freund. ^^
21.06.2009
Ich freu' mich.

"Was mir gefällt, ist die Lebensfreude, die dieser Blog in letzter Zeit ausstrahlt [...]" hat Danny gestern geschrieben. Und derjenige, dem das wahrscheinlich noch besser gefällt, als Danny, bin dann wohl ich.
Außerdem:
Gestern Abend ja wie bereits erwähnt meinen kleinen Sowaswiesohn gesittet, damit seine Mutti samt Lebensgefährten auch mal auf die BRN kommt. Mutti war allerdings der Meinung, auch S. mitschleifen zu müssen, und S. muss in Form von unstoppbarem Geflenne wieder dermaßen frei gedreht haben, dass der Abend für alle Beteiligten dann nur so mittel verlief. S. ist irgendwas jenseits der 30 und bei S. wurde vor langer Zeit Borderline """diagnostiziert""".
Außerdem:
Zur langen Nacht der Wissenschaften auch am Stand "Psychische Störungen können jeden treffen." gewesen und oben abgebildeten Fragebogen mitgenommen. Und zu Hause ausgefüllt. Nicht nach aktueller Stimmungslage, sondern nach Oktober- Stimmungslage. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, und was das Thema eingebildeter Krankheiten angeht, bin ich sehr sensibel und schlage bisweilen Leute, wenn es darum geht, aber ich würde behaupten, dass ich depressiv war.
"Und was haben sie dagegen getan?" fragen sie?
Gar nüshts. Ich habe nichts gemacht. Am 31.12.2008 hatte ich mir vorgenommen, im neuen Jahr heller zu denken, aber ich glaube nicht, dass es das war. Meiner Meinung nach war der Trick, dass ich eigentlich nicht depressiv sein wollte. Ich wollte gerne fröhlich sein. Und dann kam die Freude.
In meinem Notiz- Wordpad habe ich vor 2 Wochen dazu notiert:
"Als glücklicher Mensch lernt man sich selbst völlig neu kennen. Und auch wenn ich als gelernter Pessimist keine Euphorie zulasse und in der Regel die Haken vor allem anderen sehe, merke ich doch deutlich, dass die Glückshormone wallen. - innerer antrieb, gelassenheit, motivation......."Also, liebe Depressive: Hört auf, euch im Elend zu suhlen und gönnt euch von dem vielen Geld, das ihr beim Psychologen lasst, lieber mal einen schönen Urlaub.
Ich kann mir denken, dass das jetzt unheimlich banal klingt, und meine Depression war sicher auch nur eine Schwache, aber trotzdem wollte ich das mal festgestellt haben.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
17.05.2009
Urlaubsgrüße von Mutti. Meiner. Biologischen.

"Mutti" wird ja hier ein bisschen inflationär verwendet. Aber in diesem Fall handelt es sich tatsächlich um das Frollein, das sich vor 23 Jahren und 5 Monaten einen atemberaubend schönen, vor Lebensfreude sprudelnden, schon zum Zeitpunkt seiner Geburt hoch intelligenten Sohn gegönnt hat... mich.
Leider gibt's bis jetzt noch keine Urlaubsgrüße, aber durch den detaillierten Ausdruck ihres Reiseverlaufes ist es fast so, als wäre ich live dabei. Heute haben wir eine Stadtrundfahrt durch Kuala Lumpur (Flickr), die Hauptstadt Malaysias (Insel Borneo) gemacht und dabei unter anderem den höchsten Zwillingsbau der Welt, die Petronas Towers, die ich das erste Mal in "Verlockende Falle" gesehen habe, besichtigt. Der Jetlag, bedingt durch die 6 Stunden Zeitverschiebung, steckt uns noch ein bisschen in den Knochen, weswegen das große Urwaldabenteuer erst übermorgen in Kuching (Flickr) beginnt, wo wir aber morgen schon hinfliegen. Also heute. Nach Kuala- Lumpischer Zeit.
Zwar würde man mich wohl direkt auf dem Flughafen in Ketten legen, aber trotzdem bin ich neidisch. Will auch in den Urwald. Dämliches Elbflorenz.
17.02.2013
Urlaub. Schon wieder.
Habe ich also Urlaub. Schon wieder. Nach einer Woche. Den letzten Urlaub wollte ich ja eigentlich gemeinsam mit meiner Mutti ausklingen lassen. Auf dem Gehöft im Pirnaer Hinterland. Saunierend. Daraus geworden war allerdings nichts, denn statt im flauschigen Bademantel zum Limonenaufguss ging es im klapprigen RTW in die Notaufnahme Pirna. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich mich nicht einfach mal so in irgendeine NFA fahren lasse, nur weil ich meine Schuhe zu klein gekauft habe. Für eine kurze Zeit hatte ich wirklich ein bisschen Angst. Ist aber vorbei, und auch diesmal habe ich wieder nicht meine heiß ersehnte, infauste Diagnose bekommen, so dass ich nach einem K.O.-Tag wieder arbeiten gehen konnte und gestern den Wellness-Tag mit meiner Mutti nachholen konnte.
So richtig wie Wellness war mir allerdings nicht, denn übrig von meinem gesundheitlichen Kurzausfall ist noch ein fieser, fieser Husten und Husten ist gesundheitlich so wie Wind wettertechnisch. Nervt immer, hat nichts Schönes, kann man nicht aushalten, soll einfach nur ganz schnell vorbei gehen.
