30.06.2008

Ich möchte...

[Sebastian Urzendowsky by Paul Rohlfs - Source.]

...so Vieles. Unter anderem einen Post zu dem Thema schreiben, was ich alles möchte. Um dann in der Konklusion festzustellen, dass man nicht alles haben kann. Ein Thema, das ich in trunkenen Selbstgesprächen schon dutzende Male impro- referiert habe. Aber zu Themen, die tiefer gehen, gelingt es mir einfach nie, mal was zu tippen. Ärgerlich.

Heute möchte ich zunächst meinen guten Vorsatz wahr machen, mehr deutsche Filme zu schauen. "PingPong", 22:45 im ARD.

"Ohne Vorankündigung besucht der 16-jährige Paul (Sebastian Urzendowsky) seine Verwandten. Er hat erst vor kurzem seinen Vater verloren, auf der Suche nach einer heilen Welt geht er an einen Ort, der ihn an unbeschwerte Kindheitstage erinnert. Dabei dringt er in den Mikrokosmos einer scheinbar glücklichen Familie ein. In seiner Tante Anna (Marion Mitterhammer) lernt Paul eine Frau kennen, die seine Anwesenheit anfänglich widerwillig hinnimmt, ihn dann aber zu akzeptieren beginnt und auf ihre Seite zieht. Paul sucht immer stärker ihre Nähe und bemerkt zu spät, dass sie ihn als Spielball benutzt. Als sie dabei die Kontrolle verliert, reagiert Paul mit einer Verzweiflungstat."

Diverse Kritiken, die ich jetzt nur mal überflogen habe, klangen sehr gut, vor allem Sebastian Urzendowsky schien zu begeistern, ich glaube, das kann man sich mal anschauen.

Ich werde es allerdings nur aufnehmen. Will heute zeitig ins Bett gehen und mir vorher noch 1, 2 Gedanken machen, was ich tun muss, um mein Leben in den ab morgen beginnenden, letzten 2 Monaten meines alten Lebens wieder auf die Reihe zu bekommen. Eine Reise nach Island wird mir dabei schonmal nicht weiterhelfen. Wussten sie, wie teuer es ist, nach Island zu kommen?

Werde mir wohl ein preisgünstigeres Nirgendwo suchen müssen.

[Das Nikki habe ich auch.]

Kommentare:

OneofTwo hat gesagt…

Mehr lachen... hilft bei mir meistens, dann nimmt man sich und andere meist weniger ernst. Was willst du ändern? Wenn du etwas willst, dann musst du es dir nehmen, wenn du jemanden willst, dann musst du es ihm klar machen - entweder er beißt an oder nicht (also jetzt eher wörtlich)! Klingt vielleicht eher banal aber lebe so, wie es dir gefällt und mache das, was dir Freude bereitet, verbiege dich nicht für andere und nutze deine Talente. Reisen hilft nur bedingt, habe ich ein Jahr gemacht, danach war alles schlimmer, enger, öder und beklemmender. Lächle in den Tag und du wirst sehen, es kommt was zurück! Grüße und Kopf hoch!

Your Mother hat gesagt…

*seufz*... Das tippt sich alles so einfach. Leider stehen da diverse persönliche/ charakterliche Hürden im Weg. Ich kann nicht einfach drauf los leben und nichts darauf geben, was die Anderen denken. Mein gesamtes Leben ist auf die Anderen ausgerichtet. Und das kann man nicht einfach ändern, nur weil man weiß, dass es das Beste wäre. Da benötigt man eine gewisse Fähigkeit zur Gleichgültigkeit, die ich einfach nicht habe.

Als Nahziele werde ich mir wohl erstmal setzen, konsequenter zu sein, weniger in mich hinein zu fressen und meine Zeit effizienter zu nutzen. Wenn ich das bis August schaffe, bin ich schon gut.

Reisen möchte ich ja auch nicht ein Jahr, ich möchte 2 Wochen weg, um von allem und jedem weg zu kommen und meinen Kopf frei zu bekommen.. Nach einem Jahr ist das sicher sehr frustrierend, wieder gefangen in der Heimat zu sein ;)

Vielen Dank für die Anteilnahme :)

Danny hat gesagt…

Das was „der“ über mir schreibt klingt fast schon weise. Wie wäre es, wenn Du schon morgen mit Deinem neuen Leben beginnst?

Your Mother hat gesagt…

Das ist der Plan, ja. Leider Frühdienst, da ist erstmal noch was zwischengeschaltet, und danach bin ich sicher zu müde, um neu zu leben, aber Juli/ August sollen eigentlich Umbruch werden.

Ich geb' mir Mühe ;)
...und geh' derweile erstmal schlafen.

Guts Nächtle :)

Danny hat gesagt…

Solang Du nach dem Glücke jagst,
Bist Du nicht reif zum Glücklichsein,
Und wäre alles Liebe Dein.

Solang Du um Verlorenes klagst
Und Ziele hast und rastlos bist,
Weißt Du noch nicht, was Friede ist.

Erst wenn Du jedem Wunsch entsagt,
Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,

Dann reicht Dir das Geschehens Flut
Nicht mehr ans Herz, und Deine Seele ruht.

Das hat Hermann Hesse mal geschrieben.
Dummerweise hat er vergessen, die dazu passende Gebrauchsanweisung zu schreiben…

OneofTwo hat gesagt…

Wer ist "der"?:)
Niemand verlangt doch von dir, dass du dich änderst, wiederum ein Trugschluss. Wenn ich es richtig lese, dann willst du doch etwas ändern an deinem Leben. Wenn dem so ist, dann sollte dir aber auch nicht Bange vor den dazu notwendigen Mitteln sein. Du solltest vielleicht realisieren (wie gesagt alles bloße Theorie), dass es nur einen Menschen gibt, dem du treu sein kannst - du selbst.
Es ist doch gerade so, dass Menschen immer versuchen, anderen zu gefallen, sich damit aber selbst verleugnen, unzufrieden ob dieser Lebenseinstellung werden und letztlich keinen Spaß mehr an dem haben, wie sie leben.
Sei du selbst und verstelle dich nicht, nicht für andere und vor allem nicht für ein Trugbild deiner Persönlichkeit. Dann wirst du zufriedener mit dir sein und es werden sich die Menschen, und ja vielleicht auch DER Mensch, um dich scharen, die/der dich so mögen/mag wie du wirklich bist, nicht so wie du für andere sein möchtest. Diese Lebenslüge kann man nicht ohne Risse aufrechterhalten. Ach... es schreibt sich nicht so leicht, wie es sich liest und... hier steckt eigene Erfahrung mit drin:(

@Danny: Ja der Hesse Hermann hat schon schöne Sachen geschrieben, nur ist es mit den Reimschöpfern meist so, dass Beklagtes nie selbst erreichen:)

Your Mother hat gesagt…

auch auf die gefahr hin, mich zu wiederholen: das schreibt sich alles so einfach. wenn jeder die dinge, die ihn stören, ohne weiteres ändern könnte, wäre die psychologie wohl arbeitslos. "mach doch einfach mal" geht nicht, wenn es um erwünschte veränderungen des eigenen charakters geht.

es ist ja nicht so, dass ich meine persönlichkeit verstelle, das habe ich auch nie geschrieben, ich versuche lediglich, möglichst niemandem ans bein pissen und auf jeden rücksicht zu nehmen, was dann oft auf meine kosten geht. ich bin schon ich, alles andere wäre mir zu anstrengend.

schönes gedicht, danny. ich glaube ich lege mich gleich hin und träume ein wenig von der theorie :)