Einziger Vorteil: Die Entscheidung, auch diese Urlaubswoche in heimischen Gefilden zu verbringen, erweist sich als Glücksgriff. Denn die Vorstellung, mich jetzt an einem kanarischen Strand zu krümmen und in den Atlantischen Ozean zu husten, die hat so gar nichts Reizvolles.
Stattdessen gestern Abend noch im Kino gewesen. Und heute vormittag im Kino gewesen. Und morgen Abend geht es... ins Kino! Aber erst, nachdem ich mittags im Zoo war. Ist ja nicht so, dass uns nichts einfallen würde hier.
Film 1 war "Quellen des Lebens", gesehen in der Schauburg mit der lieben Elli. Ein Film, der im wesentlichen die Geschichte seines Regisseurs Oskar Roehler erzählt und auf seinem autobiographischen Roman "Herkunft" basiert. Und das mag ich ja, wenn ich zu seiner Mutter Gisela Elsner auch noch ein bisschen was nachlesen kann, und bei der Google Bildersuche feststelle, dass die Frau tatsächlich aussah wie die erst liebenswerte, dann völlig derangierte Figur im Film. Aber man hätte es wirklich nicht über 173 Minuten auslatschen müssen. Großartige Schauspieler wie Jürgen Vogel, Margarita Broich, Steffen Wink, Meret Becker und Sonja Kirchberger haben es aber trotzdem geschafft, dass ich kein einziges Mal weg genickt bin und dann war ja da noch Kostja Ullmann. Eines Tages...
Als Kontrastprogramm folge heute ganz unprätentiös "Ralph Reichts" im Cinemaxx mit André, Falk und Felix. Und auch, wenn wir den Altersschnitt in der Vormittagsvorstellung ganz fürchterlich in die Tiefe gerissen gehaben - wir hatten Spaß. Ein wirklich putziger Film, der mich auch heute wieder darin bestärkt hat, in Zukunft einfach mehr familienfreundliches Spaßkino zu konsumieren. 90 Minuten Zuckerwatte im Kopf, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Genau richtig.
Und weil das eh durcheinander geht hier, gleich noch ein schönes Stück Musik: "Arms of another" von Jonathan Kluth, live gesungen für TV Noir. Für die auch Enno Bunger und Me & My Drummer in der Scheune aufgetreten sind, wovon ich und meine Begleitung restlos begeistert waren, aber da würde ich gern warten, ob ich nach Abschluss der Tour noch mit besserem Filmmaterial aufwarten kann.
Derweile:
*plöpp*
21.12.2006
Einmal im Jahr Freikörperkultur.
Anlässlich des Geburtstags meiner besten Mutti waren wir zwei, die Mutti und iche, heute feste Saunieren, im Monte Mare Neustadt. Wie jedes Jahr. Einmal im Jahr nackt sein, einmal im Jahr Gifte ausschwitzen, das macht Laune.
Bisher übliche Beschäftigung zwischen den Aufgüssen: Lektüre schlauer Zeitschriften. Heute weniger. Gleich vier passable Exemplare, geeignet für schmutzige Phantasien am Start. Das entspricht einer Steigerung von 400%. Mal abgesehen von dem einen Mal, als die Chippendales vor ihrer Show 'ne Stunde reingeschneit sind.. egal.
Und das junge Paar neben uns... Sie trug einen Pferdeschwanz. Und sie war nicht die Einzige *muahahahaha*. Gott wie abgaydroschen.
Normalerweise treibt sich dort wirklich nur dickbäuchiges, hängebrüstiges Seniorenvolk rum, so dass ich mich in all meiner unansehnlichen Nacktheit trotzdem völlig frei bewegen kann und mich auch nicht darum kümmere, wie meine Haare liegen. Das ging heut' nicht.
Anstrengend. Aber angenehm anstrengend.
31.07.2008
Ich bin gut zu [v/V]ögeln.
Ich weiß, der Witz ist ewig abgestanden. Aber ich bin zu faul, mir eine spannendere Überschrift einfallen zu lassen. Der D. wollte gerne mal wieder ein Vogelupdate, und da ich meine 3 Leser gern halten möchte: Vogelupdate!
Unsere Beziehung zueinander ist ja momentan eher angespannt. Nachdem der kleine Pisser Eddie am Anfang noch recht zurückhaltend war, hat er sich während der ersten Wochen doch recht gut eingelebt und schreit jetzt wie am Spieß. Grundsätzlich. Egal was ist. Hauptsache brüllen. Aus einem sexy Dreiergespann ist inzwischen eine Supernanny- inspirierte Mutter- Kind- Kind- Beziehung geworden. Rocky (der Grüne) ist das Musterkind, das zwar auch dann und wann mal bockt, dafür aber wenigstens den Müll runterbringt und der Mutti ab und zu beim abwaschen hilft, während Eddie (der Blaue) das asoziale Problemkind ist, das jeden Abend mit seiner Gang vor'm Konsum abhängt, kifft und der Mutti so auf den Nerven rumtrampelt, dass sie zeitweise überlegt, ihn ins Heim zu geben.
So sieht's aus. Ich hoffe, dass ich nach meinem Urlaub entspannter an die ganze Sache gehen kann. Zur Not betrachte ich meine Sittiche halt als Übungspatienten - nörgelige, niemals zufriedende, hysterisch brüllende Furien, die man als Krankenschwester nun mal auch aushalten muss, ohne ausfällig zu werden.
An allem das Gute sehen.
